Seckach berät städtebauliche Sanierungsmaßnahmen

500 Bahnhof Seckach

Der teilsanierte Bahnhof in Seckach. (Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) „Dank der mit allen Beteiligten konstruktiven und zielorientierten Zusammenarbeit darf große Hoffnung in das Gelingen der großen Aufgabenstellungen gesetzt werden. Wenn die finanzgebende Seite  des Landes weiter mitspielt, können in den kommenden Jahren wichtige Schritte für die Entwicklung der Gemeinde Seckach getan werden“, so die positive Schlussbemerkung von Paul Kessler, Sanierungsberater der Kommunalentwicklung GmbH, in seinem ausführlichen Sachstandsbericht zur geplanten und bereits begonnenen Durchführung der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme „Ortsmitte Seckach II“ im Rahmen des Landessanierungsprogramms.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates unter der Leitung von Bürgermeister Thomas Ludwig nahmen die Mitglieder auch gleichzeitig das Ergebnis der Projektstudie „Bahnhof“ mit Umbau und Sanierung zustimmend zur Kenntnis. In direktem Zusammenhang damit steht auch eine Umschuldungsermächtigung nach Einholung entsprechender Angebote an den Bürgermeister in Höhe von 1.326.653 Euro wegen Auslaufen der Zinsfestschreibung zum 3. Juni diesen Jahres. Um die Umsetzung der Sanierung „Ortsmitte II“ konsequent weiter vorantreiben zu können, hatte die Gemeindeverwaltung einen zweiten Aufstockungsantrag  in Höhe von 633.200 Euro und mithin auf weitere Finanzhilfe von 1.055.000 Euro gestellt. Inzwischen hat das Regierungspräsidium Karlsruhe einen Zuwendungsbetrag von 600.000 Euro bewilligt. Der gesamte Förderrahmen beläuft sich auf 2.666.667 Euro, wovon 1.873.017 Euro in Anspruch genommen wurden. Die bewilligte Bundes- und Landesfinanzhilfe beträgt 1.600.000 Euro.




Das Sanierungsgebiet „Ortsmitte Seckach II“ besteht aus einem zusammenhängenden Gebiet, südlich der Eicholzheimer Straße und westlich der Bahnlinie gelegen, welches in den drei Teilbereichen jeweils in sich homogen ist, betonte Paul Kessler in seinem Vortrag weiter. Es schließt sich an das bereits sanierte Gebiet „Ortsmitte Seckach“ an. Es umfasst Teile der Bebauung an der Römerstraße, Waidachshofer Straße, Eicholzheimer Straße, Uferstraße, Bahnhofstraße und der Straße „Im Brügel“, ferner das Bahnhofsgelände zwischen Brückenüberführung „Heinrich-Magnani-Straße“ und Bahnüberführung der Bahnhofstraße Ortsausgang Zimmern. Aktuell sei auch immer noch das Thema „Lamm“, das man aber in einer anderen Sitzung näher ausführen wird. Derzeit werden aktuell Verhandlungen zur Vorbereitung weiterer Modernisierungs- und Ordnungsmaßnahmen geführt. Von den Modernisierungsmaßnahmen seien bereits 14 Maßnahmen mit einem Fördervolumen von 398.267 Euro abgeschlossen und abgerechnet, die übrigen 21 Maßnahmen seien in Durchführung, wobei laufende Raten in Höhe von 260.965 Euro bereits ausbezahlt wurden.

„Alle genannten Zahlen stellen nicht auf die tatsächlich von der Gemeinde geleisteten Zahlungen ab, sondern auf die Zahlungen, die auch beim Regierungspräsidium anerkannt und gefördert wurden“, sagte Kessler. Besonders erfreulich sei dabei zum einen, dass der größte Teil (686.754 Euro) in 35 private Maßnahmen geflossen sei und zweitens, dass ein Teil der Investitionen von jungen Familien mit Kindern gestemmt wurde. Die notwendigen Grundstücksverhandlungen als Voraussetzung für die Realisierung der Schaffung von Gewerbeflächen auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs seien abgeschlossen und die nötigen Flächen gesichert.

Etwas ins Stocken geraten seien die Verhandlungen über Grundstücksflächen, die für den Hochwasserschutz benötigt werden und mit der geplanten Grüngestaltung des Uferbereichs der Seckach im Zusammenhang stehen. Bezüglich der Umgestaltung des Bahnhofes selbst liegt ein Planungsvorschlag vor, der folgende neue Nutzungen für das Empfangsgebäude vorsieht: Öffentlicher Zugangs- und Wartebereich für Bahnreisende mit öffentlicher Toilettenanlage, Architekturbüro Kast, Gastronomiebereich mit Bäckerei/Bistro, Restaurant und Straßenverkauf. Das Büro Dreger aus Aschaffenburg stellte in seiner Studie auch eine Kostenschätzung für den Umbau bzw. die Sanierung des Bahnhofes in Seckach vor.

Hierbei geht es um einen Gesamtkostenaufwand für die Planung, Statik und das Brandschutzkonzept von 229.650 Euro, Abbruch und Entkernung 125.000 Euro, Kosten für Rohbauarbeiten 375.000 Euro, Ausbaugewerke im Innenbereich 1.295.000 Euro, Brandschutz 135.000 Euro und Nebenkosten in Höhe von 90.000 Euro.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: