Regionaler Schulentwicklungsplan für Eberbach

Die Stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Charlotte Schneidewind-Hartnagel empfängt im Wahlkreisbüro in ihrem Heimatort Eberbach den Vorstand des Elternbeirats des Hohenstaufen-Gymnasiums. MdL Schneidewind-Hartnagel: „Die Schullandschaft verändert sich. Ich sehe unsere Aufgabe darin, diese Veränderung bewusst zu gestalten.“


Das Bild zeigt von links: MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel, stellvertretenden Vorsitzender Eckart Greif, 1. Vorsitzende Christiane Hirsch-Jung, stellvertretende Vorsitzende Anja Braunsberger, stellvertretende Vorsitzende Renate Dengel und 2. Vorsitzender Dietmar Lamprecht. (Foto: pm)

Eberbach. (pm) Auch als ehemalige langjährige Elternbeiratsvorsitzende am Eberbacher Hohenstaufen-Gymnasium, nahm sich die grüne Landtagsabgeordnete Charlotte Schneidewind-Hartnagel sehr gerne Zeit, dem derzeitigen Vorstand persönlich auf den Brief zu antworten, mit dem sich der Elternbeirat an die Regierungsabgeordneten in der Region gewand hatten. Man traf sich dazu im Grünen Büro in der Oberen Badstraße um einige Punkte der Bildungspolitik im allgemeinen und spezielle Anliegen des HSG zu besprechen.

So äußerte der Vorstand die Befürchtung, dass Lehrerstellen durch Pensionierung wegfallen und nicht mehr nachbesetzt werden könnten. Auf genaue Nachfrage der Abgeordneten stellte sich heraus, dass dem Elternbeirat noch keine genauen Zahlen über wegfallende Deputatsstunden und Lehrerzuweisungen vorlagen und diese jetzt nachgefragt werden. Schneidewind-Hartnagel zeigte sich aber schon im Vorfeld bereit, beim Regierungspräsidium Karlsruhe, das für das Eberbacher Gymnasium verantwortlich zeichnet, mit den konkreten Zahlen nachzufragen und sich für schnelle Hilfe einzusetzen.

Der Klage des Elternbeiratsvorsitzenden Vorsitzenden Dietmar Lamprecht, dass die Politik doch nicht am wertvollsten einer Gesellschaft, nämlich den Kindern und deren Ausbildung, sparen dürfe, gab Schneidewind-Hartnagel inhaltlich recht, dennoch sei man auch der Haushaltskonsolidierung unterworfen und es müssen mit Augenmaß strukturelle Einsparungen möglich sein.



Die Anmerkung von Elternbeirätin Hirsch-Jung, dass der Wegfall der bindenden Grundschulempfehlung zu einer negativen Veränderung bei der Schülerzusammensetzung und damit zu einer Niveauabsenkung am HSG geführt habe, wollte Schneidewind-Hartnagel so nicht stehen lassen. Sie gab dabei zu bedenken, dass Baden-Württemberg das letzte Bundesland gewesen sei, dass die bindende Grundschulempfehlung überhaupt noch gehabt habe. Bildungsgerechtigkeit und das Loslösen des Schulerfolgs vom Bildungshintergrund der Eltern habe höchste Priorität der grün-roten Landesregierung.

Schneidewind-Hartnagel: „ Bildungsgerechtigkeit heißt aber nicht, da steht ein Kirschbaum und ihr dürft euch alle pflücken, sondern bedeutet, dass ich den Kleinen dafür eine Leiter gebe.“ Um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden, fördere die grün-rote Landesregierung daher den Ausbau der Ganztagsschulen, die mit mehr Mitteln und Deputatsstunden ausgestattet werden. Schneidewind-Hartnagel: „De facto ist das G8 mit seinen Unterrichtszeiten bereits eine Ganztagsschule, allerdings mit schlechter Ausstattung. Ein Ganztagsgymnasium mit mehr finanziellen Mitteln und höherer Deputatszuweisung garantiere den Schülerinnnen und Schülern mehr qualifizierte Übungsstunden und dreimal wöchentlich hausaufgabenfertiger Unterricht bist 16 Uhr. Die Rahmenbedingungen würden sich für den einzelnen Schüler kaum ändern, dafür aber die Qualität seiner Schule.“

Langfristig sei es wichtig gemeinsam mit dem Schulträger und Vertretern des Regierungspräsidium sowie des Staatlichen Schulamtes Gespräche zu führen wie die Schullandschaft in Eberbach aussehen soll. Eine regionale Schulentwicklungsplanung sei hier nach Schneidewind-Hartnagel dringend erforderlich. Der demografische Wandel wird ein Umdenken erzwingen: „Die Schullandschaft wird sich verändern, ob alle das wollen oder nicht. Ich sehe unsere Aufgabe darin, diese Veränderung bewusst zu gestalten. Bislang wurde in Schularten gedacht. Dies wollen wir nun auf Abschlüsse auslegen. Durch eine nachhaltige und zukunftsfähige regionale Schulentwicklungsplanung wollen wir sicher stellen, dass jedes Kind einen ihm gemäßen Schulanschluss in erreichbarer Nähe zur Verfügung hat. Langfristiges Ziel der grün-roten Landespolitik ist das Zwei-Säulen-Modell aus Gemeinschaftsschule und Gymnasium“, so Schneidewind-Hartnagel.

Gerade im Ländlichen Raum stärkt eine regionale Schulentwicklungsplanung den Standort und macht ihn für Familien mit Kindern attraktiver und zukunftssicher, gab Schneidewind-Hartnagel zu bedenken. Dem stimmte auch der Elternbeiratsvorstand zu.
Abschließend dankten die Vorstände der Abgeordneten für Ihr schnelle und unkomplizierte Bereitschaft sich den Sorgen der Eltern zu stellen und ihr Unterstützung zuzusichern.

Schneidewind-Hartnagel: „Ich kann es vielleicht nicht allen Recht machen aber ich will es für alle gut machen. Wir bleiben im Gespräch und ich stehe jederzeit für Fragen zur Verfügung.“

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