Waldbrunn ehrt Wanderer aus dem Sauerland

Den herrlich herbstlichen, naturnahen Odenwald per pedes entdecken

Gaesteherung Wandergruppe

Die Wandergruppe „G+I“ mit Bürgermeister Markus Haas (re.), Gastronom Uwe Guckenhan (li.) und Marina Hofherr (5.v.li.) von der Tourist-Information Waldbrunn auf der neuen Terrasse der „Drei Lilien“ in Mülben. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. Die Wandergruppe „G+I“ des Sauerländischen Gebirgsvereins wandert seit zehn Jahren durch den Odenwald und gastiert im Gasthaus „Drei Lilien“ Mülben. Dort wurde die Gruppe nun im Rahmen einer kleinen Feierstunde von Bürgermeister Markus Haas für die Treue zur Region geehrt.

Bereits seit 23 Jahren erwandert die Wandergruppe „G+I“ des Sauerländischen Gebirgsvereins um den ehemaligen, langjährigen Vizepräsidenten des Vereins, Günter Hausser, Deutschlands Wanderwege gemeinsam. War man zunächst eine Gruppe von 18 Personen aus dem Kreis Mettmann und Wuppertal, reduzierte sich die Gruppe in den Folgejahren auf zwölf Wanderer. Der „Schwund“ war jedoch nicht der fehlenden Motivation der Wanderer geschuldet, sondern hing einzig und alleine mit dem Alter und den damit einhergehenden Zipperlein zusammen, berichtete Hausser.

Vor zehn Jahren habe man eine „feste“ Standortunterkunft für die ausgedehnten landeskundlichen Wandertouren gesucht und ist im badischen Odenwald fündig geworden, wo man auf dem Winterhauch ein ganz besonders reizvolles, naturnahes Wandergebiet mit einmalig guter Luft entdeckte. Mit Waldbrunn und dem Gasthaus „Drei Lilien“ habe man einen echten Glücksgriff getan, so Wanderführer Günter Hausser weiter. Die  hervorragende Gastronomie in den „Drei Lilien“ und die Wohlfühlatmosphäre im Gästehaus sind immer wieder neue Motivation für manch harte Wanderung.




So habe man in den vergangenen zehn Jahren gemeinsam jeweils 780 km auf Odenwälder Wegen zugebracht und beim schon traditionellen Wanderwochen-Eröffnungsvesper in der Holzners Mühle 150 Buttebrote verspeist, alle Wanderwege Waldbrunns und der näheren und ferneren Gegend erkundet und sei derzeit auf dem Nibelungensteig unterwegs. Den neu ausgewiesenen Katzensteig haben die Gäste aus dem Sauerland auch schon kennengelernt.

Vom Massentourismus verschont gebliebenen, finde man in diesem Teil des Odenwald stille Wege in unberührter Natur, freuten sich die Wanderer. Der nachhaltige, sanfte Tourismus wie er hier betrieben werde sei vorbildlich. Schon aus Eigeninteresse hoffe man hoffe, dass die Ruhe noch lange erhalten bleibt, berichtet Sprecher Günter Hausser im Rahmen einer kleinen Feierstunde.

Bürgermeister Markus Haas versprach den Gästen, dass man ein Ort für Ruhe suchende Wanderer bleiben will und entsprechende Anstrengungen unternehme. Er dankte der Wandergruppe für die Treue zu Waldbrunn und zum Odenwald und überreichte eine entsprechende Urkunde. Für künftige Wanderungen wünschte das Gemeindeoberhaupt den Sauerländern immer festen Tritt und Sonne auf ihren Wegen.

Auch Gastwirt Uwe Guckenhan dankte der Wandergruppe für die Treue zu seinem Haus. Als Jubiläumsgeschenkt stellt er sich im kommenden Jahr als Wanderführer zur Verfügung. Auch die Verpflegung sowie das Abendessen gehen an diesem Tag auf seine Rechnung, so Guckenhan am Ende des offiziellen Teils der Feierstunde.

Beim gemütlichen Beisammensein wurden viele Erlebnisse aus dem vergangenen Jahrzehnt noch einmal lebendig.  

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