Waldolympiade mit Naturmaterialien

Seckach feierte Tag der Umwelt

Umwelt0612 003

(Foto: Liane Merkle)

 

Seckach. (lm) „Das war unseres – und es hat gehalten“, dieser freudige Aufschrei einer jungen Soldatin bezog sich auch ein rohes Ei, dass sie zusammen mit ihren beiden neuen kleinen Kindergartenfreunden im Rahmen einer Waldolympiade mit Naturmaterialien so gut verpackt hatte, dass es einen Sturz aus drei Metern Höhe überstand. Damit gehörte es zu einer absoluten Minderheit der „Flugeier“.

Dem vorausgegangen war ein interessanter „traditionelle Tag der Umwelt“, der in Seckach traditionell von der Walldürner Patenschaftseinheit zusammen mit einem der örtlichen Kindergärten gefeiert wird. Diese Veranstaltung hat sich in der seit 25 Jahren bestehenden Patenschaft mit dem Walldürner Logistikbataillon 461 am besten gehalten. Neben gegenseitigen Besuchen und wenn nötig auch Hilfsaktionen – hier führte Bürgermeister Thomas Ludwig das Hochwasser Anfang der 90-er Jahre an. Die aktuelle Hochwasserkatastrophe an der Elbe hat dann auch die Teilnahme von Soladatinnen und Soldaten am Seckacher Umwelttag auf 17 reduziert, die am Morgen mit Stabsfeldwebel Jörn Fuhry von Bürgermeister Ludwig und Revierförster Armin Walzel an der Seckacher Grillhütte begrüßt wurden.




Eine ausführliche Exkursion durch den Seckacher Gemeindewald schloss sich an, bei der die Teilnehmer über die Istzahlen der 767 Hektar großen forstlichen Betriebsfläche, die im Naturpark Neckartal-Odenwald auf 20 Distrikte verteilt ist, informiert wurden: 38 Kilometer Fahrwege und 3 Grillhütten, Zertifizierung, drei Waldarbeiter, Maschinenpark und Menschen. Armin Walzel erläuterte die „Waldinventur“  sowie Forsteinrichtung und Betriebsergebnis, aber auch beispielsweise die Waldbewirtschaftung im „Wilden Büschle“ mit seinen tonigen Schichten im Unterboden oder das Feuchtbiotop „Sausudde“ bzw. die Durchforstung des Douglasien-Bestands mit Harvester.

Von besonderem Interesse war dabei für die Soldatinnen und Soldaten sicher die Durchforstungs-Übung unter der Motto-Frage: „Wofür braucht der Förster die Sprühdose?“ Wobei sie unter Anleitung von Förster Walzel Zukunftsbäume, ausscheidenden Bestand und Rückegassen markierten und gleichzeitig die Waldolympiade mit den Kindern am Nachmittag vorbereiteten. Sieben Stationen mussten rund um die Grillhütte eingerichtet werden, die neben einer „Hängebrücke, Pirschpfad, Schatzsuche, Baumtelefon, Flussüberquerung, Eier verpacken und Barfußpfad ermöglichten.

Als dann nach dem Mittagessen Kindergartenleiterin Gabriele Schmitt zusammen mit Rebecca Hauk, Gaby Mayer und 34 Kindern die „Grillhütte stürmten“, war die Patenschaftseinheit bestens gerüstet und die Freundschaften wurden schnell geschlossen. Die vertrauensvolle Offenheit der Kinder gegenüber den Soldaten erstaunt diese jedes Jahr  wieder auf das Positivste und bei den Spielen haben die Großen mindestens ebenso viel Spaß wie die Kleinen. Wobei sie aber auch jedes Jahr wieder feststellen, wie anstrengend „Kindsein“ ist und am Abend nach „Eiertest“ und gemeinsamen Essen, dass Elternbeirat und Bundeswehr zusammen organisiert hatten, waren vermutlich alle Beteiligten nach diesem wunderschönen Tag gleichermaßen „platt“. 

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: