Mudau muss Brandschutzauflagen erfüllen

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Im alten Rathaus mit der bisherigen Spindeltreppe als Fluchtweg soll die Krippengruppe eingerichtet werden. Es sind jedoch noch einige Umbauarbeiten notwendig. (Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Im Kindergarten des ehemaligen Rathauses in Schloßau wird demnächst das bestehende Angebot um eine Kleinkindbetreuung erweitert. Allerdings müssen noch zu den erforderlichen Umbauarbeiten zum Kleinkindruheraum mit Krippengruppe diverse brandschutztechnische Voraussetzungen erfüllt werden.

Wie in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger mitgeteilt wurde, ist von der zuständigen Baurechtsbehörde im Rahmen der erforderlichen Baugenehmigung ein Brandschutzgutachten durch den Sachverständigen Rainer Dietz gefordert worden. Demnach sind noch folgende brandschutztechnische Standards für die Erreichung der Baugenehmigung zu erfüllen: Schaffung eines baulichen zweiten Rettungsweges durch eine Außenrutsche, da die vorhandene Spindeltreppe bei Krippengruppen nicht zulässig ist, Brandschutztechnische Abtrennung des Treppenhauses vom Obergeschoss durch den Einbau einer Feuer hemmenden, rauchdicht und selbst schließenden Türe, Installation einer Rauchmeldeanlage nicht nur im Schlafraum, sondern auch in den Flucht- und Rettungswegen sowie den Aufenthaltsräumen und die vorhandenen Türen sind dichtschließend nachzurüsten. Die gesamte Maßnahme wurde nun in der Sitzung durch Architekt Hans Stetter aus Wagenschwend vorgestellt und hat inkl. Rückbau der Spindeltreppe eine Kostenermittlung in Höhe von 34.000 Euro als Grundlage, wobei allein die Evakuierungsrutsche mit über 12.000 Euro zu Buche schlägt.




Nach einigen Diskussionen im Gremium soll nun zum einen geprüft werden, ob man die Spindeltreppe belassen und die Rutsche zusätzlich anbringen könnte. Zum zweiten sollte geprüft werden, ob man die Räumlichkeiten mit dem Proberaum des Männergesangvereins kostengünstiger tauschen, also mit der Kleinkindgruppe ins Erdgeschoss ziehen könnte. Die Entscheidung über die Art der Umsetzung soll dann in der nächsten Sitzung fallen, damit die Krippengruppe zeitnah in Betrieb genommen werden kann.

Im Rahmen eines weiteren Tagesordnungspunktes wurden die Kosten zur Asphaltierung der Wanderbahn von Langenelz bis zur Gemarkungsgrenze Laudenberg mit 155.879 Euro festgestellt. Das Land Baden-Württemberg wird sich mit 68.698 Euro an der gesamten Maßnahme beteiligen. Die Asphaltierung der Wanderbahn Langenelz – Laudenberg wurde als Gemeinschaftsprojekt zusammen mit der Gemeinde Limbach unter Federführung von Limbach ausgeführt. Mit den Bauarbeiten war die Firma Michael Gärtner aus Eberbach beauftragt und die Planung sowie Bauleitung lag in den Händen des Ingenieurbüros IFK aus Mosbach. Die Bauarbeiten wurden im November 2012 begonnen und witterungsbedingt mit der Asphaltdeckschicht im vergangenen Frühjahr beendet. Wie Bürgermeister Dr. Rippberger betonte, sei es auffallend, wie gut die Wanderbahn inzwischen genutzt werde.

Auf einem Grundstück im Anschluss an die dritte Windkraftanlage auf Steinbacher Gemarkung und in Nachbarschaft zu bestehenden Kulturen soll gem. Genehmigungsantrag eine neue Weihnachtsbaumkultur mit 45,63 Ar angelegt werden. Der Gemeinderat stimmte einer zuvor abgegebenen Empfehlung des Steinbacher Ortschaftsrates zu.

Unter dem TOP „Bauanträge“ wurde der Bitte um Nutzungsänderung zu stationärer Unterbringung von Kindern in Form von Jugendhilfe der Odenwald-Beauty-Farm Reisenbach entgegen der Ablehnung des Ortschaftsrates mit einer Gegenstimme entsprochen, weil planungsrechtlich in diesem Baugebiet zulässig – schon aus der Historie des Gebäudes als ehemalige Jugendherberge. 

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