Raiffeisen-Waren-Genossenschaft erwirtschaftet Plus

Mudau. (lm) Die Raiffeisen-Waren-Genossenschaft schloss das vergangene Geschäftsjahr im Anlage- und Umlaufvermögen mit einer Bilanzsumme von 186.323 Euro ab und kann dabei auf einen Gewinn in Höhe von 1.417 Euro im Jahresüberschuss stolz sein. Dass dies auf eine grundsolide ausgerichtete Geschäftsführung zurück zu führen war, wurde den Mitgliedern und Gästen im Rahmen der Jahreshauptversammlung dokumentiert, zu der Vorstandsvorsitzender Josef Elser neben Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Willi Müller von der Volksbank Franken auch Ehemalige und Geschäftspartner im Gasthaus „Zur Pfalz“ begrüßen konnte.

Geschäftsführender Vorstand Martin Oeden betonte in seinem Bericht, dass die RWG derzeit von 93 Mitgliedern mit 147 Geschäftsanteilen und einem Geschäftsguthaben von 36.750 Euro getragen werde. Als Hauptaktivität nannte er den Keltereibetrieb mit Einnahmen durch Keltergebühren sowie Obst- und Mostverkauf in Höhe von 6.634 Euro, denen Ausgaben von 6.290 Euro für Obstankauf, Löhne und Betriebsaufwendungen gegenüber stehen.

Beschäftigt waren im Berichtszeitraum acht Arbeitskräfte im Schichtbetrieb. Mit dem Mengenanfall von 600 Tonnen sei man bei Äpfel und Birnen zufrieden gewesen. „Als Alternative zum Umtausch in Fertigsaft stellte sich die Einführung der mobilen Pasteurisierungsanlage einer Firma, die wir bereits schon an 3 Tagen in diesem Jahr vor Ort hatten“. Es gebe doch Kunden, die ihren eigenen Apfelsaft in 5 und 10 Liter Boxen anlegen und dies mit steigender Tendenz, sagte der Geschäftsführer weiter. Durch diese Aktion habe die Kelterei zusätzlich noch ca. 10.000 Liter Apfelsaft mehr gepresst und um dies noch mehr zu forcieren wurden Werbe-Flyer verteilt.




Nach Menge gestaffelt lag der Liter Apfelsaft im Verkauf zwischen 0,60 und 0,80 Euro und der Birnensaft für Brennereien bei 0,28 bis maximal 0,35 Euro. Der Erzeugerpreis für Äpfel war am Anfang der Saison bei 6 Euro und stieg dann auf 9,50 Euro pro 100 Kilogramm. Bei Birnen waren es 7,50 Euro pro 100 Kilogramm, die gezahlt wurden. Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Schölch berichtete über die gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat, in denen auch der Beschluss gefasst wurde, die Dividendenausschüttung mit Auszahlungstermin 28. Juni bei 3 Prozent zu belassen, was 7,50 Euro je Geschäftsanteil (250 Euro) betragen werde. Gleichzeitig werde man 325 Euro den betrieblichen Rücklagen zuführen. Aufgrund des technischen Ausfalls der in die Jahre gekommenen Pumpe habe man sich dazu entschlossen, eine neue Impellerpumpe zum Preis von 925 Euro anzuschaffen.

Seinen Bericht schloss Stefan Schölch mit dem Hinweis, dass im laufenden Geschäftsjahr wieder die gesetzliche Prüfung durch den Genossenschaftsverband ansteht und bereits terminiert wurde. Nachdem auch die Mitglieder der Dividendenausschüttung, des Jahresabschlusses und des Bilanzgewinnes zugestimmt hatten, erteilten sie auf Antrag von Bürgermeister Dr. Rippberger sowohl dem Vorstand mit Geschäftsführer als auch dem Aufsichtsrat als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit einstimmig Entlastung. Ebenfalls mit einstimmigem Votum wurden Josef Elser als Vorstand, Martin Oeden als Geschäftsführer und Stefan Schölch als Aufsichtsratsvorsitzender in ihren Ämtern bestätigt. Im seinem Grußwort brachte Bürgermeister Dr. Rippberger vor allem seine Begeisterung über die erfolgreiche Kelter direkt vor Ort zum Ausdruck, hob aber auch die geschäftliche Akzeptanz und die enge Verbundenheit der Raiffeisen Waren Genossenschaft in die heimische Historie hervor.

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