H-O-T setzt auf Wärmewende

Bioenergie-Region H-O-T startet Kampagne zum Ausbau der erneuerbaren Wärmeenergie

Hot setzt auf Waermewende

Die Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Technik und Bürgerschaft zeigt sich positiv überrascht vom guten Vorankommen der Arbeiten im künftigen Bioenergiedorf Großeicholzheim. Bild: Bioenergie-Region H-O-T. (Foto: pm)

Hohenlohe-Odenwald-Tauber: Die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) will zur Vorbildregion für erneuerbare Wärmeenergie werden! Zwei Drittel der in Deutschland benötigten Energie ist Wärmeenergie. Der Wärmebedarf macht mit Abstand den größten Posten unseres Energieverbrauchs aus, noch weit vor dem Strom- und Mobilitätsbereich. Damit ist der Wärmesektor die große Herausforderung der Energiewende. „Die Bioenergie-Region H-O-T will die Wärmewende“ betont H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm und startet deshalb eine breit aufgestellte Informationskampagne um für den Aufbau von dezentralen Nahwärmeverbünden in den Kommunen zu werben.

Als Startschuss wurde ein Infobrief an alle 61 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die Ortsvorsteher der Region verschickt. Fachvorträge und Workshops sollen die kommunalen Entscheidungsträger in den nächsten Monaten fit für die Zukunft machen. Ein innovatives Wärmemagazin mit dem Titel „H-O-T Report“ wird besonders nachhaltige Beispiele aufzeigen, die Lust auf eine erneuerbare Energiezukunft machen. Ansprechende Reportagen und Interviews geben einen guten Überblick über gelungene Beispiele in unserer Region und entsprechende Fördermöglichkeiten. Die Veröffentlichung ist im November geplant. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, sollen verstärkt auch Machbarkeitsstudien und Initialberatungen für Städte und Gemeinden angeboten werden. Lokal und individuell angepasste Strategien und Maßnahmen zum Einsatz erneuerbarer Wärmeenergie runden das Angebot ab.




Damit die Wärmewende gelingen kann, müssen vor allem Städte und Gemeinden ihre Heiztechniken auf Basis erneuerbarer Energien umstellen. Wie ein solcher Prozess besonders vorbildlich umgesetzt werden kann, zeigt sich im Seckacher Ortsteil Großeicholzheim (Neckar-Odenwald-Kreis). Hier entsteht gerade ein Nahwärmenetz, dass durch die „Bürger-Energie Großeicholzheim eG“, eine Bürgerenergiegenossenschaft betrieben und nach aktuellem Planungsstand über 120 Gebäude mit erneuerbarer Wärme aus der örtlichen Biogasanlage versorgen wird. Bei der Begehung der Baustelle Anfang Oktober konnten sich die Energie-Experten der Region nun ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten machen. „Für die Region H-O-T ist dieses Bürgerprojekt ein echter Leuchtturm“ erklärt Bioenergie-Botschafter Ekkehard Brand. Das besonders nachhaltige Projekt schont die Umwelt und spart mehrere hunderttausend Liter Heizöl pro Jahr.

„Wir wollen die erneuerbare Wärmeversorgung vom Randthema in den Fokus des Interesses stellen“ unterstreicht H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm. Der Anteil des Wärmebedarfs am Gesamtenergieverbrauch in Deutschland liegt bei deutlich über 50 Prozent, in privaten Haushalten sogar bei fast 90 Prozent. Gemeinsam mit starken Partnern, wie dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Fachhochschule Trier und dem Ingenieurbüro Schuler (IBS) aus Bietigheim-Bissingen bietet die Bioenergie-Region H-O-T kompetente Beratung und Unterstützung im gesamten Projektverlauf. Für die Kommunen der Region sind die angebotenen Leistungen als Teil des Förderprogramms Bioenergie-Regionen kostenlos. Auf der Bürgermeisterdienstversammlung des Hohenlohekreises wird die neue Wärmekampagne am kommenden Mittwoch in Mulfingen erstmals offiziell vorgestellt. Viele Beispiele zeigen, nicht nur die Kommunen sondern auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren von besonders nachhaltigen Projekten. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um loszulegen.

Bildunterschrift: Die Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Technik und Bürgerschaft zeigt sich positiv überrascht vom guten Vorankommen der Arbeiten im künftigen Bioenergiedorf Großeicholzheim. Bild: Bioenergie-Region H-O-T.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: