Fahrkartenautomat in die Luft gesprengt

 Täter offenbar verletzt

Wittighausen. Die Haltestelle Gaubüttelbrunn bei Wittighausen ist eigentlich kein Ort für Verbrechen. Eine kleine, wenig frequentierte Haltestelle an der Landesgrenze zu Bayern. Und doch war der Bahnhof Tatort einer gefährlichen Straftat. In der Nacht zum Dienstag, gegen 1.50 Uhr ging eine Störungsmeldung bei der Leitstelle der Bahn ein. Die sofort alarmierten Einsatzkräfte fanden an der Haltestelle Gaubüttelbrunn auf Gemarkung Wittighausen einen völlig zerfetzten Fahrkartenautomaten vor. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten der oder die unbekannten Täter zunächst versucht, den Fahrkartenautomaten gewaltsam zu öffnen, was aber nicht zum Erfolg führte. Anschließend wurde der Automat offensichtlich auf bislang nicht bekannte Art und Weise aufgesprengt. Der oder die Täter erbeuteten dabei lediglich Münzgeld, wofür sie allerdings ihr Leben aufs Spiel setzten. Möglicherweise wurde bei der gefährlichen Sprengung ein Täter nicht unerheblich verletzt, da am Tatort eine größere Blutlache zurückblieb. Die Polizei leitete unverzüglich Fahndungsmaßnahmen ein, die am Morgen auch mittels Polizeihubschrauber fortgesetzt wurden. Täterhinweise liegen bislang nicht vor. Das Phänomen, dass es Straftäter auf Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn abgesehen haben, ist kein Einzelfall und derzeit bundesweit zu beobachten. Der Schaden am zerstörten Fahrkartenautomaten wird auf rund 16.000.- Euro geschätzt. Zur Aufklärung des Verbrechens wurde eine gemeinsame Ermittlungsgruppe aus Beamten der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung in Stuttgart und der Kriminalpolizei Tauberbischofsheim eingerichtet.



Die Ermittler bitten in diesem Zusammenhang um Zeugenhinweise. Wer hat in den Abendstunden des Montags oder in der Nacht zum Dienstag, gegen 1.30 Uhr Wahrnehmungen an der Haltestelle Gaubüttelbrunn gemacht, bzw. wer hat in den Tagen zuvor vielleicht verdächtige Personen bzw. Fahrzeuge im Bereich der Bahnanlage festgestellt?
Da sich zumindest ein Täter bei Tatausführung verletzt haben dürfte und stark geblutet hat, könnte auch diese Spur zu Hinweisen führen. Wer kann darüber hinaus Angaben zur Herkunft der beiden Feuerzeuge machen, die am Tatort zurückgeblieben sind und eventuell mit der Tat in Verbindung stehen.

Hinweise nimmt die gemeinsame Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizei Tauberbischofsheim unter Telefon 09341/81-0 entgegen.

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