Mörschenhardt trotz Kälte und Regen

Mammutmaßnahme sorgt für deutliche Aufwertung

Pfarrer Bier segnet Moerschenhardt

Pfarrer Werner Bier lobt den Zusammenhalt der Bürger in Mörschenhardt und segnet die gelungene Baumaßnahme. (Foto: Liane Merkle)

Mörschenhardt. (lm) Mit Abschluss der Bauarbeiten zum Ausbau der Kreisstraße K3918 und der damit verbundenen Erneuerung der Ortsdurchfahrt Mörschenhardt sowie dem in Eigenregie entstandenen Kinderspiel- und Bolzplatz hatten die Mörschenhardter allen Grund zum Feiern. Und diese Feierlaune konnte Ihnen auch das Novemberwetter nicht vermiesen.

Zwar fielen Ponyreiten und Oldtimerausstellung regelrecht ins eiskalte Wasser und die Outdoor-Veranstaltungen konnten nicht wirklich als Renner bezeichnet werden, doch die Kaffeebar in der Schule und das beheizte Festzelt waren schon kurz nach dem offiziellen Teil sehr gut besucht und wurden bis zum späten Abend nicht leer. Doch zunächst klappten Bevölkerung und zahlreiche Gäste, darunter Altbürgermeister Wilhelm Schwender, F. Möller vor der Joachim und Susanne Schulz-Stiftung und die Ortvorsteher der Gesamtgemeinde, die Regenschirme auf, zur Übergabe der neu gestalteten Ortsdurchfahrt durch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Baudirektor Dipl.-Ing. Werner Rieger an Ortsvorsteher Wendelin Schäfer in Vertretung der Dorfgemeinschaft und zur Weihe des neuen Spielplatzes durch Pfarrer Werner Bier.




In den Grußworten des Bürgermeisters wurde die Chronik der Baumaßnahme deutlich, die ihren eigentlichen Anfang 1987 hatte in Zusammenhang mit der Entscheidung, den Ortsteil an die Abwasserentsorgung der Gemeinde anzuschließen. Das und bestimmte Provisorien wurden vorab auch umgesetzt, doch der Mammutanteil wurde 2010 beschlossen als sich der Kreistag entschieden hatte, die Kreisstraße Donebach-Mörschenhardt in den Haushalt aufzunehmen. Das Adelsheimer Ingenieurbüro Sack & Partner hat parallel Ober- und Unterflurarbeiten, Wasserversorgung, Geschieberückhaltestation am Pumpwerk Mörschenhardt und eine neue Wasserleitung zum Löschwasserbehälter in der Preunschener Straße geplant. Und ab Mitte 2011 wurde die Maßnahme dann in der Rekordzeit von knapp 12 Monaten unter intensiver Abstimmung zwischen dem Fachdienst Straßen des Landratsamtes, der Gemeinde Mudau mit Gemeinderat und Verwaltung – hier vor allem Harald Grimm und Christoph Müller, dem Ing.-Büro Sack und Partner, der Bau ausführenden Firma Leonhard Weiss sowie der geduldigen und kooperativen Bevölkerung durchgezogen.

„Dabei konnten durch so manche Veränderung der Planungen und Trassenverläufe Verbesserungen erzielt werden, die im Endeffekt sogar zu Kostenreduzierungen geführt haben“, betonte Dr. Rippberger. Vor allem Dankbarkeit bestimmte den Festakt – darüber, dass die Mammutmaßnahme unfallfrei über die Bühne ging, dass Mörschenhardt eine deutliche Aufwertung erfahren durfte, dass sich die Haus- und Grundbesitzer mit eigenen Mitteln und Engagement eingesetzt hatten, dass Landkreis und Wasserwirtschaft Fördermittel bereit gestellt und die Schulz-Stiftung so großzügig den neuen Spielplatz bezuschusst hatten.

Glücklich über die unübersehbare Ortsbild- und Lebensverbesserung in Mörschenhardt zeigte sich auch Ortsvorsteher Wendelin Schäfer, der den gelungenen Kinderspiel-, Bolz- und Erholungsplatz als Tüpfelchen auf dem I sah und seiner Dorfgemeinschaft und dem Bauhof der Gemeinde für die tatkräftige Umsetzung, den Sponsoren für die finanzielle Unterstützung dankte. Dipl,.Ing. Werner Rieger vom Fachdienst Straßen des Landratsamtes hob hervor, dass Mudau in den letzten Jahren Investitionsschwerpunkt in Sachen Verkehrssicherheit gewesen sei. Das Land habe sich um den Straßenzug Buchen-Mudau und Schloßau gekümmert, der Neckar-Odenwald-Kreis habe nun rd. eine Million in die K3918 investiert, um einen gefahrlosen Begegnungsverkehr sicher zu stellen. Weitsichtig habe man für die künftige Breitbandnutzung entsprechende Leerrohre verlegt.

Und so richtig feierlich wurde der Festakt durch die kirchliche Weihe von Straße und Spielplatz, die Pfarrer Werner Bier vornahm. Er betonte dabei, wie wichtig das Zusammenwirken der Dorfgemeinschaft sei und wie stark er selbst den Zusammenhalt der Mörschenhardter Bürger erlebt habe. So habe er bei der Vorab-Besichtigung des Spielplatzes von einem Mädchen erfahren: „Ich hole jetzt die anderen Kinder, damit wir zusammen spielen können“, was bei dem großzügigen Bolzplatz und dem Spielplatz mit phantasievollem Klettergerät, Schaukel, Rutsche und Federtieren besonders viel Spaß machen werde. Schön sei auch, dass sich die Erwachsenen an Tisch und Bänken hier treffen könnten.

Mit einem Dank an alle, die zum Gelingen der Baumaßnahmen und der Feierlichkeiten beigetragen hatten, leitete Ortsvorsteher Wendelin Schäfer über zum großen Dorffest der Mörschenhardter unter musikalischer Begleitung der Mudauer Trachtenkapelle mit Dirigent Ralph Müller und Aktionen von Jugendfeuerwehr und GEO-Park, mit Ausstellung von Holz-Bastelarbeiten, Fotos und Filmvorführung sowie dem gut angenommenen Kinderschminken und natürlich lecker Essen und Trinken. 

Neuer Spielplatz fuer jung und alt

Der neue Spielplatz als Begegnungsstätte für kleine und große Mörschenhardter. (Foto: Liane Merkle)

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