Herbstkonzert mit dem Landesjugendorchester

Landesjugendorchester

(Foto: Agentur)

Adelsheim. (pm) Nach dreijähriger Pause gastiert das Landesjugendorchester wieder in Adelsheim. Das Konzert findet statt am Samstag, den 2. November 2013 in der Großen Aula des Eckenberg-Gymnasiums, Beginn ist um 19.00 Uhr. Es ist der erste Auftritt des Orchesters nach einer mehrtägigen Arbeitsphase in Weikersheim.

Auf dem Programm stehen zwei bekannte Konzertouvertüren von Beethoven und Tschaikowsky, das Cello-Konzert in e-moll von Edward Elgar und die Rumänische Rhapsodie von George Enescu. Beethovens dritte LeonorenOuvertüre, ursprünglich das Vorspiel zu einer seiner vier Opernfassungen, hat längst die Konzertsäle weltweit erobert. Wie die beiden anderen LeonorenOuvertüren zeichnet das groß angelegte Werk den Handlungsablauf der Oper nach, von der Bedrückung im Gefängnis, über Florestans Klage, Leonores Einsatz für ihren Gatten, das erlösende Trompetensignal und den abschließenden Jubel über die Befreiung und das Lobder Gattentreue.

Edward Elgar hat sich seine Anerkennung und Bekanntheit hart und lange erarbeiten müssen. Heute gilt er als einer der ganz großen englischen Komponisten. In dem zur Aufführung gebrachten Cello-Konzert befleißigt sich Elgar eines konservativtraditionellen Kompositionsstils, der sich an den großen deutschen romantischen Komponisten wie Schumann und Brahms orientiert. Bemerkenswert und eindrücklich sind bei Elgar die melodischen Einfälle und die Farbigkeit seiner Orchestrierung.




Solist im Konzert ist der 1994 in Filderstadt geborene Michael Schmitz. Sein künstlerischer Weg führte ihn über die örtliche Musikschule an verschiedene Hochschulen, die er mehrfach als Stipendiat auch im Ausland besuchen konnte. Der junge Musiker hat eine beachtliche Anzahl von Preisen und Auszeichnungen erhalten. Seit 2009 ist er auch Mitglied des Landesjugendorchesters.

Tschaikowskys Phantasie-Ouvertüre zu „Romeo und Julia“ ist eine in Sonatenform groß angelegte sinfonische Komposition. Das Werk nimmt Bezug auf Shakespeares Drama, wobei sich beim Hinhören drei Teile ausmachen lassen: Im Einleitungsteil, mit choralartigen Klängen, wird auf die Rolle des Pater Lorenzo angespielt, dann wird der Streit der verfeindeten Herkunftsfamilien von Romeo und Julia erkennbar und schließlich klingt in schönen lyrischen Passagen die Liebe der beiden Hauptfiguren an. Das tragische Ende findet in einem Trauermarsch seinen Ausdruck.

Den Abschluss des Konzerts bildet die Rumänische Rhapsodie Nr. 1 von George Enescu (1881-1955). Enescu begann seine Laufbahn als gefeierter Geigenvirtuose und Lehrer. Einer seiner Schüler war der weltbekannte Geiger Yehudi Menuhin. Enescu gilt heute als führender rumänischer Komponist. Sein Weg führte ihn über das Wiener Konservatorium nach Paris, wo er Kompositionslehre studierte und von der dortigen Tradition beeinflusst wurde Auch deutsche Komponisten, vor allem Wagner und Brahms blieben nicht ohne Wirkung auf sein Schaffen. Für seine Kompositionen, vor allem auch seine Rumänischen Rhapsodien, war die rumänischen Zigeunermusik und Folklore bedeutsam. Durch diese seine Rumänischen Rhapsodien wurde Enescu weltweit bekannt.

Die Rhapsodie ist eine weitgehend freie musikalische Form, in der wie in einem Potpourri Themen, Einfälle und Motive aneinandergereiht werden, im Falle Enescus brillant und originell.

Der Kartenvorverkauf für das Herbstkonzert hat bereits begonnen. Karten zum Preis von 18 € und 12 € – Ermäßigung für Schüler/innen und Studenten/innen – können bei

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