Jubiläumsfeier der SPD Neckar-Odenwald

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(Foto: pm)

Haßmersheim. (pm) Hoher Besuch in Haßmersheim: Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Haßmersheim trafen sich die Mitglieder der umliegenden Ortsvereine Hüffenhardt, Aglasterhausen, Neunkirchen, Obrigheim und Schwarzach am Montag, dem 03. Juni im Haus Rogate zu einer Ehrungsfeier lang gedienter Genossen.

Aus diesem Anlass hielt Katja Mast, Generalsekretärin der SPD Baden-Württemberg, eine Festrede und überreichte 5 Mitgliedern die Willy-Brandt-Medaille , der höchsten Auszeichnung für engagierte Sozialdemokraten. Zusammen mit den Mitgliedern, die sich seit 10, 25,30,45 oder gar seit 50 Jahren in der SPD engagieren, wurden ein Dutzend Genossen geehrt.

Im Jubiläumsjahr der SPD erklärte Mast, was sie dazu bewog in die SPD einzutreten. Die SPD habe  immer für Mut, Freiheit und Fortschritt eingestanden, sie habe stets für Demokratie und Teilhabe gekämpft. Dazu gehöre das „Nein“ zum Ermächtigungsgesetz und das von der SPD durchgesetzte Frauenwahlrecht. Des Weiteren habe Willy Brandt Anteil an ihrer Entscheidung. Seine neue Ostpolitik hat auch Dorothee Schlegel, Bundestagskandidatin der SPD, überzeugt. Das Zitat von Egon Bahr „Ich wollte mithelfen, dass der Frieden bleibt“  spiegele ihre Motivation während ihrer Zeit als Seelsorgerin in Ost-Berlin, wo sie mit der ehemaligen Stasiunterlagenbeauftragte Marianne Birthler zusammenarbeitete, wider.

Georg Nelius, Mitglied des baden-württembergischen Landtags, erklärte ebenfalls, dass Brandt mit seiner Bildungspolitik, die auch Kindern aus Arbeiterfamilien ermöglichte auf das Gymnasium zu gehen und zu studieren, ihn beeindruckte.




Der Vorsitzende der SPD Haßmersheim und Kreistagsabgeordneter Karlheinz Graner machte deutlich, dass die Geschichte der Sozialdemokratie auch in dieser Region stattfand. Da gab es zum einen den Haßmersheimer Friedrich Heuß, der als Bürgerwehr-Hauptmann der 1848’er Revolution gegen den Obrigkeitsstaat und für Freiheit kämpfte. Eine weitere Persönlichkeit aus der Region war Friedrich Hecker, der ebenfalls in der 48’er Revolution aktiv war und sich als einer der Ersten als Mitglied des Frankfurter Paulskirchenparlaments als Sozialdemokraten bezeichnete. Beide Revolutionäre seien wegen ihrem Mut, mit dem sie für fortschrittliche Ideen einstanden, noch heute bekannt. Die SPD, die schon vor dem Die SPD, die schon vor dem 1. Weltkrieg in der Region aktiv war, erlebte in den 1970’er Jahren durch den damaligen Kreisvorsitzenden MdL und Bürgermeister aus Michelbach Kurt Wagner weiteren Zulauf, indem sie mit 30 Ortsvereinen fast flächendeckend wirkte. Eckhard Hofmann, Gerd Teßmer, und Jürgen Graner führten, und führen diese Arbeit weiter.

Auch in Zukunft  werde die SPD gebraucht, so Nelius. Mast stellte klar, dass das Ziel der SPD „Herkunft darf nicht Schicksal sein“ noch lange nicht erreicht sei. Die Grundwerte der Sozialdemokratie seien zwar die selben geblieben, jedoch müssen diese ihrer Zeit entsprechend gedeutet werden. Beispielsweise heiße Aufstieg durch Bildung heutzutage die Kleinkindbetreuung und Ganztagsschulen zu fördern.

Dafür wolle Mast zusammen mit Dorothee Schlegel in Berlin kämpfen. Diese machte deutlich, dass die Frage nach der Solidarität in der Gesellschaft neu gestellt werden müsse. Daher zitierte sie Peer Steinbrück mit den Worten „Deutschland braucht wieder mehr wir und weniger ich“.

Im Anschluss wurden folgende Personen für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt:

Stefanie Graner (Haßmersheim) für 10 Jahre Mitgliedschaft,  Kurt Grimm (Aglasterhausen), Maria Wirtherle (Aglasterhausen), Roland Zimmermann (Aglasterhausen),  Reiner Herkert (Haßmersheim) und Norbert Scheurig (Haßmersheim) für 25 Jahre Mitgliedschaft, Hans-Jürgen Gramm (Haßmersheim), Hannes Schweizer (Haßmersheim), Hermann Markes (Obrigheim), Anton Muser (Obrigheim) und Matthias Reiser (Obrigheim) für 30 Jahre Parteimitgliedschaft, Wolfgang Kiefer (Aglasterhausen) und Winfried Göbel (Haßmersheim) für 45 Jahre Mitgliedschaft. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Marliese Peter aus Haßmersheim geehrt.

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