Alois Gerig fordert Energiewende mit Augenmaß

„Mittelstand darf nicht zum Verlierer werden“

NZ 2013 05 29 AG bei Eisengiesserei

Unser Bild zeigt von links: Dietrich Beck, Sigrid Röth-Ehrmann, Hans-Georg Ehrmann, Norbert Johnen, MdB Alois Gerig. (Foto: pm)

Mosbach. (pm) Zum politischen Gespräch traf sich Bundestagsabgeordneter Alois Gerig mit den Geschäftsführern der Georg Röth Eisengießerei GmbH & Co. KG, Hans-Georg Ehrmann und Sigrid Röth-Ehrmann, dem Betriebsleiter Dietrich Beck sowie dem Geschäftsführer von Südwestmetall Rhein-Neckar, Norbert Johnen.

Die 1890 gegründete familiengeführte Eisengießerei im Mosbacher Stadtteil Neckarelz stellt hochwertige  Gussprodukte her,  wie sie  z. B. im  Maschinenbau, der Antriebstechnik und im Pumpenbau benötigt werden.  Leider hat das mittelständische Unternehmen mit einigen Faktoren zu kämpfen, weshalb man MdB Alois Gerig zur Diskussion einlud.




Die Wettbewerbsverzerrungen der Branche im Inland und europäischen Ausland sowie die ständige Suche nach Auszubildenden stellen das Unternehmen vor große Herausforderungen. Es sei schwer, überhaupt noch junge Leute für eine Ausbildung zu interessieren. Die Firma Röth lege großen Wert auf eine qualifizierte Ausbildung mit Zukunft.  Man versuche dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken und nehme so die soziale Verantwortung wahr. „Seit vielen Jahren werden bei uns Gießereimechaniker, Technische Modellbauer sowie Maschinen- und Anlagenführer ausgebildet“, so Geschäftsführer Hans-Georg Ehrmann.

Vor allem aber mache dem Unternehmen der rasante Anstieg der Energiekosten zu schaffen. Dies sei für die stromintensive Gießerei  unter Umständen existenziell, betonte Ehrmann.

Lediglich in Italien sei der Industriestrom teurer als in Deutschland. Im europäischen Ausland profitiere die Branche von zum Teil deutlich niedrigeren Strompreisen. Sorge bereite die immer weiter steigende EEG-Umlage. Von niedrigeren Strompreisen an der Börse bzw. satten Rabatten, wie sie die Großindustrie erhalte, könne der Mittelstand nur träumen. Realität sei ein Jahresvertrag mit festen Grundpreisen bei den Stadtwerken Mosbach, erklärte Sigrid Röth-Ehrmann.

Das Problem habe die Bundesregierung bereits erkannt und arbeitet derzeit intensiv an Nachbesserungen beim EEG, so Alois Gerig. Ziel müsse die Energiewende mit Augenmaß sein, sie könne nicht auf dem Rücken mittelständischer Unternehmen ausgetragen werden. Gerade der Mittelstand sei enorm wichtig für den Ländlichen Raum und unsere Region. Er werde alles dafür tun, um die wirtschaftliche Situation stabil zu halten, es gehe um die Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze, und somit um Wohlstand und Zukunft unserer Heimat, so Gerig.

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