Fahrzeugweihe bei der FFW Großeicholzheim

FFW Grosseicholzheim mit neuen Fahrzeug

Die Floriansjünger freuen sich über ihr neues Löschfahrzeug. (Foto: Liane Merkle) 

Großeicholzheim. (lm) „Zum ersten Mal seit Bestehen unserer Großeicholzheimer Feuerwehr wird ein Staffellöschfahrzeug 10/6 in Dienst gestellt“, erläuterte Abteilungskommandant Manfred Haußamen gleich zu Beginn der Feierlichkeiten die Besonderheit des Anlasses im Beisein von Bürgermeister Thomas Ludwig, Ortsvorsteher Reinhold Rapp, Kreisbrandmeister Rainer Dietz, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzendem Andreas Hollerbach, der Geistlichen Pfarrer Martin Drathschmidt und Pfarrer Ingolf Stromberger sowie zahlreicher Vertreter der eigenen und befreundeter Wehren und natürlich der interessierten Bevölkerung, bevor er auf den Werdegang der Beschaffung einging.

Demnach hatten sich die Verantwortlichen der Feuerwehren Großeicholzheim und Zimmern unter Vorsitz von Gesamtkommandant Roland Bangert vor ca. drei Jahren erstmals Gedanken um eine Ersatzbeschaffung für die mehr als 30 Jahre alten Tragkraftspritzenfahrzeuge gemacht und danach ein Fahrzeugkonzept erarbeitet, das gut durchdacht war und den Gefallen des Gemeinderates fand. Im Ergebnis wurden für die beiden Abteilungen die ersten beiden Staffellöschfahrzeuge (StLF) 10/6 im Neckar-Odenwald-Kreis bei der Firma Kirchgässner-Bachert in Binau bestellt.

Die an sich baugleichen Fahrzeuge unterscheiden sich nur in jeweils einem ortsspezifischen Bedürfnis. Während für Zimmern eine tragbare Pumpe besonders wichtig war, hatte für Großeicholzheim ein Rettungssatz als Zusatzbeladung Priorität, da hier mehr in Richtung Waldhausen, Heidersbach, Rittersbach, Kleineicholzheim und Bödigheim agiert wird, wo keine Rettungssätze vorhanden sind. Ansonsten sind nach Aussage von Haußamen auf beiden Fahrzeugen das Material für eine Löschgruppe verlastet und sie können mit einer Staffelbesatzung von insgesamt sechs Personen besetzt werden. Die Fahrzeuge seien so aufgebaut, dass alle zusätzlichen Geräte wie z.B. Motorsäge, als Wechselbeladung im Bedarfsfall in kurzer Zeit be- oder entladen werden können. Das erlaube es, das zulässige Gesamtgewicht bei 7,49 Tonnen zu halten, damit auch Kameraden mit einem „alten dreier Führerschein“ die Fahrzeuge lenken dürften.5




Sein Dank richtete sich an alle, die an der Beschaffung in irgendeiner Weise beteiligt waren, besonders aber mit einem Weinpräsent an Roland Bangert für dessen unermüdlichen Einsatz. Nachdem die beiden Geistlichen den Feuerwehrkameraden ihren Segen zugesprochen hatte und das neue Fahrzeug seine Weihe erfahren durfte mit dem Wunsch, dass alle Wehrleute ihre hilfsbereiten Einsätze immer gesund überstehen und Dank des neuen Fahrzeugs noch besser und effektiver durchführen können, brachte Bürgermeister Thomas Ludwig seine Freude zum Ausdruck, dass es gelungen sei, die Feuerwehrkonzeption von Kreisbrandmeister Rainer Dietz aus dem Jahr 2004 schon so weit umzusetzen. Das sei für eine Gemeinde wie Seckach nur mit Hilfe der großzügigen Zuschüsse möglich gewesen. Immerhin würden die beiden Staffellöschfahrzeuge fast 400.000 Euro kosten.

Den Dank an die Zuschussgeber, aber auch an die Gemeinde und die Kameraden im Fahrzeugbeschaffungsausschuss brachte auch Gesamtkommandant Roland Bangert zum Ausdruck, fügt aber weiter hinzu, wie wichtig die Bereitschaft der Wehrleute sei, denn „die beste Technik nutzt nichts, wenn niemand sie bedient“. Kreisbrandmeister Rainer Dietz lobte die Um- und Weitsicht der Seckacher Wehr, gleich zwei Fahrzeuge gleicher Bauart mit etwas angepasster Bestückung zu bestellen. „Es macht genauso Sinn, Mehrfachbestellungen zu tätigen wie die Herstellung im heimischen Neckar-Odenwald-Kreis zu berücksichtigen“. Abschließend bestätigte der Kreisbrandmeister, dass die Kosten für die Ausrüstung der Feuerwehren zwar nicht unerheblich seien, durch den ehrenamtlichen Einsatz der Wehrleute jedoch praktisch unbezahlbar würden.

Den würdigen musikalischen Rahmen der Feierstunde gestaltete der Männergesangverein Großeicholzheim unter Dirigent Klaus Bayer, bevor Ortsvorsteher Reinhold Rapp abschließend mit den Glückwünschen des Ortschaftsrates das neue Fahrzeug als gerechte Auszeichnung für die Leistung der örtlichen Feuerwehr betrachtete und zum gemeinsamen Mittagessen in die Tenne einlud. 

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