Nahwärmenetz – Stolzes Gemeinschaftsprojekt

Nahwaermenetz

(Foto: Liane Merkle)

Großeicholzheim. (lm) Der Countdown für die Fertigstellung des Großeicholzheimer Nahwärmenetzes, das vor 18 Wochen seinen Baustart hatte, läuft auf Hochtouren. Zwei Drittel der 132 Hausanschlüsse wurden bereits verlegt. Wie die Verantwortlichen der Bürger-Energie-Genossenschaft mitteilten, rechnen sie mit dem Abschluss der Tief- und Rohrleitungsarbeiten inkl. der Rohrspülung, Rohrdichtigkeitsprüfung und Oberflächenwiederherstellung bis Ende November, sofern die Witterung mitspielt. „Bis dahin bitten wir alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer weiter um Geduld und Verständnis.“

Weiter wurde informiert, dass die Fa. Armin Flicker Heizung–Sanitär aus Fahrenbach vor kurzem begonnen hat, die Übergabestationen einzubauen und deren Anschlüsse an das Nahwärmenetz herzustellen. Diesbezüglich melde sich die Firma Flicker jeweils rechtzeitig bei allen Eigentümern, deren Anschluss bereits im Gebäude liegt, an und vereinbart Besichtigungs- und Montagetermine. Sobald die Übergabestation montiert wurde, können die Eigentümer mit Ihrem Heizungsbauer die Vorbereitungen für den späteren Zusammenschluss der Übergabestation an die Hausinstallation vornehmen.




Weiter hob Reinhold Rapp hervor, dass sei 25. September am künftigen Standort der Heizungszentrale im Grabenweg derzeit eine Stahlhalle mit einer Grundfläche von 6 x 12 Metern entsteht, in der die Zusatzheizung in Form eines bivalenten Brenners mit 1.600 kW Leistung aufgestellt wird. Dieser bivalente Brenner kann sowohl mit Biogas als auch mit Heizöl betrieben werden. Um im Bedarfsfall also auch mit Biogas heizen zu können, wird neben der Wärmeleitung noch eine Gasleitung von der Biogasanlage in der Bannholzsiedlung zur Heizungszentrale im Grabenweg mitverlegt.

Der aktuelle Bauzeitenplan zeigt die vollständige Inbetriebnahme des Nahwärmenetzes bis zum Jahresende 2013 an. Das bedeutet für die künftigen Nutzer, dass Sie ihre bestehenden Heizungen mit großer Wahrscheinlichkeit höchstens bis zu diesem Zeitpunkt betreiben müssen. Unterm Strich werden dann in ganz Großeicholzheim rd. 8.000 Meter Nahwärmeleitungen verlegt, 132 Gebäude angeschlossen, eine fast so große Zahl von Übergabestationen eingebaut und die Heizzentrale im Grabenweg samt Anschlussleitung von der Bannholzsiedlung errichtet worden sein.

Parallel hierzu waren noch diverse bau- und wasserrechtliche Genehmigungen einzuholen und außerdem stießen auch in den letzten Wochen noch weitere neue Kunden hinzu, wodurch sich der gesamte Arbeitsaufwand für den bekanntlich ausschließlich ehrenamtlich arbeitenden Vorstand weiter erhöhte. Wenn man dann noch bedenkt, dass das gesamte Vorhaben eine Investition in Höhe von rd. 3,5 Mio. Euro netto auslöste und die Gesamtbauzeit nur 30 Wochen betragen wird, darf ohne Zweifel von einem sehr hohen Bautempo und von einer Bauzeitverzögerung, die sich in einem absolut vertretbaren Rahmen bewegt, gesprochen werden. Die Dorfgemeinschaft von Großeicholzheim kann schon heute mit Stolz und Freude auf dieses beispielhafte Gemeinschaftswerk schauen. 

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