Landrat besucht ungarische Partnerkomitat

Besuch Vas

Eine Delegation mit Landrat Dr. Achim Brötel an der Spitze war auf Einladung von Ferenc Kovács (vierter von rechts), dem Präsidenten des ungarischen Komitats Vas, anlässlich der Ausstellungseröffnung  „Publius Ferrasius Avitus – Im Auftrag des Adlers“ im Savaria-Museum in Szombathély zu Gast. Auch der Staatssekretär Tamás Vargha (Mitte) aus dem zuständigen ungarischen Ministerium hatte sich einen Besuch nicht nehmen lassen. (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis/Szombathély. (lra) Auf Einladung von Ferenc Kovács, dem Präsidenten des ungarischen Komitats Vas, fuhr eine Delegation aus dem Neckar-Odenwald-Kreis mit Landrat Dr. Achim Brötel an der Spitze in den dortigen Partnerlandkreis. Anlass der dreitägigen Reise war die Eröffnung der Sonderausstellung „Publius Ferrasius Avitus – Im Auftrag des Adlers“ im Savaria-Museum Szombathély. Dieses deutsch-ungarische Gemeinschaftsprojekt ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen dem Römermuseum Osterburken, dem Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis, dem Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg und dem Savaria Museum Szombathély. Die Ausstellung zeigt den Lebensweg des römischen Soldaten Publius Ferrasius Avitus, der im 2. Jahrhundert n. Chr. in Savaria geboren wurde, in unserer Region seinen Militärdienst verrichtet hat und anschließend wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Ein Weihestein aus Obernburg versetzte die Historiker in die Lage, den Lebensweg des Offiziers zu rekonstruieren.




Szombathély ist nach Osterburken – dort wurde die Ausstellung im letzten Jahr mit sehr großem Erfolg gezeigt – und Konstanz nun der dritte Ausstellungsort. Mit Landrat Dr. Brötel nahmen an der Eröffnungauch Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm, der Leiter des Römermuseums Osterburken, Dr. Jörg Scheuerbrandt, sowie Dr. Martin Kemkes und Dr. Eszter Harsányi vom Archäologischen Landesmuseum teil. Bei der Ausstellungseröffnung nutzte Landrat Dr. Brötel die Gelegenheit, um auf die gemeinsame römische Vergangenheit der beiden Regionen einzugehen. Die Idee, ein gemeinsames Projekt zu initiieren, war damit geboren. „Mit dem Weihestein ist uns dann der Zufall, aber auch ein wacher Geist in der Person von Dr. Scheuerbrandt zu Hilfe gekommen, der die Ausstellung letztlich konzipiert hat.“ Dr. Brötel dankte allen Beteiligten, die es trotz großer Entfernung und unterschiedlicher  Sprache geschafft haben, dieses Gemeinschaftsprojekt zu realisieren. Lobende Worte fanden auch der Staatssekretär aus dem zuständigen ungarischen Ministerium, Tamás Vargha, sowie Szombathelys Bürgermeister Dr. Tivadar Puskás. Komitatspräsident Ferenc Kovács bezeichnete die Ausstellung als „einen Höhepunkt der bisher stattgefundenen Partnerschaftsaktivitäten“. Das schon immer sehr gute Verhältnis wachse weiter: „Aus Partnern sind sehr gute Freunde geworden“.

Weitere Programmpunkte der Kurzreise waren die Besichtigung der Nádasdy-Burg in Sárvár sowie des erst kürzlich eröffneten Iseums – ein in Originalgröße nachgebauter Tempel zu Ehren der Göttin Isis mit Museum. Großes Interesse fand auch der Vortrag des Journalisten und Hobbyarchäologen Rudolf Landauer zum Thema Luftbildarchäologie vor Fachpublikum, die ermöglicht, nicht ausgegrabene Bodendenkmäler wie Gutshöfe, Kastelle oder sogar den Limesverlauf aus der Luft durch bestimmte Veränderungen der Landschaft zu lokalisieren.

Auf Einladung von Bürgermeister István Keresztes besuchte die Delegation auch die  Gemeinde Jánosháza im Südosten des Komitats. Bei einem Besuch des Bürgermeisters im Neckar-Odenwald-Kreis fanden schon vor zwei Jahren erste Gespräche hinsichtlich einer Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde Neckargerach statt, die jetzt mit dem ebenfalls mitgereisten Bürgermeister Norman Link vertieft wurden.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen: