„Schockanrufer“ erbeuteten Bargeld

Mosbach. Erneut ist es sogenannten „Schockanrufern“ gelungen am Sonntagabend einen fünfstelligen Bargeldbetrag von einer 74-jährigen Frau zu ergaunern. Ein russisch sprechender Mann rief bei der aus der ehemaligen Sowjetunion kommenden Frau an und gab sich als ihr Sohn aus, der schwer verletzt in einem Krankenhaus liege und aufgrund seiner Verletzungen kaum sprechen könne. Er habe einen Unfall verursacht, bei dem ein Mädchen schwer verletzt worden sei. Um nicht ins Gefängnis zu kommen, müsse er Geld bezahlen.
Anschließend übergab der Anrufer den Hörer an einen angeblichen Rechtsanwalt, der den Sachverhalt bestätigte und der Frau erklärte, dass gleich jemand zu deren Wohnung in der Straße „Kleines Flürlein“ komme um den erforderlichen bzw. zu Hause aufbewahrten Bargeldbetrag abzuholen. Hierbei verwickelte der „Rechtsanwalt“ die Frau so lange in ein Gespräch, bis ein Unbekannter an der Wohnungstür der Frau läutete und sich das Geld aushändigen ließ. Erst als der 74-Jährigen nach der Geldübergabe Zweifel kamen und sie telefonisch ihren Sohn erreichen konnte, der sich wohlbehalten in seiner Wohnung befand, stellte sie fest, dass sie das Opfer von Kriminellen geworden war und verständigte die Polizei. Die daraufhin sofort durchgeführte Fahndung blieb allerdings ohne Erfolg.




Bei dem Geldabholer handelte es sich um einen ca. 25-jährigen Mann mit kurzen dunklen Haaren. Er trug einen quergestreiften Pullover mit hell- und dunkelgrauen Streifen und blau/graue Jeans. Wem der Mann am Sonntag zwischen 19.00 Uhr und 19.30 Uhr im Bereich der Straße „Kleines Flürlein“ aufgefallen ist oder Hinweise geben kann wird gebeten sich bei der Kriminalpolizei Mosbach, Telefon 06261 8090, zu melden.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei eindringlich vor derartigen Anrufen, bei denen die Anrufer eine Notsituation im engsten Familienkreis vortäuschen und mit einer Geldforderung verbinden:

  • Bewahren Sie Ruhe
  • Gehen Sie nicht auf das Gespräch ein, bzw. legen Sie auf
  • Nehmen Sie von sich aus Kontakt zu Ihren Angehörigen auf
  • Händigen Sie kein Geld an Unbekannte aus – auch nicht wenn diese im Auftrag von angeblichen Angehörigen oder Rechtsanwälten handeln
  • Verständigen Sie sofort die Polizei

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