Herbert Münkel feiert 65. Geburtstag

Herbert Muenkel

(Foto: Liane Merkle) 

Schloßau. (lm) An seinem 60. Geburtstag kreierte Herbert Münkel den Satz: „Ich habe nichts in meinem Leben wirklich geplant, aber es hätte nicht besser kommen können“. Und genau diese Zufriedenheit strahlt der Schloßauer Ortsvorsteher auch an seinem 65. Geburtstag aus, den er am heutigen Montag im Kreise unzähliger Freunde feiern kann.

Als er vor ca. neun Monaten als Gewerbeschullehrer in den wohlverdienten Unruhestand ging, konnte er noch nicht ahnen, dass ihn schon kurz darauf seine vorher kerngesunde Mutter sehr viel mehr brauchen würde. „Ich habe Glück gehabt“, ist er mit seinem privaten Lebensweg ebenso zufrieden wie mit seinem beruflichen oder mit seinem Lebensumfeld in Schloßau/Waldauerbach. „Ich liebe die Geselligkeit in den Vereinen und am Stammtisch.

Besonders imponiert mir die Kreativität der Bevölkerung und der örtlichen Vereine und Gruppierungen bei der Gestaltung des öffentlichen Lebens in unserem Ortsteil, es ist einfach immer irgendetwas los.“

Er ist Schloßauer mit Leib und Seele, und hoch motiviert, wenn es darum geht, für seinen Heimatort etwas durchzusetzen. Hier besuchte Herbert Münkel die Volksschule und wuchs in der Backstube des Großvaters und dem Lebensmittelgeschäft von Mutter Emma auf. Drei Jahre Höhere Handelsschule in Walldürn schloss er mit der Mittleren Reife ab, bevor er sich aus freien Stücken in der Walldürner Bäckerei Trunk von 1963 bis 66 zum Bäcker ausbilden ließ und dort weitere fünf Jahre als Geselle arbeitete. 1972 legte er in der heutigen Akademie des Bäckerhandwerks in Weinheim die Meisterprüfung ab und entschloss sich zum Schritt in die Selbständigkeit.

1974 begann der Neubau seiner Bäckerei in Schloßau, die ein Jahr später eröffnet wurde. Fast zeitgleich begann seine Tätigkeit als Nebenlehrer für Bäckerei an der Zentralgewerbeschule. Er gehörte sehr schnell zu den beliebten Lehrkräften, von denen die Lehrlinge sich gerne was sagen lassen. Doch bevor er 1979 als hauptamtlicher Lehrer für Bäckerei-, Konditoreifachverkäuferinnen und Bäcker an der Zentralgewerbeschule Buchen beginnen konnte, musste er selbst eine einjährige Weiterbildung in Karlsruhe bewältigen und den Fortbestand seiner eigenen Bäckerei in Schloßau sichern.




Doch Herbert Münkel liebt Herausforderungen im Beruf und bei seinen ehrenamtlichen Aufgaben als Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss der Bäckerinnung Buchen oder im Meisterprüfungsausschuss für Bäcker der Handwerkskammer Mannheim oder bei seinen Hobbies, die neben der Musik auch Tennis und natürlich Kommunalpolitik abdecken. Dem örtlichen Musikverein gehört er seit 1961 als Klarinettist und B-Tenorsaxophonist an. Verantwortung hat er hier als Beitragskassier, Notenwart und Ausbilder, vor allem aber seit 1986 als 1. Vorsitzender übernommen. In dieser Zeit sah er im Verbandmusikfest 1988, in einer CD-Produktion, der Verleihung der Pro-Musica-Plakette und dem Bezirksmusikfest 2002 und zuletzt in der Europameisterschaft der Böhmischen Blasmusik grundlegende Ziele der Vereinsführung.

Als jüngstes Steckenpferd gibt er im Rahmen der Kooperation Schule-Verein einmal die Woche ehrenamtlich Klarinettenunterricht in der Schule. Wie bei der Musik sieht er auch beim Tennis besondere Schwerpunkte in der Jugendarbeit. Die Tennisabteilung des FC Schloßau gründete er 1987 zusammen mit Gleichgesinnten und von Anfang an war er als Abteilungsleiter maßgeblich für den Erfolg dieser Abteilung, auch am Bau der zwei Plätze bei der Sportanlage des FC verantwortlich. Im letzten Jahr feierte die TC-Abteilung ihr 25-jähriges Jubiläum. Die dritte Leidenschaft von Herbert Münkel gehört der Kommunalpolitik, die er seit 1999 als Kreisrat im Neckar-Odenwald-Kreis und seit 2004 als Ortsvorsteher im Mudauer Ortsteil Schloßau/Waldauerbach auslebt.

Letzteres war ihm noch nie eine Mühe, sondern eher ein Bedürfnis. Wobei er es absolut toll findet, dass endlich die Straße nach Mudau als Schmuckstück zu sehen sei. Genossen habe er in diesem Zusammenhang Organisation und Durchführung des Bürgerfestes auf Gemarkungsgrenze zusammen mit dem Mudauer Ortsvorsteher Schork. Und natürlich waren auch der Ausbau der Mörschenhardter Straße, die Neugestaltung der „Saugasse“ sowie die Umsetzung der schnellen Datenautobahn  Highlights während seiner bisherigen Amtszeit. Sorgen macht ihm nur ein Punkt in seinem Heimatort, und das ist die allgemeine Akzeptanz der örtlichen Infrastruktur: „Wenn das örtliche Angebot nicht mehr genutzt wird, blutet der Ort aus“. Was auf Kindergarten und Schule genauso zutrifft wie auf Kirche, ärztliche Versorgung oder Gewerbe.

Seine Weitsicht wird auch in weiteren Ehrenämtern deutlich. So begleitet er den Schul- und Kulturausschuss sowie den Aufsichtsrat der Neckar-Odenwald-Kliniken, ist Schriftführer im BdS Mudau und Aufsichtsratsmitglied bei der Volksbank Franken. Den sicherlich zahlreichen Glückwünschen zum heutigen Geburtstag schließt sich NOKZEIT mit den besten Wünschen – vor allem für Gesundheit – gerne an. 

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