Otto und Maria-Blaschek-Stiftung spendet Defis

AED von der Blaschek Stiftung

Aus Mitteln der Otto und Maria Blaschek-Stiftung wurden drei Defibrillatoren angeschafft, die dem Kinder- und Jugenddorf Klinge in Seckach, dem Kinderheim St. Kilian Walldürn und der Tagungsstätte der Evangelischen Jugend in Neckarzimmern übergeben wurden. Unser Bild zeigt (von links) Daniela Müller von der Kommunalen Gesundheitskonferenz, Landrat Dr. Achim Brötel, Dieter Gronbach (Klinge), Martin Meier (Neckarzimmern) und Günter Hauk (Walldürn) sowie Georg Schultes von der Herstellerfirma der Defibrillatoren. (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) Was haben die Otto und Maria Blaschek-Stiftung, die Defi-Aktion der Kommunalen Gesundheitskonferenz und die Jugendeinrichtungen Kinderheim St. Kilian in Walldürn, das Kinder- und Jugenddorf Klinge in Seckach und die Tagungsstätte der Evangelischen Jugend in Neckarzimmern gemeinsam? Den Vertretern der Einrichtungen wurde kürzlich vom Stiftungsvorsitzenden, Landrat Dr. Achim Brötel, jeweils ein Automatisierter Defibrillator übergeben, bezahlt aus Mitteln der Stiftung. Wodurch einmal mehr die äußerst erfolgreich laufende Aktion der Kommunalen Gesundheitskonferenz, deren Ziel die möglichst flächendeckende Verbreitung von Defis im gesamten Kreisgebiet ist, unterstützt wurde. Damit schließt sich der Kreis.

Eine Aktion also, die mehreren Zwecken dient. Die Stiftung (siehe Infokasten) ist immer auf der Suche nach potentiellen Hilfeempfängern, was aufgrund des laut Satzung vorgegebenen Empfängerkreises – herz- oder krebskranke Kinder – nicht ganz einfach ist.  Im Zusammenhang mit der Aktion der Kommunalen Gesundheitskonferenz, die sich laut Landrat ausdrücklich dem Handeln und weniger dem Konferieren verschrieben hat, lag die Idee nahe, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe einen Defibrillator zu spenden. Zwar treten Herz-Kreislauf-Versagen bei  Kindern eher selten auf. Ausgeschlossen ist das aber nicht. Darüber hinaus arbeiten in den Einrichtungen viele Erwachsene, hinzu kommen viele Besucherinnen und Besucher. Und überall da, wo sich regelmäßig viele Menschen aufhalten, macht ein Defibrillator Sinn. Denn wenn der kleine rote Kasten im Notfall zur Anwendung kommt und so die Wartezeit auf den professionellen Rettungsdienst verkürzt, kann das Gerät Leben und auch Lebensqualität – durch die Vermeidung von bleibenden Schäden –  retten.




„Am plötzlichen Herztod sterben jährlich allein in Deutschland 160.000 Menschen. Das sind vierzig  Mal mehr Tote als im Straßenverkehr“, erklärte der Landrat, nachdem er Dieter Gronbach vom Kinder- und Jugenddorf Klinge, Günter Hauk vom Kinderheim St. Kilian und Martin Meier von der Evangelischen Tagungsstätte Neckarzimmern sowie Georg Schultes von der Firma Helbig begrüßt hatte.  Erschreckende Zahlen, die in Kombination mit der Tatsache, dass ein Defibrillator auch von Laien bedient werden kann, zur  Aktion der Kommunalen Gesundheitskonferenz geführt haben. Die unter anderem von Chefarzt PD Dr. Harald Genzwürker von den Neckar-Odenwald-Kliniken fachlich begleitet und unterstützt wurde und äußerst erfolgreich verlaufen ist. „Über 100 Geräte sind neu angeschafft worden für das gesamte Kreisgebiet“, so der Landrat: „Durch die finanzielle Förderung der ersten Geräte haben wir einen Prozess angestoßen, der eine Eigendynamik entwickelt hat. Mit so viel Erfolg haben wir gar nicht gerechnet, sind aber natürlich sehr glücklich darüber.“ Da nicht nur die Geräte allein wichtig sind, sondern auch das Wissen darüber, wo sie im Ernstfall zu finden sind, hat Daniela Müller von der Kommunalen Gesundheitskonferenz ein Defi-Kataster erarbeitet, das unter anderem auf der homepage (www.neckar-odenwald.kreis.de) hinterlegt ist. Aktuell können die Standorte auch über die kostenlosen smartphone-apps  „Defi Now“ und „AED Locator“ in Sekundenschnelle abgerufen werden.

Ebenso wichtig wie die Geräte ist den Initiatoren aber auch die Sensibilisierung der Bevölkerung.  „Nicht wegschauen, sondern aktiv helfen muss die Devise sein. Nichts kann nämlich so falsch sein wie gar nichts machen“, erklärte der Landrat, der in diesem Zusammenhang auch anregte, mal wieder über den Besuch eines Auffrischungskurses beim Roten Kreuz nachzudenken.

Die Herren Gronbach, Maier und Hauk bedankten sich für die Spende und nutzten im Anschluss auch die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Ersthelfern des Landratsamtes – hier hängen natürlich auch Geräte – bei einer kurzen Einweisung durch Georg Schultes von der Herstellerfirma dabei zu sein. Grundsätzlich sind die Defis selbsterklärend; dennoch, so Schultes, baue sich eine Hemmschwelle ab, wenn man ein Gerät schon einmal in der Hand gehabt hat und weiß, was gefordert wird.

Otto und Maria Blaschek-Stiftung

Otto und Maria Blaschek, zuletzt in Buchen wohnhaft und kinderlos verstorben, haben einen Großteil ihres Vermögens in eine Stiftung eingebracht, deren Zweck die Förderung und Unterstützung herz- und krebskranker Kinder in Baden-Württemberg ist. Vorsitzender ist Landrat Dr. Achim Brötel. Die Stiftung leistet Zuwendungen finanzieller Art. Eltern, Großeltern oder sonstige Erziehungsberechtigte von herz- und krebskranken Kindern aus Baden-Württemberg sind berechtigt, einen Antrag zu stellen. Aber auch behandelnde Ärzte, auf diesem Gebiet tätige Institutionen oder gemeinnützige Vereine mit entsprechenden Satzungszielen können an die Stiftung herantreten. Kontakt: Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis, Simone Schölch, Neckarelzer Str. 7, 74821 Mosbach, Telefon 06261/84-1000, E-Mail simone.schoelch@neckar-odenwald-kreis.de

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