Stand By-Projekt an Schulen

Neckar-Odenwald-Kreis. Die billigste und umweltfreundlichste Energie ist die, die man gar nicht erst verbraucht – das wissen rund 460 Schülerinnen und Schüler aus dem Eckenberggymnasium Adelsheim, der Frankenlandschule Walldürn und dem Nikolaus-Kistner-Gymnasium in Mosbach jetzt aus eigener Anschauung. Sie alle haben auf Anregung der dem Landkreis angegliederten Energieagentur EAN an einem Projekt teilgenommen, bei dem insbesondere der Stand-By-Verbrauch von Elektrogeräten im Mittelpunkt stand.

Das Land Baden-Württemberg finanziert diese Projekte, die in zwei Doppelstunden durchgeführt werden. In der ersten Doppelstunde erklärt ein örtlicher Energieberater das Thema und gemeinsam werden verschiedene Messversuche vorgenommen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten entsprechende Messgeräte, mit denen sie auch zuhause den Stand-By-Verbrauch – also den Verbrauch eines ausgeschalteten, aber auf Stand-By-Betrieb laufenden Elektrogerätes – messen und dokumentieren können. Die zweite Doppelstunde dient der Auswertung der Messergebnisse. „Da gab es aufgrund des doch hohen Verbrauchs, dem eigentlich keine sinnvolle Leistung gegenüber steht, schon einige Aha-Erlebnisse. Interessanterweise nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Lehrern“, erinnern sich die mit dem Projekt beauftragten Energieberater Georg Müller aus Hettingen und Sascha Jacoby aus Mosbach.




„Wir wollen die jungen Leute so zu einem sparsamen Umgang mit Elektrizität animieren und für Energiesparmaßnahmen sensibilisieren“, erklärt Uwe Ristl, Geschäftsführer der EAN. Tatsächlich waren gerade die jüngeren Schülerinnen und Schüler aus der 7. bis 9. Klassenstufe hier sehr offen. „Wenn ich die Tipps umsetze, nervt mein Vater vielleicht nicht mehr so wegen der Energiekosten“, erklärte einer der Siebtklässler.

Das Projekt will Ristl jetzt auch auf Grundschulen und kommunale weiterführende Schulen ausweiten. Angemeldet sind für das neue Schuljahr schon jetzt 15 Schulen mit rund 900 Jugendlichen, womit das Fördervolumen des Landes über 20.000 Euro praktisch ausgeschöpft ist.

Nähere Informationen zum StandBy-Projekt sind erhältlich bei Uwe Ristl unter der Telefonnummer 06261/906880 oder per E-Mail an die Adresse: info@eanok.de .

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