Bürgermeister-Check Höpfingen – Demografischer Wandel?

Buergermeister Check Hoepfingen

Wer herrscht künftig „über“ Höpfingen? Erhält Amtsinhaber Ehrenfried Scheuermann (li.) erneut das Vertrauen der Höpfinger? Oder wird Herausforderer Adalbert Hauck (re.) neues Gemeindeoberhaupt „Quetsche“-Dorfs. Auf keinen Fall ins Rathaus einziehen will Nein-Sager Michael Eckhardt, der den Wähler lediglich die Möglichkeit bieten will, die anderen Kandidaten abzulehnen. (Luftbild Höpfingen: Fritz Geller-Grimm/CC-BY-SA 3.0/Kandidatenfotos: privat)

Höpfingen. Am 16. Juni wählen die Bürger der 3.084 Einwohner großen Gemeinde Höpfingen ihren Bürgermeister. Zur Wahl stehen der 61-jährige Amtsinhaber Ehrenfried Scheuermann, der seit 24 Jahren die Geschicke des „Quetsche“-Dorfs leitet, sowie der 46-jährige Konrektor Adalbert Hauck. Eine Nein-Alternative will Michael Eckhardt (47) bieten, der im Falle einer Mehrheit die Wahl nicht annehmen will.  Sollte im ersten Wahlgang kein Bewerber die erforderliche absolute Mehrheit erreichen, müssen die Wahlberechtigen am 30. Juni ein weiteres Mal an die Urne.

Damit sich die Wählerinnen und Wähler ein Bild von den jeweiligen Person und deren Positionen machen können, haben wir einen Fragenkatalog entwickelt, mit dem wir alle potenziellen Rathauschefs einem Bürgermeister-Check unterziehen.

Da wir von Nein-Sager Michael Eckhardt nur eine Antwort auf alle Fragen bekommen haben, werden wir seine Antwort ab der zweiten Frage immer als letztes aufführen, die anderen Bewerber im Wechsel.

Zum Auftakt durften die Kandidaten erläutern, warum genau sie der richtige Bürgermeister für Höpfingen sind. Anschließend ging es um die Gemeindefinanzen. Nachdem wir gestern die Wirtschaftskompetenz der Kommunalpolitiker prüften, geht es heute um den Demographischen Wandel.




4. Der demographische Wandel betrifft Höpfingen ebenso wie andere Gemeinden im Ländlichen Raum. Laut der Prognose des Statistischen Landesamts werden 2021 – also am Ende ihrer achtjährigen Wahlperiode weniger Menschen als heute in Höpfingen leben. Auch innerhalb der Alterspyramide soll es Verschiebungen geben. Während die unter 20-jährigen zurückgehen, steigt der Anteil älterer und alter Menschen auch absolut, sodass Höpfingen eine Seniorengemeinde zu werden droht. Wie wollen Sie diesem Trend begegnen und damit die Prognose umkehren bzw. was werden Sie unternehmen, um den alternden Bürgern gerecht zu werden? Was tun Sie für junge Menschen? Was macht Höpfingen attraktiv?

Adalbert Hauck: Höpfingen befindet sich heute schon im Wandel mit zurückgehenden Einwohnerzahlen. Höpfingen entwickelt sich immer weiter zu einer Wohngemeinde, d.h. zur Arbeit und zur Schule fahren die meisten Einwohner bereits auswärts; die freie Zeit wird jedoch in Höpfingen verbracht. Dafür gilt es das Angebot zum einen zu erhalten und weiter auszubauen. Das Ziel des Erhaltes unseres Schwimmbades wird allen Lebensaltern zum Nutzen gedeihen. Aber auch für junge Familien muss es attraktive Angebote der Kinderbetreuung geben. Dies gilt es weiter auszubauen und nicht zu verringern.

Ziel kann es aber auch sein, ehemalige Höpfinger nach Ihrem aktiven Arbeitsleben wieder zurück nach Höpfingen zu holen, so dass zumindest teilweise der Bevölkerungsrückgang verlangsamt werden kann. Gleichzeitig bringen diese Menschen aber auch einen unschätzbaren Wert an Kompetenzen nach Höpfingen und Waldstetten, den es zu aktivieren gilt.

Besonderes Augenmerk gilt auch den Vereinen mit ihrer hervorragenden und erfolgreichen Arbeit, als unseren Stützen und Kulturträgern des Gemeindelebens. Sie gilt es weiterhin zu fördern und zu unterstützen.


Ehrenfried Scheuermann: Junge Familien wollen wir mit einem attraktiven Wohnumfeld, mit verschiedenen kommunalen Fördermöglichkeiten  und mit unseren vorbildlichen Vereins- und Freizeitangeboten für unsere Gemeinde begeistern. Highlight ist neben den vorbildlichen Vereinsleben vor allem unser Familienbad.

Wer nach Höpfingen oder Waldstetten kommt, der wird hier mit offenen Armen aufgenommen. Das ist unser großes Plus, dafür sind wir bekannt. Dieses „Image“ will ich wie bisher auch in Zukunft nachhaltig pflegen.


Michael Eckhardt (eine Antwort für alle Fragen): Als Kandidat der NEIN!-Idee stelle ich den wahlberechtigten Menschen die Möglichkeit zum NEINsagen zur Verfügung für den Fall, dass sie keinen der anderen Kandidaten wählen und trotzdem der Wahl nicht fernbleiben möchten. Die NEIN!-Idee versteht sich als Alternative, deren bisheriges Fehlen einer der Gründe für die häufig bemängelte geringe Wahlbeteiligung ist. Mit der NEIN!-Idee gibt es endlich eine Möglichkeit, seinen Unmut wie auch seine Ablehnung mit dem gleichen Stimmgewicht wie die Wähler der anderen Kandidaten zu versehen. Es kann schließlich nicht sein, dass Menschen der Wahl fernbleiben, weil die Kandidaten den Wählern unter Umständen nicht zusagen.

Kurz: Selbst wenn ich die Mehrheit der Wählerstimmen auf mich vereinigen kann, werde ich die Wahl nicht annehmen. Meine Vorgehensweise ist durch die freiheitlich-demokratische Grundordnung vollumfänglich gedeckt. Sie wirkt nur deshalb etwas befremdlich, weil es bisher diese Möglichkeit in Form einer Partei nicht gab.


Der Bürgermeister-Check im Überblick:

  1. Bürgermeister-Check Höpfingen – Warum Sie?
  2. Bürgermeister-Check Höpfingen – Mit welchem Geld?
  3. Bürgermeister-Check Höpfingen – wie wirtschaften?

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