Comenius-Schüleraustausch am GTO

Schueleraustausch

(Foto: pm)

Osterburken. (pm) Am Ganztagsgymnasium Osterburken fand in der Woche vom 13. bis 17. Mai 2013 der regelmäßige Comenius-Schüleraustausch im Rahmen des Projektes „What makes us europeans“ statt. In diesem Jahr wurde das Projekt in Osterburken unter dem Thema „Europa of Networks“ unter der Führung des Comenius-Teams Konstantin Kostadinow (Comenius-Koordinator) und Irene Knapp geplantt und erfolgreich durchgeführt.

Gäste der 65 deutschen Schüler waren junge Menschen aus Belgien, Holland, Italien und Schweden. Gleichzeitig waren 62 Neuntklässler des GTO zu Gast in diesen Ländern sowie in Polen. Sie wurden von Julia Hallanzy, Julia Hammer, Maren Schäfer, Oliver Schröder, Doreen Krause, Dirk Schneider und Susanne Winckel begleitet.

Die Gäste wurden mit ihren Gastgebern von Bürgermeister Jürgen Galm in der Römerstadt empfangen. Er erinnerte daran, dass das Thema Europa ein ganz wichtiges sei. Das Comenius-Projekt sei auch dazu da, dass man sich kennenlernt, sich austauscht und die Kulturen anderer Länder verstehen lernt.

Sieben Workshops

Die Arbeit in Osterburken wurde im Rahmen von sieben Workshops realisiert: „European Cooperation in Space Exploration“ (Sandra Eisele und Lars Rauss), „Network of Trade Routes: Salt“ (Andreas Nolte, Wolfgang Pleger und Gregor Hillenbrand), „The European Idea: Cultural Influences in Architecture explored on the basis of the Residence in Würzburg“ (Christian Langewellpott), „The Romans and Europe: Networks of Peoples, Borders“ (Andreas Link); „European Prejudices“ (Marina Wiznerowicz); International Chor (Georg Fischer) sowie „Model Construction: A Network of European Railways Connec-ting People“ (Dr. Hannes Illge).




Im Rahmen der Workshops fanden Exkursionen statt. Diese führten nach Heidelberg, Darmstadt, Speyer, Schwäbisch Hall und Würzburg. Die Teilnehmer des Theater-Workshops besuchten das Musical „Mamma Mia“ in Stuttgart. „Wir haben in den Arbeitsgruppen versucht, kulturhistorische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Netzwerke und Beziehungen zwischen den europäischen Völkern festzustellen, zu beschreiben und zu analysieren, indem diese aus historischer und gegenwärtiger Perspektive betrachtet wurden“, so die Verantwortlichen.

Sport und Musik

Der Mittwoch war dem Sport gewidmet: Unter der Leitung von Ernst Minninger, Annette Bommer, Daniel Modersohn, Daniel Kurfiss und Rolf Ehrle lieferten sich die Schüler aus fünf Nationen Wettkämpfe in Leichtathletik. Am Freitagnachmittag wurden die Ergebnisse der Workshops vor allen 130 Teilnehmern, Lehrern und Eltern vorgestellt. Zuvor hatte der internationale Chor unter der Leitung von Georg Fischer englische Pop- und Rocklieder präsentiert, die mit viel Beifall aufgenommen wurden; ebenso die Vorstellung des Theaterworkshops mit Leiterin Marina Wiznerowicz. Spät in der Nacht zum Samstag haben die internationalen Gäste die Heimfahrt angetreten. Zum Abschluss des Comenius-Projekts stellte Koordinator Konstantin Kostadinov fest: „Wir wollten mit diesem Projekt aufzuzeigen, dass wir Europäer mehr gemeinsame Merkmale haben als solche, die uns trennen. Diese werden uns zeigen, dass wir über eine gemeinsame europäische Identität verfügen, die uns geschichtlich, kulturell und politisch vereint, obwohl es viele nationalspezifische Unterschiede zwischen uns gibt.“

Im Rahmen des Projektes hatten die Schüler Informationen über ihren eigenen Lebensstil und den der anderen europäischen Schüler ihres Alters untersucht, ausgetauscht und verglichen. „Durch diese Herangehensweise hoffen wir, dass die Schüler während dieser Woche viele Gemeinsamkeiten unter sich als Europäer festgestellt haben, die über die trennenden Merkmale deutlich dominieren, und sie sich dadurch primär als Europäer identifizieren und ihre Vorurteile gegenüber anderen relativieren und abbauen können“, so Schulleiter Willi Biemer in einer abschließenden Bewertung.

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