Indische Kultur beim Gemeindefest Bisher nicht bewertet.

Adelsheim. Bilderbuchwetter begleitete das Gemeindefest der Evangelischen Kirchengemeinde Adelsheim, das den Fisch als ältestes christliches Symbol zum Motto und damit zum „roten Faden“ durch den Tag hatte. Dazu präsentierte sich der sonnendurchflutete Gemeindehausgarten im frühsommerlichen Kleid und bildete mit seinen schattenspendenden Bäumen die beste Kulisse für alle Aktionen des Tages. Den Auftakt für diesen besonderen Tag bildete der Gottesdienst – feierlich musikalisch umrahmt durch den stattlichen Posaunenchor Adelsheim-Rosenberg – mit Pfarrerin Angelika Bless, die zunächst die Entstehung des „Fisch“-Symbols erläuterte, das den ersten Christen als Erkennungsmerkmal diente und sich logisch aus deren einfach strukturiertem Glaubensbekenntnis ableiten ließ.

Denn auf die Fragen „An wen glaubt du?“ „Wer war Jesus Christus?“ „Wer ist Jesus Christus für dich?“ wurde geantwortet: „An Jesus Christus“ „Der Sohn Gotter“ „Der Heiland, der Retter“. Und die Anfangsbuchstaben dieser drei Antworten ergeben in der griechischen Sprache das Wort „ichtys“ und das bedeutet „Fisch“. Wie Pfarrer Bless weiter ausführte, stößt man im Neuen Testament immer wieder auf die Symbolik des Fisches. Den Fischzug des Petrus  auf dem See Genezareth, zunächst wenig erfolgreich und dann beim Erscheinen Jesus ins Gegenteil gekehrt, stellten die Kinderkirchkinder mit ihren Betreuerinnen und Betreuern, unter der Leitung von Oliver Deimel sehr geschickt und ausdrucksstark in tollen Kostümen und Kulissenbildern dar. Und sie bezauberten ihr Publikum.

Eine andere „Fischgeschichte“ erzählte von Jona, der auf der Flucht vor Gottes Auftrag von einem Walfisch verschluckt und nach einem dreitägigen Aufenthalt darin wieder an der Küste ausgespuckt wurde, gerade rechtzeitig, um den Auftrag in Ninive noch ausführen zu können. Dabei ging es der Pfarrerin um die Verwandlung von Jona, der nach dem Walabenteuer bereit ist für den Auftrag Gottes. An frühen Nachmittag begeisterten dann die Kindergartenkinder mit einem Fischetanz und Fischfingerspielen. Fische waren auch das Thema des Fördervereins und seiner gut frequentierten „Bastelecke“.




Als besonderes Highlight des Festes galt der Auftritt von acht jungen Inderinnen, die im Augenblick für vier Wochen in der Johannes-Diakonie hospitieren, um Erfahrung für ihre eigene Arbeit sammeln zu können. Sie waren von Erika und Hartmut Braun aus Schefflenz und Tobias Paeper aus Mosbach begleitet worden, die über die Arbeit am CGC in Hyderabad informierten. Demnach ist das „Child Guidance Centre“ eine anerkannte Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Denn Behinderte fristen in Indien, von den Angehörigen oftmals schamhaft versteckt, ein absolutes Schattendasein. Das CGC hat sich zur Aufgabe gemacht, vor allem Kindern ein würdiges Leben zu und therapeutischen Möglichkeiten bieten. Auch Straßenkindern den Weg zur Schulbildung zu öffnen zu bieten. Das schließt die Beratung der Eltern mit ein, ein Frauenhaus ist angegliedert. Zum vielfältigen Aufgabengebiet gehören auch ein College und eine Akademie für FörderschullehrerInnen.

Der Weltladen Mosbach, getragen vom Verein „Partnerschaft in Einer Welt“ unter der Leitung von Ulrike Paeper, hat schon seit Jahren Verbindung zum CGC in Indien und unterstützt dieses wertvolle Projekt mit allen Kräften. Die jungen Damen aus Indien bereicherten das Adelsheimer Gemeindefest tanzend, singend und trommelnd in farbenfrohen Gewändern. So präsentierten sie Begrüßungstanz – Stickdance – Rainbowdance (dargestellt Lotusblüte, Schmetterling – Pfau) und Drumdance.

Es war ein Einblick in die indische Kultur und ihre Musik, zart und temperamentvoll zugleich. Als weitere Besonderheit boten sie das kunstvolle Malen mit Henna an, bei dem ungemein feine Ornamente auf Unterarmen, Handflächen, Fingern, Zehen und Füßen entstanden. Klein und Groß nahm diese besondere Kunst an Körperbemalung – auch als Erinnerung an den liebenswürdigen Besuch – gern an. Auch kulinarisch ließ dieses Gemeindefest, das mit Segenswünschen von Pfarrerin Bless endete, keine Wünsche offen, angefangen beim kurzen Frühschoppen über den Mittagstisch, bei dem natürlich auch Fisch nicht fehlen durfte, bis hin zum reich gedeckten Kuchen-Buffet.

 

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