215.000 Wähler im Wahlkreis Odenwald-Tauber

Neun Direktkandidaten und zwanzig Landeslisten / Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis organisiert die Wahl

Odenwald-Tauber. Rund 215.000 Bürger des Wahlkreises 276 Odenwald-Tauber – darunter 12700 Erstwähler – sind nach Mitteilung des Landratsamtes am 22. September 2013 aufgerufen, ihre Stimmen für die Wahl des 18. Deutschen Bundestages abzugeben. Bei der Bundestagswahl besteht also die Gelegenheit für alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv am politischen Willensbildungsprozess zu beteiligen und darüber zu entscheiden, welche Parteien im neuen Bundestag vertreten sind, wie viele Parlamentssitze sie erhalten und welche Abgeordneten in den Bundestag einziehen.

Der Wahlkreis Odenwald-Tauber setzt sich aus dem Main-Tauber-Kreis und dem Neckar-Odenwald-Kreis zusammen. Flächenmäßig gehört der Wahlkreis Odenwald-Tauber zu einem der größten in Baden-Württemberg. Die Organisation und Durchführung der Wahl liegt in diesem Jahr beim Neckar-Odenwald-Kreis. Kreiswahlleiter ist der Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises, Dr. Achim Brötel.

Bedauerlicherweise nahm die Wahlbeteiligung bei den letzten Bundestagswahlen kontinuierlich ab. Wählten 1998 im Wahlkreis noch 83,2 Prozent der Wahlberechtigten, so waren es 2009 nur noch 71 Prozent – weniger als der damalige Landesdurchschnitt von 72,4 Prozent. Um diesen negativen Trend zu stoppen, appelliert Kreiswahlleiter Landrat Dr. Achim Brötel: „Die Möglichkeit, frei und unabhängig wählen zu können, ist ein hohes Gut, um das in vielen Ländern oft unter Einsatz des eigenen Lebens gestritten und gekämpft wird. Nutzen Sie dieses demokratische Grundrecht!“

Für den Wahlkreis Odenwald-Tauber wurden neun Kreiswahlvorschläge zugelassen, aus denen der Wähler mit seiner Erststimme einen Wahlkreisabgeordneten wählen kann. Als Kandidaten im Wahlkreis wurden von den Parteien nominiert: Alois Gerig (CDU), Dr. Dorothee Schlegel (SPD), Ulrike Quoos (FDP), Hans-Detlef Ott (GRÜNE), Volker Bohn (DIE LINKE), Susanna Von Dewitz (PIRATEN), Tobias Erdmann (NPD), Herbert Alexander Gebhardt (ÖDP) und Uwe Wanke (AfD). Bei der Zweitstimme kann er sich zwischen 20 Landeslisten entscheiden.

Wer per Briefwahl wählen möchte, kann dies bis spätestens 20. September bei der zuständigen Wahldienststelle in seinem Rathaus beantragen. Die Wahlbriefe sollten so schnell wie möglich wieder zurückgeschickt werden, weil nur die ausgezählt werden, die am Wahltag vor 18 Uhr bei der Wahldienststelle eingegangen sind. Bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung kann Briefwahl auch noch bis 15.00 Uhr am Wahltag beantragt werden.

Bei der Bundestagswahl gibt es bei der direkten Stimmabgabe im Wahllokal keinen Wahlumschlag. Der Wähler muss deshalb seinen Stimmzettel so falten und in die Wahlurne werfen, dass seine Wahlentscheidung nicht erkennbar ist.

Blinde und sehbehinderte Wahlberechtigte können eine kostenlose Stimmzettelschablone bei den Blinden- und Sehbehindertenvereinen bestellen. Mit diesem Hilfsmittel ist es auch diesen Personen möglich, allein wählen zu können. Die Schablone und eine Audio-CD mit der Aufsprache des Inhalts des amtlichen Stimmzettels kann kostenlos bei den Blinden- und Sehbehindertenverbänden unter Telefon: 01805/666456 (0,14 EUR/MIN. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 EUR/MIN., Stand 08/2012) angefordert werden.

Jeder Wähler hat zwei Stimmen und damit auch zwei Entscheidungen zu treffen. Mit der ersten Stimme wählt er einen der Kandidaten, welcher von den Parteien in seinem Wahlkreis aufgestellt worden ist und legt damit fest, wer ihn ganz persönlich in Berlin vertreten soll. Die zweite Stimme gibt er der Landesliste einer Partei und entscheidet damit, welche Partei regieren soll.

Dem neuen Bundestag werden mindestens 598 Abgeordnete angehören. Jeder der 299 Wahlkreise – davon 38 in Baden-Württemberg – entsendet mit den Erststimmen einen Abgeordneten. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen bekommen hat. Der Wahlkreis wird von diesem Bewerber im Bundestag vertreten.

Die weiteren 299 Stimmen werden aufgrund des Verhältnisses der für die einzelnen Parteien abgegebenen Zweitstimmen vergeben. Das Verhältnis der Zweitstimmen entscheidet darüber, wie stark die einzelnen Parteien im Bundestag vertreten sind.

Wie bei früheren Wahlen auch, wird eine repräsentative Wahlstatistik über die Geschlechts- und Altersgliederung der Wahlberechtigen erstellt. Dies geschieht in ausgewählten Wahlbezirken. Im Wahlkreis Odenwald-Tauber sind dies die Wahlbezirke Bad Mergentheim (Wahlbezirk 003-12), Külsheim (Wahlbezirk 001-04), Tauberbischofsheim (Wahlbezirke 001-08 und 006-25) und Mosbach (Wahlbezirk 008-21). Für diese Sonderauszählungen finden sich auf den Stimmzetteln Aufdrucke nach Geschlecht und fünf Altersgruppen, wie z.B. „A. Mann, geboren 1989 bis 1995“. Das Wahlgeheimnis wird dabei auf jeden Fall gewährleistet.

Außerdem führt das Institut Infratest dimap für Zwecke der Wahlforschung in ausgewählten Wahlbezirken in Igersheim, Wertheim und Haßmersheim Wahltagsbefragungen durch. Die Wähler werden nach Verlassen der Wahllokale gebeten, einen kurzen Fragebogen auszufüllen und den ausgefüllten Fragebogen in eine „Wahlurne“ des Instituts zu werfen. Die Befragung zur Wahl ist freiwillig und anonym.

Das Ergebnis des gesamten Wahlkreises wird am Abend des 22. September 2013 beim Landratsamt in Mosbach ermittelt. Interessierte Bürger können sich direkt über die Homepage des Neckar-Odenwald-Kreises, www.neckar-odenwald-kreis.de, über den Ausgang der Wahl informieren oder die Informationsstelle im Landratsamt aufsuchen im Verwaltungsgebäude 2, Renzstraße 7, Zimmer 110. Das endgültige Wahlergebnis für den Wahlkreis Odenwald-Tauber stellt der Kreiswahlausschuss am 27. September um 11.30 Uhr in einer öffentlichen Sitzung im Landratsamt fest.

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