„Mülben ist der schönste Ort Deutschlands“

Hoher Besuch beim 1. Internationalen Kumys-Frühlingsfest

12 05 13 KP Muelben Ehrengaeste Kumysfest

Gestütsinhaber Hans Zollmann (re.) begrüßt Botschafter Nurlan Onzhanov (4.v.re.), Waldbrunns Ehrenbürger Gerd Mocca (2.v.li) mit Partnerin Inge Zäpfel (li.), MdL Georg Nelius (5.v.li.), Honorarkonsulin Dorothea Haller-Laible (4.v.li.) , Landrat Dr. Achim Brösel (5.v.re.), Bürgermeister Markus Haas (3.v.re), Marina Hofherr (3.v.li.) als Sprecherin Veranstaltergemeinschaft der Waldbrunner Stutenmilchwochen und Bundestagskandidat Hans-Detlef Ott (2.v.re.) beim Kumys-Frühlingsfest in Mülben. (Foto: Hofherr)

Mülben. Zum 1. Internationalen Kumys-Frühlingsfest begrüßte Stutenmilchpionier Hans Zollmann am Sonntag den Botschafter Kasachstans Nurlan Onzhanov, Waldbrunns Ehrenbürger Gerd Mosca mit Partnerin Inge Zäpfel, MdL Georg Nelius, Honorarkonsulin Dorothea Haller-Laible, Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Markus Haas, Marina Hofherr als Sprecherin Veranstaltergemeinschaft der Waldbrunner Stutenmilchwochen und Bundestagskandidat Hans-Detlef Ott (Grüne) auf dem Kurgestüt Hoher Odenwald in Mülben.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem es Familie Zollmann gelungen war Odenwälder und euroasiatische Spezialitäten auf einem Teller zu vereinigen, stellten Gudrun und Hans Zollmann den Familienbetrieb Kurgestüt und die Stutenmilchproduktion vor. Natürlich durfte auch reichlich Stutenfrischmilch sowie der fermentierte Kumys verkostet werden.

Botschafter Nurlan Onzhanov lobte den Einsatz der Familie Zollmann für das Nationalgetränk der zentralasiatischen Nomadenvölker. Als Leuchtturm der Stutenmilchproduktion habe man sich in Mülben große Verdienste für den Erhalt der kasachischen Lebensweise und der Kultur erworben, lobte Onzhanov. Inzwischen seien weitere Betriebe dem Beispiel des Kurgestüts gefolgt und produzieren Kumys. Dass man nun mit einem Internationalen Kumys-Frühlingsfest ein Zeichen der Völkerfreundschaft setze, mache Mülben für ihn zum schönsten Ort Deutschlands, zeigte sich Exzellenz Nurlan Onzhanov beeindruckt.

Für MdL Georg Nelius, einen bekennenden Stutenmilchgenießer, liege das Glück der Erde nicht auf dem Rücken, sondern in der Milch der Pferde. Das Kurgestüt der Familie Zollmann sei für den Kreis ein Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Lebensmittelproduktion. Mit Sachverstand und Leidenschaft trage man auf einer Fläche von 450 Hektar zur gesunden Ernährung bei. Die Bewirtschaftung nach Demeter-Kriterien mit eigener Futterproduktion setze zudem auf Nachhaltigkeit, lobte der Landespolitiker.




Auch Landrat Dr. Achim Brötel hob das Kurgestüt und die Familie Zollmann als Bindeglied zwischen dem Neckar-Odenwald-Kreis und Kasachstan heraus. In den Waldbrunner Stutenmilchwochen sei es zudem in hervorragender Art und Weise gelungen, Tourismus, Gastronomie, Lebensmittelproduktion und nachhaltigen Landschaftsschutz zu verknüpfen und so weit über den Kreis hinaus zu wirken.

Der neue Bürgermeister Markus Haas, selbst aus Mülben stammend, ließ Botschafter Onzhanov zwar wissen, dass zu Waldbrunn insgesamt sechs wunderschöne Ortsteile gehören, die er den Gästen aus der Berliner Botschaft gerne persönlich vorstelle. Außerdem dankte er der Familie Zollmann, den beteiligten Betrieben und Vereinen für ihr Engagement im Rahmen der Waldbrunner Stutenmilchwochen, die mit der vierten Auflage auf dem besten Weg seien, zur Tradition zu werden.

Nach weiteren Grußworten von Honorarkonsulin Dorothea Haller-Laible und den grünen Bundestagskandidat Hans-Detlef Ott tanzten Mitglieder des Deutsch-Mongolischen Kulturvereins zu traditioneller Musik der zentralasiatischen Nomaden. Für heimische Klänge sorgten Jagdhornbläser aus Geisingen.

Obwohl es nicht frühlingshaft-mild, sondern eher winterhauchlich-kühl war, verschiedene Veranstaltungen im gesamten Odenwald zum Kommen einluden, waren einmal mehr Menschen aus Nah und Fern der Einladung nach Mülben gefolgt und erlebten dort ein abwechslungsreiches Programm.

Die 4. Waldbrunner Stutenmilchwochen dauern noch bis einschließlich 19. Mai. In diesem Zeitraum haben die Waldbrunner Gastronomen verschiedene Gerichte der euroasiatischen Küche und rund um Stutenmilch auf der Speisekarte. So lassen sich neben diversen Süßspeisen und dem Stutenmilchbrot erstmals auch ein Kumys-Braten genießen. Außerdem bieten die Köche der hiesigen Restaurants auch regionale Leckereien.

Infos im Internet:

www.stutenmilchwochen.de

www.kurgestuet.de

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