775 Jahre Reichenbach – Seckach feiert mit

Symbolbild - Sonstiges

MarktplatzReichenbach

Der schmucke Reichenbacher Marktplatz erinnert mit seinen historischen Fassaden an die große Vergangenheit der Stadt und wird einer der Schauplätze des Reichenbacher Stadtfestes sein. (Foto: pm)

Seckach/Reichenbach. (pm) „Mein Reichenbach im Lausitzer Land, dir bleibe ich immer zugewandt“. So wird man es Ende Juni wieder hören, wenn die Stadt an der alten mittelalterlichen Handels- und Heeresstraße „via regia“ von Kiew nach Santiago de Compostela ihr 775-jähriges Bestehen feiert. Der Refrain des Reichenbacher Heimatliedes drückt aus, dass hier ein bodenständiger Menschenschlag beheimatet ist, der seine Heimat quer durch alle Stürme der Geschichte geliebt, gehegt und gepflegt hat.

Gleich mit einer ganzen Festwoche (20. – 30. Juni) soll deshalb daran erinnert werden, dass die urkundliche Ersterwähnung Reichenbach aus dem Jahre 1238 stammt, denn zu Beginn des 13. Jahrhunderts haben die böhmischen Könige als Landesherren in ihren Lausitzer Besitzungen planmäßig städtische Ansiedlungen entlang dieser Straße gegründet und hierzu gehörte auch Reichenbach.

Freilich brachte die Lage an einer so bedeutenden Magistrale nicht nur Vorteile mit sich. Insbesondere zu Kriegszeiten sorgten kleinere und größere Gefechte, Einquartierungen und Brandschatzungen für große Not und da half es auch nichts, dass Napoleon mehrmals in Reichenbach Quartier nahm. Spätestens nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 zahlte es sich aber aus, dass die Reichenbacherinnen und Reichenbacher schon von alters her so hautnah am Weltgeschehen teilhaben konnten, denn seit dieser Zeit begründeten sie innerhalb Deutschlands, in Europa, aber auch weltweit zahlreiche freundschaftliche Kontakte. Einer der bekanntesten Reichenbacher Söhne ist zweifelsohne Ludwig Eduard Nollau (1810 – 1869), der 1837 nach Amerika auswanderte und dort Lutheraner und Reformierte zur unierten Kirche (UCC) zusammenführte.




Heute pflegt Reichenbach mit dem rührigen Bürgermeister Andreas Böer an der Spitze dorthin ebenso intensive Kontakte wie im Rahmen der EUROKOMMUNALE zu zahlreichen europäischen Städten und Gemeinden, darunter die beiden unmittelbaren Partnerkommunen Karpacz (Polen) und Seckach. Auch in Seckach freut man sich daher schon sehr auf diese Jubiläumsfeierlichkeiten, welche zunächst vom 20. – 23. Juni das 8. EUROKOMMUNALE-Treffen beinhalten werden. Das diesjährige Thema lautet: „Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe“, weshalb die Teilnahme vor allem den Angehörigen der in den jeweiligen Ländern bestehenden Hilfsorganisationen vorbehalten bleibt.

Richtig los geht´s dann aber auch für alle anderen Seckacher am Freitag, 28. Juni, mit dem eigentlichen Stadtfest. Am Freitagabend bietet das große Festzelt auf dem Marktplatz einen Treffpunkt für Jungendliche und alle Junggebliebenen an. DJ „DeDe“ aus Berlin legt an diesem Abend „heiße Scheiben“ auf und wer es etwas ruhiger mag, kann zur gleichen Zeit die Oldie-Disco in der Kleingartenanlage besuchen.

An den beiden darauf folgenden Festtagen wird auf den Bühnen, im Festzelt am Markt und auf dem Kirchplatz ein buntes Rahmenprogramm für viel Unterhaltung und Abwechslung sorgen, darunter auch Angebote aus den Reichenbacher Partnerkommunen. Zu sehen ist u.a. die größte Holzspielsammlung Europas und am Sonntag eine Riesen-LEGO-Stadt im Via-Regia-Haus. Aus dem Samstagsprogramm ragt vor allem die Präsentation der Privilegierten Schützengesellschaft Reichenbach und Umgebung 1430/ 1685 e.V. anlässlich des 20. Jahrestags ihrer Neugründung mit Ehrungen und einem Konzert des Spielmannszuges hervor. Außerdem ist ein zünftiger Tanzabend mit der Partyband „Jolly Jumper“ (die Party-Band der Lausitz) und dem Sänger  Roland-Kaiser-Double „Anthony“ aus Dresden angekündigt, ehe der „Festmarathon“ am Sonntag, 30. Juni, mit einem Familiengottesdienst fortgesetzt wird. Auch an diesem Tag ist wieder buntes Markttreiben angesagt und darüber hinaus wird das Chöre-Treffen der Vertriebenen im Freistaat Sachsen zusätzlich viele hundert Besucher anlocken. Am Abend endet der Festmarathon dann mit einem Konzert der Gruppe „Colour the sky“.

Die Gemeinde Seckach nimmt das Reichenbacher Stadtfest zum Anlass, in der Zeit von Fr., 28. Juni – Mo., 01. Juli, die mittlerweile 26. Partnerschaftsbegegnung durchzuführen. Zusätzlich zum Reichenbacher Stadtfest ist darüber hinaus eine Stippvisite in Görlitz geplant und auf der Hin- bzw. Rückfahrt gibt es Zwischenstopps in Dresden und Bamberg. In bewährter Art und Weise soll die Unterbringung wieder weitgehend in Privatfamilien erfolgen. Für Teilnehmer, die keine private Unterkunft wünschen, stehen selbstverständlich auch günstige Unterkünfte in Beherbergungsbetrieben zur Verfügung, wobei die Kosten hierfür dann selbst zu bestreiten sind. Außerdem wird für die Busfahrt ein Unkostenbeitrag in Höhe von 60 Euro erhoben; hierfür erfolgt zu gegebener Zeit eine separate Anforderung.

Anmeldungen zu dieser Fahrt sind noch möglich und sollten deshalb schnellstmöglich an Sonja Bartholme im Rathaus Seckach (Tel. 06292/ 9201-0 oder bartholme@seckach.de ) gerichtet werden.

Infos im Internet:

www.reichenbach-ol.de

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1 Kommentar

  1. Schön,dass diese Partnerschaft mit Seckach so lange und intensiv zwischen den beiden Städten und Vereinen besteht und Alle bereichert.

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