Waldbrunner Imker holen wieder Gold

KP BM Haas im Gespraech mit den erfolgreichen Imkern

Bürgermeister Markus Haas (li.) im Gespräch mit den preisgekrönten Imkern Bernd Häse (re.) und Herbert Klahn. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. Mit Bernd Häse und Bernhard Klahn wurden auch in diesem Jahr wieder zwei Waldbrunner Imker mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Damit bewiesen die Honigproduzenten vom Winterhauch eindrucksvoll die große Qualität der rund um den Katzenbuckel gesammelten Produkte.

Nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbunds (DIB) musste jeder Imker fünf Gläser Honig der gleichen Tracht aus den Jahren 2012 einsenden. Das Bieneninstitut der Universität Hohenheim prüfte sowohl die Reinlichkeit im Glas mit Kennzeichnung, die Sauberkeit des Honigs, den Zustand (flüssig, kandiert oder cremig), die Unversehrtheit des Verschlussdeckels sowie Geruch und Geschmack. Außerdem wurde anhand des Wassergehalts der Reifegrad bestimmt, mittels der sogenannten Invertase-Aktivität die Enzymaktivität festgestellt und untersucht, ob der Honig Hitzeschäden aufweist, wie er bei minderwertigen Produkten oft vorkommt. Durch die Pollenanalyse bestimmten die Wissenschaftler des Bieneninstituts die Herkunft des jeweiligen Honigs sowie die Übereinstimmung der Sensorik mit der Sortenbezeichnung.

Voraussetzung für die sehr gute Qualität des Waldbrunner Honigs sei der hervorragende Nektar und der Honigtau auf blühenden Wiesen, Sträuchern, Bäumen und Mischwäldern, betonten die Winterhauch-Imker bei der Präsentation ihrer prämierten Honigsorten. Trotz guter Grundlagen seien aber auch Wissen und Erfahrung der Imker bei der Völkerführung, der Standortwahl und des Schleuderzeitpunkts von entscheidender Bedeutung für die Güte. Darüber hinaus trage die Honiglagerung wie die Abfüllung zu einer goldprämierten Qualität bei.




Während man im vergangenen Jahr besonders ertragreich produzierte, sorgte in 2013 das Wetter für geringe Ernten. Insbesondere der Frühjahrshonig blieb aus, mussten die Völker aufgrund der Kälte und des Regens lange mit Zucker gefüttert werden, da sie ansonsten gestorben werden. Da im Sommer wenige Blüten Nahrung bieten, kann man in diesem Jahr kaum von einer Ernte sprechen. Die Imker haben jedoch vorgesorgt und Sorten aus dem Vorjahr eingelagert. Da Honig das einzige Lebensmittel sein soll, das nie verdirbt, kann man auch „älteren“ Honig bedenkenlos verzehren.

Mit ihren ca. 110 Völkern sind die Waldbrunner Imker nicht nur für Honigliebhaber von Bedeutung. Vielmehr tragen Bienen, die je Volk bis zu 25 kg Honig produzieren, auch zum Erhalt der Artenvielfalt auf dem Winterhauch bei. Darüber hinaus profitiert auch die Landwirtschaft vom idealistischen Engagement der Bienenzüchter. Nach Schätzungen der Universität Hohenheim beträgt der ökonomische Wert der Bestäubung in Deutschland etwa 2,5 Milliarden Euro im Jahr. Der Bestäubungswert eines Volks liegt somit bei ca. 800-900 Euro, der aller Waldbrunner Bienenvölker zusammen demnach bei knapp 100.000 Euro im Jahr.

Die beiden Imker bieten ihren Honig auch zum Verkauf an. Wer dieses Naturprodukt bei seinem heimischen Imker kauft, trägt auch zum Erhalt seiner Heimat bei.

Zu beziehen ist der preisgekrönte Honig und diverse andere Sorten bei den Erzeugern unter:

  • Bernd Häse, Oberdielbach, Tel.: 06274-95408
  • Herbert Klahn, Oberdielbach, Tel.: 06274-6294

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