Treffen der Seckacher Ehrenbürger

Ehrenbuerger Seckach

Unser Bild zeigt die Seckacher Ehrenbürger von links: Geistlicher Rat Pfarrer Herbert Duffner, Schwester Gebharda und Bürgermeister i.R. Ekkehard Brand mit dem amtierenden Gemeindeoberhaupt Bürgermeister Thomas Ludwig. (Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Der Anstoß zu einem „Seckacher Ehrenbürgertreffen“ kam eigentlich von Schwester Gebharda, Ehrenbürgerin seit 1999. Die ehemalige Generaloberin der Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu  in Gengenbach feierte vor knapp einem Jahr ihren 85. Geburtstag und äußerte dabei den Wunsch, noch einmal die Gemeinde Seckach sowie ihren ehemaligen Arbeitgeber, die Fa. Gustav Eirich in Hardheim, zu besuchen.

Hieraus entwickelte Bürgermeister Thomas Ludwig die Idee, alle drei lebenden Seckacher Ehrenbürger zu einem Treffen einzuladen. Geistlicher Rat Pfarrer Herbert Duffner, Ehrenbürger seit dem Jahre 1995 und seit 2000 in Überlingen wohnhaft sowie der Jüngste in der Runde, Bürgermeister i.R. Ekkehard Brand (Ehrenbürger seit 2002), zeigten sich von dieser Idee ebenfalls spontan begeistert. Zwar  ließ der Gesundheitszustand von Schwester Gebharda nur ein eintägiges Treffen zu, was offensichtlich Petrus dazu veranlasste, ausgerechnet an diesem Tag ganztägig große Mengen an Freudentränen nach Seckach schicken zu müssen und damit den geplanten Ortsrundgang buchstäblich ins Wasser fallen zu lassen.

Nach einer herzlichen Begrüßung im Seckacher Rathaus stellte der Bürgermeister die Gemeinde vor, wie sie sich heute präsentiert, und begleitet von ihren Mitschwestern Sr. Rita und Sr. Margareta zeigte sich nicht nur Sr. Gebharda sehr angetan von den vielen Veränderungen, die Seckach in den letzten Jahren erfahren hat, sondern auch Pfarrer Duffner und Ekkehard Brand. Insbesondere die interessante Architektur des nun auch schon vor zehn Jahren umgebauten und erweiterten Rathauses begeisterte die Besucher und natürlich war der wichtigste Anlaufpunkt der Große Sitzungssaal, welcher die Portraits aller Seckacher Ehrenbürger beherbergt.




Nach dem Mittagessen im Klinge-Gasthaus „St. Benedikt“ erwartete Seniorchef Hubert Eirich höchstpersönlich zusammen mit Personalleiter Jürgen Trunk von der Maschinenfabrik Gustav Eirich GmbH & Co. KG in Hardheim die illustre Besuchergruppe. In dem mehr als 150 Jahre alten Spezialunternehmen für industrielle Aufbereitungstechnik hatte Sr. Gebharda ab August 1943 den Beruf der Technischen Zeichnerin erlernt und war der Firma bis zu ihrem Ordenseintritt im Jahre 1949 treu geblieben.

Ziel war das erst vor wenigen Wochen neu eröffnete „Mixeum Eirich“. „Klar gegliedert und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, ohne aber überladen zu wirken“ dürfte die treffende Beschreibung für dieses Firmenmuseum sein, das auch weit über die Region hinaus Maßstäbe setzt. Auf 500 qm Fläche wird in vier Zeitabschnitten die spannende Chronik des Familienunternehmens erzählt. Historische Maschinen stehen frei im Raum und dokumentieren die Entwicklung der Mischtechnik. Für Sr. Gebharda bedeuteten gerade die vielen Exponate inklusive ihres Personalstammblatte und eines Zeichentischs aus ihrer Lehrzeit aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Wiedersehen mit ihrer eigenen Vergangenheit.

„Ich habe mich immer wohl gefühlt in der Fa. Eirich und denke noch heute dankbar zurück. Die Zeitumstände waren natürlich sehr schwierig, aber unter der Belegschaft gab es einen großen Zusammenhalt und die Geschäftsführung handelte stets menschlich und mit Augenmaß.“ Hubert Eirich, übrigens schon seit vielen Jahren Ehrenbürger der Gemeinde Hardheim, womit das Ehrenbürgerquartett perfekt war, nahm diese Worte mit großer Freude zur Kenntnis und betonte, dass die Belegschaft bis zum heutigen Tage im Mittelpunkt der Eirich´schen Firmenphilosophie stehe, „denn ihnen und ihren Leistungen sind die Erfolge der Eirich-Gruppe zu verdanken.“

Eine gesprächige und in Erinnerungen schwelgende gemütliche Kaffeerunde im sehr ansprechend renovierten Gründerhaus der Firma Eirich schloss sich an und damit auch der Dank des Bürgermeisters für die erwiesene große Gastfreundschaft. Bürgermeister i.R. Ekkehard Brand berichtete noch über die Verleihungsfeiern der Jahre 1995 und 1999. Außerdem würdigte er das humanitäre Wirken Schwester Gebhardas in den vielen sozialen Einrichtungen der Gengenbacher Ordensgemeinschaft sowie die gewaltige Auf- und Ausbauarbeit von Pfarrer Herbert Duffner im Kinder- und Jugenddorf Klinge.

Der Erfolg des Ehrenbürgertreffens schreit nach Wiederholung – so die Meinung aller Beteiligte, dann aber in „entgegenkommender Weise“ in Gengenbach, dem Wohnort von Schwester Gebharda. 

Infos im Internet:

www.seckach.de

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