Birgt der Windpark unkalkulierbare Risiken?

Kritische Bürger informieren über Schädigung von Landschaft, Natur und Mensch

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Windpark bei Mülben(Grafik: Walter Simon)

Waldbrunn. (pm) Am Dienstag, 17.09., ab 19:00 Uhr lädt eine Gruppe von Bürgern, die sich kritisch mit den Windparkplänen im Markgrafenwald (wir berichteten) auseinandersetzt, zu einer öffentlichen Vortragsveranstaltung mit Sven Johannsen ein. Ort der Veranstaltung ist das Restaurant Turmschenke auf dem Katzenbuckel in Waldbrunn-Waldkatzenbach. Der Eintritt ist frei.

Der Referent Sven Johannsen ist Geschäftsführer einer international tätigen Firmengruppe im Bereich nachhaltiger Energie-Investitionen, der mit seiner Firmengruppe unter anderem auch an einer meteorologischen Windmessungs- und Gutachter-Firma in Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis) beteiligt ist. So konnte er beispielsweise in Birkenau (Kreis Bergstraße) durch neutrale Windmessungen belegen, dass Groß-Windkraftanlagen, wie sie dort von Investoren bislang vorgesehen waren, im windschwachen Odenwald nur ausgesprochen unwirtschaftlich erneuerbare Energie nutzen könnten.




Diese Unwirtschaftlichkeit solcher Anlagen würde in Waldbrunn aller Wahrscheinlichkeit nach nicht anders ausfallen. Der Vortrag kann kritisch vor Augen führen, dass ein gravierender Eingriff zum Schaden von Landschaft, Natur und Mensch, wie er durch einen „Windpark Markgrafenwald“ eintreten würde, nicht durch den vorgeschobenen Aspekt wirtschaftlicher Energiegewinnung gerechtfertigt wäre. Man muss davon ausgehen, dass der Windpark nur vordergründig, durch Subventionspolitik und Pachteinnahmen (für die privaten Grundbesitzer), rentabel wäre, für eine nachhaltige Energiewende aber letztlich keine Vorteile bringt, vielmehr unkalkulierbare Risiken und Schwächen für die Gemeinde Waldbrunn und die angrenzenden Ortschaften aufwirft.

Landschaftsbild und Tourismuswirtschaft, Natur und Artenvielfalt, Lebensqualität und Hauswerte etlicher Einwohner würden bei Umsetzung der derzeitigen Pläne geschädigt. Die Unwirtschaftlichkeit eines Groß-Windparks im Markgrafenwald rechtfertigt diese Herabminderung nicht. Eine erfolgreiche und nachhaltige Energiewende kann auf diese Weise nicht stattfinden. Alternativen müssen öffentlich und kommunalpolitisch diskutiert und die derzeitigen Planungen verändert und optimiert werden. Der Vortrag des neutralen Windenergie-Fachmanns Sven Johannsen, kann auf sachliche und messtechnisch belegbare Weise einen wichtigen Teil zu dieser dringend erforderlichen Diskussion beitragen.

Infos im Internet:

http://youtu.be/oy7rw3NyF8A

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4 Kommentare

  1. Das fällt dieser Gruppe “kritischer” Bürger aber früh ein. Oder sind das eher feige Bürger, die sich nicht mal trauen, mit ihren Namen für ihre Meinung einzustehen?
    Wo waren diese Bürger bei den unzähligen Bürgerversammlungen, bei Gemeimderatssitzungen, bei Parteitreffen?
    Wo sind die konstruktiven Vorschläge dieser feig-kritischen Bürger, die bei keiner Versammlung präsent waren, zur Energiewende? Zurück zur Aromkraft?
    Wer zu spät kommt… usw.

  2. Wir brauchen eine dezentrale und damit gesichererte Energieversorgung, da spielt eine Wirtschaftlichkeit im Sinne einer deutschland- oder gar europaweiten Konkurrenzfähigkeit eine untergeordnete Rolle. Die Energieversorgung darf nicht abhängen von den Interessen weniger großer Konzerne, die nur große Windparks anstreben, die wollen keine von Bürgern und kleinen Unternehmern.

    Und wenn sich Anwohner Sorgen machen um mögliche Fehlinvestitionen von Windradbetreibern, dann ist das freundlich gesagt geheuchelt. Hier geht es um ein egoistisches „Ich habe nichts gegen … aber nicht bei mir …“ wie in Auerbach mit den Asylbewerbern.

    Wenn sich Atomfans plötzlich für die Artenvielfalt interessieren, dann kann ich nur noch lachen. Wahre Naturschützer wissen, daß die Abkehr von Atom, Kohle und Erdöl und der Klimaschutz wichtiger sind als ein paar Vögel und Landschaftsbilder.

    • Die hiesigen Energiewendeverweigerer haben ja schon öfters dubiose Gestalten eingeladen, Stichwort Infraschall.

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