Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation

Lehrer und Referendare diskutieren in 45 Workshops in Distelhausen

Dr. Peter Jaklin (Bildmitte) vom Landesmedienzentrum informiert die Teilnehmer des Medienkompetenztages über die Verankerung der Medienbildung in den neuen Bildungsplänen. Landrat Frank (Zweiter von links) eröffnete die Veranstaltung. (Foto: pm)

Main-Tauber-Kreis. (mtk) Die Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg will Eltern sowie Pädagoginnen und Pädagogen beim Umgang mit Medien unterstützen. Dazu organisieren jedes Jahr 60 Stadt- und Kreismedienzentren zusammen mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg regionale Medienkompetenztage. Das Kreismedienzentrum in Distelhausen hat dieses Jahr zu der mittlerweile fünften Distelhäuser Medienwerkstatt eingeladen. Unter dem Motto „Tage der Medienkompetenz“ stieß die Medienwerkstatt in den Räumen des Kreismedienzentrums am Mittwoch, 19., und Donnerstag, 20. Juni, wieder auf große Resonanz.

Landrat Reinhard Frank, Ulf Neumann, Leiter des Kreismedienzentrums und Gabriele Sengstock, Schulrätin am Staatlichen Schulamt Künzelsau eröffneten, am Donnerstag, 20. Juni,  die Veranstaltung und hoben die hohe Relevanz von Medienbildung und -kompetenz im Alltag und damit auch in der Schule hervor. „Heutzutage ist die Medienkompetenz eine absolute Schlüsselqualifikation im Berufsleben. Sie fördert sowohl die Bildung als auch die Kreativität. Deshalb ist es hervorragend, dass es die Distelhäuser Medienwerkstatt gibt“, stellte Landrat Frank fest. Gabriele Sengstock hob die unverzichtbare Unterstützung der Lehrer und Schulen durch das dezentrale System der Kreismedienzentren hervor, wobei sie der „Distelhäuser Medienwerkstatt“ eine herausragende Stellung im Land attestierte.



Anschließend referierte der stellvertretende Leiter des Landesmedienzentrums, Dr. Peter Jaklin, zum Thema „Leitprinzip Medienbildung“. Er zeigte auf, welches die wichtigen Felder einer umfassenden Medienbildung sind und wie diese in den derzeit – unter Mitwirkung des Landesmedienzentrums – in den künftigen Bildungsplänen des Landes verankert werden. Dass den Kreismedienzentren eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der notwendigen Lehrerfortbildung zukommen wird, steht dabei außer Frage, und so konnte Ulf Neumann auf das schon jetzt am Kreismedienzentrum für Schulen zur Verfügung stehende System der „Medienpädagogischen Beratung“ sowie der „Schulnetzberatung“ verweisen, mit dem die Schulen im Landkreis eine wichtige Unterstützung in der Entwicklung und Umsetzung ihrer eigenen Medienbildungspläne erhalten.

Es wurde auch in diesem Jahr mit 45 Workshops eine breite Auswahl zusammengestellt, die die Bereiche Medienpädagogik und Mediendidaktik ebenso abdecken wie die aktive und produktive Arbeit mit Medien. Besondere Schwerpunkte sind in diesem Jahr unter dem Motto „Mobil unterwegs im Kindermedienland“ das mobile Lernen mit Medien sowie der Einsatz von Notebooks, Kameras und Tablet-Computern im Unterricht.

An zwei Tagen wurde in zehn Räumen präsentiert, diskutiert, animiert, hinterfragt und erkundet. Die über 20 Referenten kamen aus den Kreismedienzentren Buchen, Künzelsau, Crailsheim, Heilbronn, Pforzheim und Tauberbischofsheim. Auch von den Landesmedienzentren Stuttgart und Karlsruhe, der Wirtschaft oder aus Schulen der Umgebung konnten Referenten gewonnen werden.

Über 190 Teilnehmer informierten sich bei der zweitägigen Veranstaltung über den sinnvollen Einsatz von Medien, ebenso wie über die Medienproduktion. Der erste Tag war überwiegend Referendaren oder angehenden Erzieherinnen vorbehalten, wohingegen der zweite Tag für Lehrer aus der Umgebung, aber auch ganz Baden-Württemberg gestaltet wurde.

Ergänzende Materialien zur Medienwerkstatt, sowie Informationen zur Initiative Kindermedienland und zu den Angeboten des Kreismedienzentrums sind unter der Adresse www.kreismedienzentrum-tbb.de erhältlich.

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