Lebensanfang und –ende im Gemeinderat

LogohassmersheimFriedhöfe und Kindergärten beschäftigen Kommunalparlament Haßmersheim

Haßmersheim. (pm) In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Haßmersheimer Gemeinderat mit den örtlichen Friedhöfen in Haßmersheim und Hochhausen, der Einführung einer Jahreskarte für das Hochhäuser Freibad sowie der Kindergartenentwicklungsplan für das Jahr 2013/2014, darüber hinaus wurde einem Bebauungsplan der Stadt Gundelsheim zugestimmt.

Zunächst gab Bürgermeister Marcus Dietrich bekannt, dass das Landratsamt den Prüfbericht der Gemeinderprüfungsanstalt und die Stellungnahme der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats so akzeptiert habe und ein entsprechender Erledigungsvermerk des Landratsamtes vorliegt. Aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung informierte er, dass der Gemeinderat der Gewährung eines Zuschusses für die Außenisolierung des ev. Kindergartens in Haßmersheim zugestimmt hat.

Straftaten gingen zurück

Ausführlicher ging er auf die Polizeistatistik des Jahres 2012 ein, die vom Polizeirevier Mosbach übermittelt wurde. Aus der ist zu ersehen, dass die Gesamtzahl der Straftaten vom Vorjahr 145 auf nunmehr auf 126 zurückgegangen sei. Der größte Anteil der Straftaten liege nach wie vor im Bereich Diebstahl, dicht gefolgt von Sachbeschädigungen, die von 5 im Jahr 2011 auf 29 im Jahr 2012 zugenommen haben. Auch Rohheitsdelikte wie Körperverletzung spielen mit 23 Fällen eine gewichtige Rolle, ebenso die Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 22. Beleidigungen und Rauschgiftdelikte gingen deutlich jeweils auf 2 zurück. Mit der Summe von 126 Straftaten im Jahr 2012 befindet sich die Anzahl im langjährigen Durchschnitt, der sich zwischen 169 und 86 bewegt.

Ganz so positiv hat sich die Entwicklung bei den Verkehrsunfällen leider nicht gezeigt. Zwar ist die Gesamtunfallzahl von 33 auf 34 nur unversehentlich gestiegen, jedoch ist bei der Zahl der Personenschäden von 9 auf 13 eine deutliche Steigerung zu registrieren.




Friedhofserweiterung in Hochhausen

Bereits wenige Jahre nach der Fertigstellung des neuen kommunalen Friedhofes im Ortsteil Hochhausen muss nun eine Erweiterung vorgenommen werden. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass eine verstärkte Nachfrage von Einzelgräbern mit der Inbetriebnahme des neuen kommunalen Friedhofes in Hochhausen entstanden ist. Ferner hat in den vergangenen Jahren auch die Nachfrage nach Urnengräber in allen drei Ortsteilen, so auch in Hochhausen, zugenommen. In Hochhausen ist daher in nächster Zeit auch die Erschließung eines neuen Urnengrabfeld notwendig. Die Verwaltung hat das Ingenieurbüro für Kommunalplanung beauftragt, aus der ursprünglichen Gesamtplanung die Erweiterungsflächen planerisch herauszuarbeiten und die Kosten für eine Erweiterung zu übermitteln. Bruno Kuk vom Ingenieurbüro für Kommunalplanung hatte einen entsprechenden Planentwurf erarbeitet, der vom Gemeinderat nach entsprechender Prüfung so auch genehmigt wurde. Ein erster Teilabschnitt für die Erweiterung soll im Jahr 2014 begonnen werden. Die entsprechenden Mittel sind bereits im Haushaltsplan 2013 vorhanden. Im ersten Teilabschnitt sind nun 6 neue Einzelgräber und 16 Urnengräber vorgesehen. Die Grabeinfassungen sollen mit eine Plattenbelag und einem Grabsteinfundament, wie bereits in den übrigen Teilen eingefasst werden. Die Kosten werden sich auf ca. 35.000 Euro belaufen. Aus der Mitte des Gemeinderates wurde die vorgesehene Erweiterung begrüßt, wobei insbesondere auf den in diesem Zusammenhang zuschaffenden Weg zur Treppe eingegangen wurde. Da das Projekt kostenmäßig im Rahmen sei, steht der Erweiterung nichts im Wege.

Neue Bestattungsform im Haßmersheimer Friedhof

Bei einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Thema „Beerdigungen unter Bäumen“ im Haßmersheimer Friedhof. Bereits mehrfach war aus der Mitte der Bevölkerung der Wunsch an den Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung herangetragen worden, die Bestattung von Urnen unter Bäumen im Haßmersheimer Friedhof zu ermöglichen. Auch in der jüngsten Klausurtagung hatte sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigt und Ingenieur Bruno Kuk vom Ingenieurbüro für Kommunalplanung hatte im Auftrag der Gemeindeverwaltung Vorplanungen durchgeführt. Ingenieur Kuk hatte zur Sitzung mehrere Gestaltungsvarianten erarbeitet, die in der vorhandenen Fläche bis zu 250 Bestattungen unter Bäumen ermöglicht.

Zunächst einmal sollte im Rahmen der Sitzung nicht um eine endgültige Festlegungen, sondern nur um eine Diskussion zu diesem Thema gehen, daher nahm der Gemeinderat das Ergebnis der Vorüberlegung entsprechend auch zur Kenntnis und wird sich nun weiterhin mit dem Projekt befassen.

Kindergärtenplätze reichen noch aus

Alljährlich hat sich der Gemeinderat mit der Entwicklung der Bedarfsplanung für die Kindertageseinrichtungen zu beschäftigen. Auch in diesem Jahr hat das Kindergartenkuratorium, in dem die Vertreter der örtlichen Kindergärten und des Gemeinderates zusammentreffen, die Bedarfsplanung vorbesprochen und einstimmig befürwortet.

Im Rahmen der Bedarfsplanung konnte Bürgermeister Marcus Dietrich feststellen, dass für das Kindergartenjahr 2013/2014 genügend Kindergartenplätze vorhanden seien. Für 154 Kinder in der Gesamtgemeinde, die im entsprechenden Alter sind, stehen 166 Kindergartenplätze zur Verfügung. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich gegenüber der Bedarfsplanung des Jahres Vorjahres die Altersmischung im ev. Kindergarten in Haßmersheim geändert hat. Die bisher altersgemischte Gruppe soll nun als Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten ohne Altersmischung geführt werden, deshalb stehen dort dann 25 statt bisher 22 Plätze zur Verfügung. Eine Aufnahme von unter 3-Jährigen ist in dieser Gruppe zwar nicht möglich, aber in den anderen Kindergartengruppen in Haßmersheim stehen ausreichend Plätze zur Verfügung. Der Rechtsanspruch für Kinder über 3 Jahre ist erfüllt.

Für die Kinder unter 3 Jahren, von denen es in der Gesamtgemeinde 115 gibt, haben 89 Kinder seit Sommer 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Da aus der bisherigen Erfahrung davon auszugehen ist, dass nur ein kleiner Teil der Kinder zwischen 1 und 3 Jahre einen Platz in Anspruch nehmen, hatte sich der Gemeinderat bereits vor einiger Zeit dafür entschieden, für 25 % der fraglichen Kinder einen Betreuungsplatz zur Verfügung zu stellen. Dies erfolgt aktuell durch die Kleinkindgruppe in den ev. Kindergärten in Haßmersheim und Hochhausen, sowie in den altersgemischten Gruppen der Kindergärten in Neckarmühlbach und Hochhausen und dem kath. Kindergarten in Haßmersheim. Damit kann der Rechtsanspruch vermutlich erfüllt werden. 

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In diesem Zusammenhang wurde auch darauf hingewiesen, dass der ev. Kindergarten im Ortsteil Neckarmühbach nach wie vor unterbelegt ist. Von den dort vorhandenen 22 Plätzen werden vermutlich zum Kindergartenjahr 2013/2014 nur 14 Plätze belegt werden.

Ferner informierte Bürgermeister Marcus Dietrich, dass die Grundschulbetreuung, die derzeit in der Haßmersheimer Grundschule durchgeführt wird, ab Sommer 2013 auf die bürgerliche Gemeinde übergeht. Die ev. Kirchengemeinde hat sich von der Tätigkeit zurück gezogen. Die Gemeindeverwaltung prüft derzeit, ob das Angebot weiter ausgebaut werden kann. Da die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in der Grundschule weiterhin hoch ist, bemüht sich, die Gemeinde in Kooperation mit der Friedrich-Heuß-Schule auch der höheren Nachfrage gerecht zu werden.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Einführung von Jahreskarten für das Hochhäuser Freibad. Hier beschloss der Gemeinderat, dass ab der Freibadsaison 2013 Jahreskarten für Erwachsene und Kinder eingeführt werden. Die Jahreskarte für Erwachsene kostet 25 Euro, die Jahreskarte für Kinder soll 10 Euro kosten. Mit der Einführung der Jahreskarte soll das Tarifangebot erweitert und die Attraktivität des Freibades in Hochhausen weiter gesteigert werden. Der Verkauf von Jahreskarten ist zwischenzeitlich erfolgreich angelaufen, die ersten Hochhäuser halten ihre Jahreskarte schon in Händen.

Infos im Internet:
www.hassmersheim.de

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