„Ein Pflegefall kommt meistens plötzlich“

Familiengerechte Hochschule DHBW Mosbach organisierte Vortrag zur Pflege Angehöriger

Mosbach. (pm) Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach fasst ihren Auftrag als zertifizierte  familiengerechte Hochschule weit: „Unser Verständnis von Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Studium konzentriert sich nicht nur auf die Betreuung von Kindern, sondern reicht bis zur Pflege von Familienangehörigen. Gerade hier liegen große Herausforderungen in der Zukunft“, sagte Prorektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann zu Beginn des Vortrags über die Pflege bedürftiger Angehöriger. Wie bereits am Campus Bad Mergentheim klärte Frank Feinauer, Pflegedirektor am Caritas Krankenhaus Bad Mergentheim und DHBW-Dozent im Studiengang BWL-Gesundheitsmanagement, auch am Campus Mosbach über die Rechtslage bei der Anerkennung von Pflegestufen und weitere Hilfen bei der ambulanten oder stationären Pflege auf.


„Ein Pflegefall kommt in den meisten Fällen plötzlich“, stellte er fest und riet deshalb, „möglichst frühzeitig in der Familie über das Tabu-Thema Pflegebedürftigkeit zu beraten“. Auch junge Menschen könnten – etwa durch einen Unfall oder psychische Erkrankungen – betroffen sein, weshalb jeder erwachsene Mensch einer ihm vertrauten Person eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung für den Pflege- oder Sterbefall erteilen sollte. Ist der Pflegefall eingetreten, könne und sollte man sich Rat bei den Pflegestützpunkten holen. Diese gibt es in jedem Landkreis Baden-Württembergs. Die Berater sind unabhängig und kennen sich in Fragen zur Pflegeversicherung, Rechten, zur Pflegekasse und weiteren Hilfsangeboten aus. Sie unterstützen die Betroffenen auch beim komplizierten Antrag zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit.

Obwohl die ambulante Pflege zu Hause immer mehr zunimmt, gibt es für die pflegenden Angehörigen kaum Hilfe. An der DHBW Mosbach haben von den 250 Mitarbeitern bereits 26 Prozent pflegebedürftige Angehörige,  13 Prozent aller Mitarbeiter sind selbst in der Pflege aktiv. Unter den Studierenden haben 18 Prozent pflegebedürftige Angehörige. Von diesen 18 Prozent sind 37 Prozent in der Pflege aktiv.

Familiengerecht versucht die DHBW Mosbach,  sie unter anderem durch flexible Arbeitszeiten, Home Office, Seminare zum Stress- und Zeitmanagement oder informative Vorträge zu unterstützen. Fazit des Experten Frank Feinauer: „Diese Einrichtung ist vorbildlich.“ 

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