Katzenbuckel wird Geotop des Jahres 2013

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Der Katzenbuckel kost Geotop des Jahres. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. (pm) Am kommenden Sonntag, dem bundesweiten „Tag des Geotops“ (15. September 2013), zeichnet der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald wieder ein besonderes Fenster in die Erdgeschichte als „Geotop des Jahres“ aus. Seit dem Jahr 2002, als der Tag des Geotops ins Leben gerufen wurde, wurden so mittlerweile elf besondere Orte, die Einblicke in unsere bewegte erdgeschichtliche Vergangenheit geben, ausgezeichnet und hierfür jeweils eigene Broschüren aufgelegt. Dabei steht die Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort und die jeweilige Verbindung von der Erdgeschichte zur Natur und zur Kultur im Vordergrund.

In diesem Jahr wird der Katzenbuckel bei Waldbrunn mit dieser besonderen Auszeichnung geehrt.  

Die mit 626 m über NN höchste Erhebung des Odenwaldes besteht aus vulkanischen Gesteinen, die einen Einblick in die dynamischen Kräfte geben, die unseren Planeten stetig verändern. Als Relikt eines ehemals wesentlich größeren Vulkans erinnert der Katzenbuckel an die Zeit vor etwa 65 Millionen Jahren, als Mitteleuropa durch die Alpengebirgsbildung und unsere Region durch den beginnenden Einbruch des Oberrheingrabens maßgeblich umgestaltet worden ist.

Die Auszeichnung findet am 15. September um 14:00 Uhr statt. Treffpunkt ist der Parkplatz Turmschenke, Waldkatzenbach. Im Anschluss an die Feierstunde wird das Geotop 2013 im Rahmen einer zweistündigen Exkursion gemeinsam erwandert.




Hintergrundinformationen zum Tag des Geotops

Auf Entdeckungstour zu Deutschlands Geo-Wunder  am 15. September 2013

Deutschlands steinerne Naturwunder locken zum Besuch: Ob verwunschene Höhlen, bizarre Felsburgen oder Märchenaufführungen in Steinbrüchen, dieser Sonntag steht für Jung und Alt ganz im Zeichen der Geotope. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, Prof. Dr. Gernold Zulauf, lädt zum Tag des Geotops (15.9.2013) ein. Große und kleine Schatzsucher können gemeinsam mit Experten auf eine Forschungsreise gehen. Wer Vulkane ergründen, Mineralien und Fossilien suchen oder mehr über Saurier wissen möchte, sollte an diesem Sonntag einen Familienausflug in die Natur planen – Sachverständige erklären diese und viele andere Themen anschaulich und allgemein verständlich. Mit dem Tag des Geotops soll das Augenmerk auf die steinernen Zeugen der Erdgeschichte gelenkt werden, damit wir unsere Heimat besser kennen und schätzen lernen. Deutschlandweit werden über 300 Exkursionen und Besichtigungen angeboten. Geotope offenbaren viel über die Lebens- und Klimabedingungen vor Jahrmillionen. Durch die Erkenntnisse aus der Vergangenheit können wir die heute im System Erde stattfindenden Prozesse besser verstehen und für die Zukunft lernen.

In diesem Jahr steht der Tag des Geotops unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka. Erdgeschichtlich herausragende Aufschlüsse, Landschaftsformen und Geo-Einrichtungen sowie Geo-Museen, Geoparks, Geologische Wander- und Lehrpfade, Besucherbergwerke, Schauhöhlen, Findlingsgärten, Gesteins- und Moorgärten stehen den Besuchern offen.

Zudem öffnen Betriebe der Steine- und Erdenindustrie ausnahmsweise ihre Tore. In besonders ausgewiesenen Steinbrüchen mit Fossilien oder Mineralien, in denen das Sammeln gestattet ist, können Besucher ihre Funde von Fachleuten bestimmen lassen. Einen Überblick über alle bundesweit angebotenen Veranstaltungen, Besichtigungen und Aktionen findet man im Internetportal www.tag-des-geotops.de. Hier kann man über Suchfunktionen die gewünschten Veranstaltungen herausfiltern.

Der aus dem Jahr der Geowissenschaften 2002 hervorgegangene Tag des Geotops findet bundesweit jeweils am dritten Sonntag im September und im näheren zeitlichen Umfeld statt. Träger und verantwortlich für das Konzept sind die Fachsektion Geotop in der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG), die Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien (AGH) und die Paläontologische Gesellschaft (PG). Koordiniert wird die Aktion vor allem von den Geologischen Diensten der Bundesländer, durchgeführt dezentral von den örtlichen Veranstaltern.

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