Sponsorenlauf für rumänische Familie

Schefflenz. (pm) Die Schefflenzer Jugendhilfsorganisation Help of Teens – with Jesus (H.O.T.) wird am Sonntag, den 13. Oktober, von 14 bis 18 Uhr, einen Sponsorenlauf veranstalten. Die Teilnehmer werden den Mittelschefflenzer Sportplatz umrunden und erhalten pro gelaufene Runde einen gewissen Betrag von privaten Sponsoren. Der Erlös soll dann der Familie Marti zugutekommen, die die diesjährige Reisegruppe im September in Rumänien besucht hat. 

Im Dorf Dálnic, etwa 50 Kilometer von Braşov entfernt, lebt die Familie Márti auf einem Hof. Die Mutter, Edit, wird von Marta Oprita, Kontaktperson von Help of Teens, schon sehr lange unterstützt. Sie kam als Findelkind ins Dorf, wurde von den Dorfbewohnern großgezogen und lernte früh Brotbacken und Feldarbeit. Sie lernte ihren Mann Ionos kennen und heiratete ihn. Gemeinsam bekamen sie drei Kinder: Janos (16), Barni (14) und Lajos (4). Vor vielen Jahren begann die Familie eine kleine Landwirtschaft: Ein Acker, dann der nächste, bald wieder einer. Durch harte und vorbildliche Arbeit waren die Felder sehr ertragreich.

Heute hat die Familie einen kleinen Bauernhof, drei Kühe, einige Hühner, zwei Pferde, welche Wagen und Pflug ziehen, sowie viele Schafe. Die Ställe und die kleine Hütte, in der sie auf engem Raum zusammenleben: Alles baute die Familie selbst. Auch den Brunnen vor der Türe, der ihnen immer kühles Wasser gibt.




Das Schafhüten ist Aufgabe der beiden großen Brüder. Während der Schulzeit stehen sie um vier Uhr auf und führen die Tiere auf die Weide. Anschließend gehen sie den Schulweg, mehrere Kilometer, zu Fuß. Beide sind die Besten ihres Jahrgangs. Wenn sie von der Schule heimkommen, folgt Stallarbeit, auch um die Schafe müssen sie sich wieder kümmern. Bis sie schließlich nach Hause kommen, ist es 23 Uhr; und dann haben beide noch keine Hausaufgaben gemacht.

Die gesamten Ferien verbringen sie mit dem Vater auf der Weide: Das Gatter, das die Schafherde zusammenhält, muss jeden Tag verschoben werden, damit die Schafe immer frisches Gras haben. Außerdem melken sie und stellen aus der Milch Käse her. In einer kleinen Hütte schläft jede Nacht ein Junge beim Vieh, stets mit einem Auge wach; denn wenn ein Bär kommt, können auch die Wachhunde oft nichts ausrichten. Die Jungs, die auch viele Schafe anderer Familien hüten, verdienen für sich selbst keinen Bani (= rumänischer Cent). Sie sagen aber, dass sie wenigstens nicht hungern müssen.

Mit dem Erlös, den die Teilnehmer in Schefflenz erlaufen, soll die Familie ihre Ställe, die kurz vor dem Zerfall stehen, erneuern können, damit nicht der nächste Sturm die hart erarbeiteten Früchte ihrer Arbeit auf einen Schlag zerstört.

Die Teilnehmer freuen sich auf eine rege Beteiligung und viel Unterstützung der Läufer durch das Anfeuern interessierter Besucher. Neben Kaffee und Kuchen wird es auch eine Ausstellung über unsere Arbeit in Rumänien geben. Außerdem stehen alle Teilnehmer für Fragen zur Verfügung.
Der Gesamterlös der Veranstaltung wird im Rahmen der Informationsveranstaltung über die diesjährige Rumänienfahrt am 03. November im ev. Gemeindehaus Oberschefflenz verkündet.

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2 Kommentare

  1. Ist ja alles schön und recht. Meine Meinung, wir haben bei uns hier auch Menschen die könnten das Geld besser gebrauchen! Man liest immer nur Spenden für’s Ausland, wer spendet Deutschland was?

    • Was für ein brauner bildungsferner Stuss … Bei uns nennt man diese Hilfen ALG I + II, Krankenversicherung, Gewerkschaften, Flutopferhilfe, Kindergeld usw. Ausserdem hält dich keiner davon ab, deinen Mitmenschen im eigenen Land zu helfen, z.B. via Aktion Mensch.

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