SPD-Kreisverband feiert Bundestagsmandat

SPD-Kreisvorstand feiert Einzug von Dr. Dorothee Schlegel in den Deutschen Bundestag – Kreis-SPD fordert Mitgliederbefragung über mögliche Große Koalition

Mosbach. Erstmals nach elf Jahren hat wieder eine sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete aus dem Neckar-Odenwald-Kreis an einer SPD-Kreisvorstandssitzung teilgenommen. SPD-Kreisvorsitzender Jürgen Graner zeigte sich erleichtert, dass es Dr. Dorothee Schlegel geschafft hat und die SPD-Landesliste tatsächlich bis Platz 20 gezogen hat. Im Mosbacher SPD-Büro nahm sich die Kreis-SPD genügend Zeit, um das Ergebnis der Bundestagswahl zu analysieren. Das Wahlergebnis ist keinesfalls zufriedenstellend. Wir sind hinter unseren Erwartungen zurück geblieben und doch ist es für uns Auftrag und Verantwortung zugleich. „Unsere Wählerinnen und Wähler erwarten von uns, dass wir bei unseren Inhalten verlässlich bleiben.
Die SPD steht nicht für eine Fortsetzung der bisherigen Politik der Regierung zur Verfügung“, betonte auch MdB Dr. Dorothee Schlegel.

„Dass unser großer Wahlkreis Odenwald-Tauber nun eine sozialdemokratische Abgeordnete in Berlin haben wird, verpflichtet mich vom ersten Tag an, mich für Sie alle einzusetzen. In wenigen Tagen werde ich Ihnen mit ganzer Kraft zur Seite stehen und für unseren ländlichen Raum, insbesondere auch für soziale Fragen, Ihre Stimme in Berlin sein. Ich danke allen Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen,“ so Dr. Dorothee Schlegel. Einen herzlichen Dank richtete Schlegel auch an ihr Wahlkampfteam und die Ortsvereine, die sich für ihre Wahl eingesetzt haben. Schlegel berichtete von der ersten Fraktionssitzung in Berlin. Der Regierungsbildungsprozess werde äußerst schwierig. Diese Einschätzung teilt auch der SPD-Kreisvorstand.

Einstimmig fordert der SPD-Kreisvorstand, dass nach den Sondierungsgesprächen mit der CDU eine Mitgliederbefragung stattfinden soll. Die Begeisterung für eine Große Koalition hält sich in Grenzen. „Die überwiegende Mehrheit lehnte eine Große Koalition ab“, so der SPD-Kreisvorsitzende Jürgen Graner. Das Argument, dass man sich als SPD in die Pflicht nehmen lassen und der staatspolitischen Verantwortung gerecht werden muss, lassen die Genossen im Kreis nicht zählen. Sozialdemokraten haben in den 150 Jahren mehrmals in schwierigen Zeiten Verantwortung getragen, während sich andere demokratische Parteien in die Büsche geschlagen haben. Im weiteren Verlauf der Sitzung erklärte der SPD-Kreisvorsitzende Jürgen Graner, dass er bei der nächsten Kreisdelegiertenkonferenz am 7. Oktober in Neckarburken erneut kandidieren werde. Ebenso wird seine Stellvertreterin Heide Lochmann wieder antreten. Neu als stellv. Kreisvorsitzende werden MdB Dr. Dorothee Schlegel und Kreisrat Joachim Mellinger sich zur Wahl stellen.

Alle Kandidierenden wurden einstimmig von den anwesenden Kreisvorstandsmitgliedern und Ortsvereinsvorsitzenden vorgeschlagen.

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