„Leben braucht Wasser“ mit neuem Ziel

Seckach. (lm) Sie haben schon eine ganze Menge bewirkt und noch mehr Pläne für die Zukunft. Gemeint sind die bisher 24 Mitglieder des Seckacher Förderkreises „Leben braucht Wasser“ unter Leitung von Bernhard Heilig und deutlich wurde dies im Rahmen der Jahreshauptversammlung, die im dreijährigen Rhythmus stattfindet. „Die Idee überzeugt“, kommentierte Bürgermeister Thomas Ludwig die Berichte mit einem Dank an die aktive Gruppe für deren einzigartiges Engagement. 

Powerpoint unterstützt resümmierte Bernhard Heilig die Aktivitäten des Berichtzeitraums, wobei er zunächst allen dankte, die sich so intensiv für die Ziele des Förderkreises eingesetzt hatten. Vor allem der „Weihnachtsgruppe“ galt seine Dankbarkeit, die beim Losverkauf in jeder Wetterlage echte Knochenarbeit leiste. Abschließen konnte man die Projekte „100 und 200 Pumpen für Mocupe“. Neu ist das Ziel „350 Pumpen für La Libertad“. 

Neben Losverkäufen an verschiedenen Weihnachtsmärkten, Straßenfesten und bei Firmenfeiern in Verbindung mit Info-Arbeit, brachten die drei Spendenkreisel einiges an Einnahmen und zahlreiche Spender. Wobei vor allem die Kommunionkinder und Ministranten aus Seckach und Hettingen hervorzuheben seien, denen man mit gesonderten Informationsnachmittagen in Theorie und Praxis dankte. Im Internet war Bernhard Heilig auf verschiedenen spendenwettbewerbe aufmerksam geworden, wie z. B. von VDI (Ingenieure helfen der Welt), der Siemensstiftung, DiBaDu oder Betterplace. Er blieb „im Netz“ und konnte so einige wertvolle Geldgewinne für den Förderkreis verbuchen. 



Im Berichtszeitraum hatte „Leben braucht Wasser“ außerdem neue Gießformen für die Pumpenproduktion in Peru hergestellt, getestet, verpackt und verschickt und vor Ort drei sehr intensive Schulungen durchgeführt. Während diverser Kontroll- und Arbeitseinsätze überzeugten sich einige Mitglieder des Förderkreises in Peru mit eigenen Augen, dass die Produktion der Hand- und Fußpumpen reibungslos funktioniert und ihr Einsatz den Menschen tatsächlich große Erleichterung im Alltag bringt. 

Entsprechendes Bildmaterial vom Einsatz beim Viehtränken oder bei einem Dorfbrunnen, wo man vorher kilometerweit mit Kübeln und Kannen unterwegs war, überzeugte die Anwesenden von dieser sinnvollen Hilfe zu Selbsthilfe. Auf Anfrage eines Entwicklungshelfers in Afrika hat man sich zusammen mit einem ehrenamtlichen Ingenieursteam an die Entwicklung einer neuen Saugdruckpumpe gemacht, die in der Herstellung nur noch die Hälfte der bisherigen kosten würde und immerhin 10 Meter fördern könnte. Allerdings ist die penible Testphase noch nicht abgeschlossen. 

Diverse Vorträge und Informationsveranstaltungen rundeten den arbeitsreichen Berichtszeitraum ab. In dem positiven Kassenbericht von Gabriele Ehret hatten die Kassenprüfer Peter Bussemer und Christa Parstorfer keinerlei Beanstandungen finden können. Man vermisste lediglich die „Ausgabenseite“, weil hier nahezu alles durch Spenden abgedeckt wird. Auch als Dank und Anerkennung erfolgte die Entlastung auf Antrag von Bürgermeister Ludwig mit einstimmigem Votum, ebenfalls wie das Ergebnis der anschließenden Neuwahlen zur Vorstandschaft: 1. Vorsitzender Bernhard Heilig, 2. Vorsitzender Manfred Glittenberg, Schatzmeisterin Gabriele Ehret. 

Mit einem Dank für die immer hervorragende Zusammenarbeit verabschiedete Bernhard Heilig seine bisherige Stellvertreterin Gabriele Wurm-Bussemer, die nicht mehr zur Wahl gestanden hatte, aus der Vorstandschaft bevor er den offiziellen Teil des Abends mit einem Ausblick auf die künftigen Aktivitäten schloss. Neben Losverkäufen und Infoständen bei verschiedenen Straßenfesten, Märkten und Firmenfeiern zum Geldbeschaffen, will man die Projektfinanzierung für weitere 100 Brunnen abschließen sowie den Aufbau und die Erprobung der neuen Saugdruckpumpen in Angriff nehmen. Heilig kündigte seinen mehrwöchigen Arbeitseinsatz in Peru an, dem ein ausführlicher Sachstandsbericht im Rahmen eines Infonachmittages in der Seckachtalhalle folgen soll. Weiter plane man die Recherche nach nachhaltigen und bezahlbaren Wasserreinigungsverfahren sowie einen großen peruanischen Kulturabend. 

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