Für Erhalt der Strukturen bei der DHBW

Zwei ägyptische Frauen zu Gast bei der SPD-Kreistagsfraktion

Mosbach. (pm) Mit einem herzlichen „Welcome“ begann die SPD-Kreistagsfraktionssitzung in Haßmersheim, zu der die Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann die beiden ägyptischen Frauen, die auf Einladung aller neun Kreisrätinnen derzeit in Mosbach sind, eingeladen hatte. Demokratische Strukturen hier vor Ort zu erleben, die Themen, die der Fraktion in Kreis unter den Nägeln brennen, mitzubekommen und mit der Situation im eigenen Land zu vergleichen, prägte diese zweisprachige Sitzung.

Karlheinz Graner hob zu Recht und mit Stolz die Urheberschaft der SPD hervor, die vor über10 Jahren den Antrag auf Anbindung der Stadtbahn nach Heilbronn gestellt hat, die vor 12 Jahren den Neckarsteg ins Gespräch und ins Rollen brachte und vor über20 Jahren den demnächst fertig werdenden Radweg zwischen Haßmersheim und Neckarmühlbach eingefordert hat. Mit viel Herzblut und noch mehr Unterschriften wurde hier nicht nur Gemeinde-, sondern auch durch die Kreistagsfraktion der SPD aktive Kreisstrukturpolitik betrieben.

Dass der Kreis immer wieder sehr hellhörig sein muss, um nicht ins Hintertreffen zu gelangen, ist bekanntlich an der Tagesordnung. Neuerdings nun auch im Zusammenhang mit der DHBW. Auch wenn sich Mosbach und Umgebung als „Oxford des Odenwalds“ rühmt, was der Attraktivität der dualen Ausbildungsstruktur durch die derzeit über 3200 Studenten zu verdanken ist, darf dieser Standort, der aus strukturpolitischen Entscheidungen in den Neckar-Odenwald-Kreis gebracht wurde, nicht durch eine geplante Verselbständigung der bisherigen Außenstelle Heilbronn geschwächt werden, war sich die Fraktion einig.




„Von Seiten des Präsidiums der DHBW dürfe durch eine Bevorzugung von Heilbronn nicht ohne Not die ausgezeichnete Entwicklung des Standorts Mosbach gefährdet werden,  denn die einstigen politischen Entscheidungen haben auch heute noch ihre  Gültigkeit“ so Kreisrat und MdL Georg Nelius und ergänzte: „Die Stadt Mosbach, der  Landkreis und die  Ausbildungsbetriebe haben sich für „ihre DHBW“ stark gemacht – im Verbund mit den Außenstellen Bad Mergentheim und eben auch Heilbronn“

Mit Verwunderung haben die Ägypterinnen die Diskussion zur ärztlichen Versorgung im Kreis verfolgt und die Frage aufgeworfen, ob es in Deutschland nicht auch eine Art Bachelor-Medizinstudium gäbe, um flächendeckend günstige allgemeinärztliche Versorgung zu gewährleisten, wie es in ihrem Heimatland üblich ist. Norbert Bienek erläuterte den hohen Stellenwert, den die Kliniken und die Ärzte und deren Können in Deutschland einnehmen und weswegen sie daher auch dem Kreis entsprechend viel wert sind. Ferner verdeutlichte er ihnen, dass die SPD die Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsleitungen in erster Linie als eine Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge ansieht und sich deshalb dafür stark macht, dass die Politik für strukturelle und finanzielle Sicherheit sorgen muss.

Die zurückliegenden Bundestagswahlen und die anstehenden  Wahlen auf den verschiedenen Ebenen, von der Kommune bis zum Land  wurden den beiden Besucherinnen, die ein großes Interesse an demokratischen Prozessen und Entscheidungsfindungen hatten, sachkundig erläutert. Mit dem Wunsch auch ihr Land friedlich demokratisch weiterentwickeln zu können, verabschiedete sich Heide Lochmann im Namen der Fraktion von den beiden Frauen. Die neue Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel stand ihnen im Anschluss noch für viele Fragen zur Verfügung und machte ihnen Mut sich weiterhin für die Rechte von Frauen einzusetzen.

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