Weißrussische Delegation besucht Johannes-Diakonie

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Eine Delegation aus der weißrussischen Stadt Mosyr hat die Johannes-Diakonie besucht, begleitet vom Vorsitzenden des Vereins Odenwaldhilfe, Harald Siefert (2. v. l.).

Mosbach/Schwarzach. (pm) Auf Initiative des Vereins Odenwaldhilfe für Tschernobylkinder hat eine sechsköpfige Delegation aus der Stadt Mosyr in Weißrussland Einrichtungen der Johannes-Diakonie Mosbach besucht. Die Odenwaldhilfe hat ihren Sitz in Eberbach und engagiert sich seit über zwanzig Jahren in der Region um Mosyr, die von der Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 besonders betroffen war. Gestützt auf Spenden und das Engagement der Bevölkerung in der Neckar-Odenwald-Region unterstützt die Odenwaldhilfe vor allem Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung.

Jüngstes Projekt in Mosyr ist eine Werkstätte für behinderte Menschen, wo Taschen sowie Schreib- und Dekorationsartikel gefertigt und verkauft werden. „Vor drei Jahren wurden uns die ersten Gebäude überlassen“, berichtet Harald Siefert, Vorsitzender der Odenwaldhilfe. Inzwischen seien zwölf Menschen in dem Betrieb beschäftigt.
Siefert hatte in der Behindertenhilfe tätige Personen aus Mosyr zum einwöchigen Erfahrungsaustausch nach Deutschland eingeladen. Es war bereits der zweite Besuch dieser Art. Seit Sonntag ist die Delegation aus Mosyr zu Gast, um sich über deutsche Einrichtungen der Behindertenhilfe zu informieren.




Auf dem Programm stand auch die Johannes-Diakonie Mosbach. Werkstattleiter Sven Schüssler empfing die Delegation in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) am Sportplatz und führte sie durch den Betrieb, der unter anderem im Auftrag großer Firmen wie Audi und Würth arbeitet. Die Führung endete mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine der WfbM. Bereits am Dienstag hatten die Gruppe aus Weißrussland die Schwarzacher Werkstätten und Wohngebäude am Schwarzacher Hof besichtigt.

Nach dem Besuch zeigten sich die Gäste beeindruckt. „Wir wussten, dass es in Deutschland eine gut ausgebaute Behindertenhilfe gibt“, sagte eine Teilnehmerin. „Aber jetzt konnten wir all das mit eigenen Augen sehen.“ Sie habe viele Anregungen für die eigene Arbeit gewonnen. „In Zukunft wollen wir verstärkt daran arbeiten, dass auch in Weißrussland Menschen mit Behinderung Arbeit und eine Ausbildung bekommen.“

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