Personensucher wieder in Waldbrunn aktiv

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Waldbrunn. (nh) Einer der vielen verregneten Frühlingstage in Waldbrunn. Auf dem Parkplatz stehen mehrere Autos. Auf ein Fahrzeug bewegen sich zwei Personen zu, eine Hundeführer und dessen Begleitperson. Der Hund wird vom Hundeführer aus dem Auto geholt. In Ruhe schnuppert dieser in seinem Suchgeschirr die Gegend ab. Erst mal aussortieren, wo man ist und welche Gerüche hier herumschwirren.

Dann ist es soweit. Die Spannung steigt. Die Begleitperson hält dem Hund auf Nasenhöhe eine Plastiktüte hin, in der sich eine Geruchsprobe der „vermissten“ Person befindet. Ein Shirt, ein Tuch, ein Schlüsselbund, ein Haarband … Was auch immer. Dem Hund scheint es egal, denn nachdem er sein Suchkommando bekommt, zeigt er zielstrebig an, ich welche Richtung er möchte. Der Hundeführer folgt ihm. Die Spur führt ihn geradewegs in eine Menschenmenge hinein. Jetzt bloß nicht den Geruch verlieren. Gekonnt sortiert der Hund, ein sogenannter Mantrailer, alle herumstehenden Personen „aus“. Keinem dieser Zweibeiner kann er den Geruch aus der Tüte zuordnen.

Aber Moment … die Spur führt aus der Menge heraus. Hinterher! Der Hund weist „seinem“ Menschen am Ende der Leine den Weg durch einen kleinen Durchgang in der Hecke, über einen asphaltierten Weg, am Grünstreifen entlang, auf einen gepflasterten Parkplatz. Von dort auf einen kleinen Trampelpfad geradewegs auf eine Hütte zu. Und hurra, da ist die „vermisste“ Person.




Was sich hier leicht anhört, ist für den Vierbeiner echter Hochleistungssport. Unendlich viele Gerüche müssen erkannt, sortiert, verworfen werden, neu wahrgenommen, neu einsortieren, abgeglichen werden. Was andere in einer Rettungshundestaffel als „echten Job“ machen, betreiben die Hunde und Frauchen bzw. Herrchen beim Hundeverein Hot-Dogs Waldbrunn als Hobby. Mantrailing nennt sich das Ganze. Der Hund sucht bestimmte menschliche Spuren und findet die versteckte Person.

Beim jüngsten Wochenendseminar führte Hundetrainerin Martina Maier-Schmid von der Hundeschule Tandem Neulinge gekonnt an das Thema heran. Fortgeschrittene Teilnehmer – Vier- wie Zweibeiner stellten sich neuen Herausforderungen. Trotz starken Regens, was die Spurenaufnahme erschwert, zeigten alle Hund-Mensch-Teams, wozu sie in der Lage sind – wurden doch alle „vermissten“ Personen gefunden, sodass Spaziergänger nicht mit „Übriggebliebenen“ in Hecken, Gräben, Laubhaufen rechnen müssen.

Wer sich ebenfalls auf dieses besondere Erlebnis einlassen möchte, kann sich bei den Hot-Dogs Waldbrunn melden und erhält dann Infos und die Möglichkeit, einen der begehrten Workshop-Plätze bzw. in der Mantrail-Gruppe des Vereins zu sichern.

Infos im Internet:

www.hot-dogs-waldbrunn.de

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