„Sprechverbot schafft kein Vertrauen“

Scharfe Kritik an Prof. Geilsdörfer – MdL Georg Nelius verhindert befürchtete schnelle Umsetzung des DHBW-Präsidiumsbeschlusses

Mosbach. (pm) Georg Nelius MdL (SPD) reagierte mit scharfer Kritik auf die Empfehlung des Aufsichtsrates der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, den Campus Heilbronn  zu einem neuen DHWB-Standort zu machen.

„Ich halte die Informationspolitik sowie die Art und Weise, wie Prof. Reinhold Geilsdörfer die Verselbstständigung der Außenstelle Heilbronn vorangetrieben hat, für einen unmöglichen Vorgang,“ so der SPD-Landtagsabgeordnete Nelius. „Vor allem den Versuch, dem Mosbacher Rektor Prof. Dr. Dirk Saller „einen Maulkorb zu verpassen“, empfinde ich als einen nicht hinnehmbaren Vorgang. Ein Sprechverbot schafft kein Vertrauen und ist in keinem Fall angemessen.“ Nelius werde sich dafür einsetzen, dass der DHBW-Standort Mosbach nicht geschwächt werde.




Um eine schnelle, „im kleinen Kreis“ ausgehandelte Entscheidung zu verhindern, hat Nelius unverzüglich das Gespräch mit Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid sowie Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer gesucht. Bei den intensiven Verhandlungen wurde vereinbart, dass die Betroffenen, allen voran die Hochschulgremien in Mosbach, gehört werden. Eine Versachlichung der Diskussion sei dringend geboten.

Nelius unterstreicht zusammen mit Prof. Dr. Jürgen Kletti, Vorsitzender des Hochschulrates Mosbach, dass es nicht zielführend sein könne, zwei eigenständige Standorte in so enger räumlicher Nähe zu etablieren.

Mit dem Schlagwort der Dezentralität könne man nicht regionale Strukturen, die sich bewährt hätten, zerschlagen. Wenn das eine Folge der Zentralisierung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sei, müsse man auch diese Struktur neu überdenken.

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