Energie – aber wie?

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(Foto: LRA)

Buchen. (lra) Rund 50 Teilnehmer waren zu einer Qualifizierungskampagne zum Thema Erneuerbare Energien in die Buchener Stadthalle gekommen. Laut Einladung sollte die Veranstaltung, die unter anderem von der Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis (ean), dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und der Ingenieurkammer Baden-Württemberg organisiert wurde, sowohl Akteuren der Energie- und Baubranche als auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu „neutralem Wissen“ über erneuerbare Energien erleichtern.

Sechs Referenten waren eingeladen, um über die regionale Energiewende, über Beratung, Planung und Umsetzung zu sprechen. Zunächst aber begrüßten Landrat Dr. Achim Brötel und Buchens Bürgermeister Roland Burger die Gäste. Als „Motor der Energiewende“ bezeichnete der Landrat den Neckar-Odenwald-Kreis, der zusätzlich mit den Aktivitäten der Abfallwirtschaftsgesellschaft  des Kreises (AWN) und mit der Bioenergie-Region Odenwald-Hohenlohe-Tauber (H-O-T) punkten könne. Die Menge der im Kreis erzeugten Erneuerbaren Energien sorge schon seit Jahren für einen absoluten Spitzenplatz in entsprechenden Rankings. Stefan Kaufmann, Mitglied der Geschäftsleitung der AWN, war im Übrigen einer der Referenten, der später über Energieprojekte aus Abwärme an den Beispielen Biogasanlagen und Latentwärmespeicher sprach.




Auch Bürgermeister Roland Burger maß der Energiewende eine große Bedeutung gerade auch auf regionaler Ebene zu: „Die Weichen werden auf der nationalen politischen Bühne gestellt. Die Umsetzung aber muss regional erfolgen.“ Auch der Bürgermeister verwies auf eine sehr gute Positionierung seiner Stadt, was die Menge der Erneuerbaren Energie betrifft: 95 Prozent des Strombedarfs in der Stadt würden rein rechnerisch regenerativ erzeugt, kreisweit liege der Wert bei  – im Vergleich zu anderen Kreisen – ebenfalls sehr guten 41 Prozent. Der Bürgerwindpark „Großer Wald“ sorge für eine weitere Quotenverbesserung und ein Klimaschutzkonzept für alle städtischen Gebäude zeuge von einem aktiven Energiemanagement.

In der Folge referierten Achim Haidt vom Umweltministerium Baden-Württemberg über das Erneuerbare Wärmegesetz des Landes, Jürgen Gackstetter zeigte Möglichkeiten auf, wo ein Unternehmen Energie einsparen kann und Markus Köster erläuterte die Vorzüge der LED-Beleuchtung. Boris Mahler und Andreas Wiege schließlich stellten das „Aktivhaus Plus“ bzw. das Plusenergiehaus vor. Bei allen Vorträgen wurde viel Wert auf Beispiele aus der Praxis gelegt und auch die Möglichkeit zur Diskussion wurde rege genutzt.

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