1.625 „Neue“ an der DHBW Mosbach

Zufriedenheit mit Zahl der Studienanfänger trotz zunehmenden Wettbewerbs um beste Köpfe

Neue an der DHBW

Begrüßung der Neulinge. (Foto: pm)

Mosbach. (pm) Zum heutigen Semesterstart nehmen 1.625 junge Erwachsene ihr Studium in den Fakultäten Wirtschaft und Technik an der DHBW Mosbach auf. Insgesamt lernen nun etwas mehr als 4.600 Studierende an den drei Campus der Hochschule in Mosbach, Heilbronn und Bad Mergentheim. „Wir haben auch ohne doppelten Abiturjahrgang das hohe Niveau an Studienanfängern vom Vorjahr nahezu gehalten“, erklärt Prof. Dr. Dirk Saller, Rektor der DHBW Mosbach. „So erfreulich die Zahlen auch sind, dürfen wir uns dennoch nicht ausruhen, denn die demographische Entwicklung und der Kampf um die besten Nachwuchskräfte werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen.“ Damit umreißt er klar die wichtigste strategische Herausforderung der Hochschule. Der Zusammenhalt als Flächenhoch- schule in der Region sei dabei essentiell.

Mit 17 Prozent Wachstum bei der Gesamtstudierendenzahl und bisher 30 Neueinstellungen im Bereich Personal ist die DHBW Mosbach ein bedeutender Wirtschaftstreiber in der Region. Hinzu kommen Neu- und Umbauprojekte an allen Campus. Aber wo viel Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten: Zunehmend klagen die Partnerunternehmen der DHBW Mosbach über Schwierigkeiten bei der Bewerbersuche. „Um unsere dualen Partner bei ihren Rekrutierungsmaßnahmen besser zu unter- stützen, werden wir im Schulterschluss der drei Campus zukünftig für noch mehr überregionale Sichtbarkeit sorgen müssen. Gleichzeitig gilt es, ein attraktives Umfeld für Studierende zu schaffen“, erläutert Saller. Dazu zählt nicht nur eine gewisse studentische Grundversorgung wie Wohnen, Verpflegung und Freizeitangebot, sondern in erster Linie, die Qualität in der Lehre dauerhaft sicherzustellen. Bislang bescheinigen Absolventen und Firmenpartner der DHBW Mosbach in Befragungen ein hohes Qualitätsniveau: 82 Prozent der Unternehmen sind zufrieden oder sehr zufrieden. 88 Prozent der Absolventen würden wieder an der Hochschule studieren. „Diesen Zuspruch möchten wir auch so halten und weiter ausbauen“, sagt Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann, Prorektorin und Dekanin der Fakultät Wirtschaft.




Keine leichte Aufgabe, denn die Gruppe der Studienanfänger wird bedingt durch verschiedene Formen des Hochschulzugangs zunehmend heterogener. Es kommt immer häufiger vor, dass der 18-jährige Abiturient neben dem Ende 20-Jährigen in der Vorlesung sitzt, der seine Meisterausbildung in der Tasche hat und bereits mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen kann. Jeck-Schlottmann sieht die DHBW Mosbach für diese Herausforderung bestens aufgestellt: „Mithilfe von Vor- und Begleitkursen, zum Beispiel in Mathematik, gestalten wir den Übergang zur Hochschule aktiv mit, um unterschiedliche Wissensstände auszugleichen.“ Dabei werden in besonderem Maße auch hochschulgerechte Lernmethoden und wissenschaftliches Arbeiten gefördert. „Wir schaffen so eine gute Basis für ein erfolgreiches Studium“, meint Jeck-Schlottmann. Gleichzeitig wird den Studierenden das nötige Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben, wenn nach dem Bachelor noch ein Masterabschluss folgen soll.

Die Nachfrage nach Masterprogrammen nimmt auch an der DHBW Mosbach und ihren Campus spürbar zu. Gefordert wird dies nicht nur von den Studierenden, sondern auch von den dualen Partnern, die ihre Nachwuchskräfte durch Weiterbildung langfristig binden und Perspektiven aufzeigen wollen.

Der Aufbau der Masterprogramme geht einher mit dem Ausbau von Forschungsaktivitäten an der DHBW Mosbach. In der Tradition des dualen Konzepts ist auch hier der Anspruch, Theorie und Praxis eng zu verzahnen. Noch fehlt es am wissenschaftlichen Mittelbau, um große Projekte zu stemmen. Aktuell läuft jedes Forschungs- vorhaben zusätzlich zum Deputat der Professoren. Dennoch ist es bereits gelungen, erste zarte Pflänzchen zu ziehen: „Am Campus Mosbach arbeiten die Kollegen intensiv am Projekt Industrie 4.0, das zum Ziel hat, Wege in der Produktion weitest- gehend zu automatisieren und gleichzeitig zu optimieren“, sagt Prof. Dr. Max Mühlhäuser, Prorektor und Dekan der Fakultät Technik. Der Campus Heilbronn ist Partner in einem EU-Projekt, das das duale Konzept europaweit evaluiert. Gleichzeitig entstehen in Heilbronn neue Kulinaristik- und Sensoriklabore für die Studiengänge Konsumgüterhandel und Food Management, die den Campus in den kommenden Jahren zu einem Kompetenzzentrum für Lebensmittel weiter entwickeln werden. „Schwerpunktmäßig werden wir uns also auf einige wenige Forschungskompetenzfelder spezialisieren, die dafür Exzellenzcharakter haben“, fasst Mühlhäuser zusammen.

Insgesamt fühlt sich die Hochschule für den verstärkten Wettbewerb unter den verschiedenen Bildungseinrichtungen gut gerüstet. „Wir werden unseren Beitrag leisten, dass auch in Zukunft Studierende gerne in die Region kommen, um an den drei Campus der DHBW zu studieren“, so Saller abschließend.

Infos im Internet:

www.dhbw-mosbach.de

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