Landrat Dr. Achim Brötel feierlich verpflichtet

Broetel beim Eid

Regierungspräsidentin Nicolette Kressl nimmt Landrat Dr. Achim Brötel den Amtseid für seine zweite, achtjährige Amtszeit ab. (Foto: M. Hofherr)

Mosbach. Nachdem der amtierende Landrat Dr. Achim Brötel am 22. Juli im Rahmen einer Kreistagssitzung in Fahrenbach mit überwältigender Mehrheit für weitere acht Jahre im Amt bestätigt wurde, fand heute die feierliche Verpflichtung in der Alten Mälzerei in Mosbach statt. Für Brötel votierten damals 45 Kreisräte, vier enthielten sich und einer stimmte gegen den Jurist aus Buchen.

Die Verpflichtung wurde von Regierungspräsidentin Nicolette Kressl vorgenommen. Der stellvertretende Kreistagsvorsitzende Bürgermeister Roland Burger aus Buchen konnte neben der Regierungspräsidentin und der Hauptperson des Abends Landrat Dr. Achim Brötel auch dessen Familie sowie das nahezu vollzählig erschienene Gremium begrüßen. Darüber hinaus waren MdB Alois Gerig, MdL MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis 90/Grüne), MdL Peter Hauk (CDU) und MdL Georg Nelius (SPD) der Einladung gefolgt. Aus anderen Landkreisen und vom Landkreistag waren Landrat Dietrich Kübler (Odenwaldkreis), Dr. Matthias Neth (Hohenlohekreis) Stefan Dallinger (Rhein-Neckar-Kreis), Jürgen Bäuerle (Rastatt) und Dr. Christoph Schnaudigel (Karlsruhe) sowie der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Baden-Württemberg Prof. Eberhard Trumpp gekommen.

Auch die Bürgermeister der Kreisgemeinden und –städte waren komplett vertreten. Als Gastgeber wurde Oberbürgermeister Michael Jann und der Kreisvorsitzende des Gemeindetags Thomas Ludwig von Bürgermeister Roland Burger stellvertretend für alle begrüßt. Darüber hinaus waren zahlreiche Vertrete des öffentlichen Lebens, der Kirchen, Behörden, Einrichtungen, Institutionen, Vereine, Wirtschaft, Schulen und Verwaltung. Ein besonders herzlicher Willkommensgruß galt einer Delegation aus dem Partnerkreis in Ungarn, dem Komitat Vas, mit Vizepräsident Ferenc Marton an der Spitze.

In seiner Würdigung Dr. Achim Brötels zur zweiten Amtseinführung hob Burger den sehr engagierten, nimmermüden und rastlosen Einsatz des Landrats hervor. Er sei ein kluger politischer Interessenvertreter, ein geschickter Diplomat, der aber auch Klartext sprechen könne, wenn es um den Neckar-Odenwald-Kreis geht. Als Jurist  besitze Brötel eine besondere Verwaltungs- und Rechtkompetenz, er könne zuhören, sei aber vor allem einer, den man nicht überhören könne, lobte Bürgermeister Roland Burger die Arbeit des Landrats. Dr. Achim Brötel sei zudem ein ausgleichender Netzwerker, eine Persönlichkeit, die vermitteln könne, immer in der Öffentlichkeit präsent und wegen dieser permanenten Präsenz auch als leidenschaftlicher und geschätzter Grußwortredner stets nah bei den Menschen der Region sei.




Brötels kommunalpolitische Arbeit sei in den vergangen acht Jahren stets von einem konstruktiven Miteinander geprägt gewesen, sodass man weithin sichtbare Erfolge verzeichnen durfte. Der Landkreis sei laut Burger  trotz schwieriger Rahmenbedingungen in den vergangenen acht Jahren ein gutes Stück vorangekommen. Abschließend ging der stellvertretende Vorsitzende des Kreistags auch einige markante Punkte ein, die sich mit Landrat Dr. Achim Brötel verbinden.

Als wichtigstes Aufgabenfeld nannte er hierbei die Neckar-Odenwald-Kliniken. Mit Umgründung und strategischer Neuausrichtung der Kliniken habe man den Schritt in Richtung dauerhafter Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Ländlichen Raum gemacht. Das vor wenigen Tagen veröffentlichte Klinik-Defizit (NZ berichtete) mache aber drastisch deutlich, dass in diesem Bereich die Arbeit nicht einfacher wird. Hier stehe der Kreis vor großen Herausforderungen. Um zukunftsfähig zu bleiben müsse man trotz der Probleme zu den Kliniken stehen, forderte Bürgermeister Burger. Als weiteres zentrales Thema war der Ausbau der DSL-Versorgung. Hier habe der Neckar-Odenwald-Kreis mit dem Modellprojekt „Breitbandausbau“ Pionierarbeit im Land geleistet. 144 Kilometer Glasfasertrassen wurden bereits realisiert. Eine Vorreiterrolle komme dem Landkreis auch bei der Umsetzung der Energiewende zu. Lange bevor dies ein zentrales Ziel der nationalen Politik wurde, habe sich der Kreis ganz auf eine Stärkung seiner Wertschöpfung vor Ort hin ausgerichtet und sich an die Spitze der Entwicklung gesetzt, lobte Burger die weitsichtige Arbeit.

Dass sich Landrat Dr. Achim Brötel in den zurückliegenden Jahren mit ganzer Kraft für den Neckar-Odenwald-Kreis eingesetzt habe, zeigen laut Burger die genannten Themen beispielhaft.

Der überwältigende Wahlerfolg am 22. Juli mit einer Mehrheit von knapp 92 Prozent sei dafür der Vertrauensbeweis. Mit diesem klaren Votum als Basis könne man künftige Herausforderungen gemeinsam angehen.

Dabei gelte es dem demografischen Wandel, der Bundeswehrstrukturreform mit den Standortschließungen in Mosbach, Hardheim und Altheim sowie der Polizeireform mit Verlust der Polizeidirektion Mosbach und der Kriminalaußenstelle Buchen und der Neuordnung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes mit der Schließung des Standortes Adelsheim die richtigen Lösungen entgegen zu setzen, stellte Bürgermeister Burger die Aufgaben vor.

Abschließend wünschte er Landrat Dr. Achim Brötel dafür Kraft, Freude und viel Zuversicht, eine hohe persönliche Zufriedenheit und vor allem ein erfolgreiches Wirken und gutes Gelingen.

Nach zahlreichen Grußworten und Glückwunschreden, sprach der wieder verpflichtete Landrat Dr. Achim Brötel die Schlussworte selbst. Dabei bedankte er sich bei allen Rednern für die Würdigung seiner Arbeit. Ein besonderer Dank galt seiner Familie. Dass der Neckar-Odenwald-Kreis in der Öffentlichkeit insgesamt so gut dastehe sei sicher nicht  seinen Grußworten, sondern vielmehr der ausgezeichneten täglichen Arbeit im Dienst an den Kunden der Verwaltung geschuldet, stellte Brötel klar. Er freue sich deshalb, dass er auch in den kommenden acht Jahren daran mitwirken dürfe, wofür er den Mitarbeitern der Landkreisverwaltung dankte.

 

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen:

2 Kommentare

  1. Hätte man diesen Landrat, nach seinen finanziellen Blindflügen im Krankenhausbereich, nicht in aller Stille und im engsten Familienkreis vereidigen können?
    Hätte er es nicht verdient, solange mit Stillschweigen und Nichtbeachtung bestraft zu werden, bis die 13 Millionen Eure gefunden sind?

    • Ja, ja und nochmals ja! Es geht einfach nicht, dass sich die Kreis-Schickeria selbst feiert und gleichzeitig, durch desolates haushalten, den Steuerzahler mit Millionen und Abermillionen zur Kasse bittet. Man kann diese Raubtiere, die nur auf den eigenen Profit aus sind, in unserer Gesellschaft einfach nicht mehr ertragen. Bürger wehrt Euch, fordert mehr Transparenz!

Kommentare sind deaktiviert.