GTO-Schüler zu Gast in Bad Urach

„Politische Tage“ der Landeszentrale für politische Bildung

Bad Urach. (pm) Coca Cola und Wanderarbeiter in China, H&M und die Zuckerrüben auf deutschen Feldern haben eines gemeinsam: Sie sind Ausdruck einer zunehmenden Globalisierung der Welt. Doch was bedeutet Globalisierung eigentlich, welche Phänomene verbergen sich hinter diesem Begriff und welche Zusammenhänge bestehen mit dem eigenen Leben? Fragen, die einen breiten Raum im Gemeinschaftskundeunterricht der Oberstufe einnehmen.

Dank einer Einladung der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) konnten sich 26 Schülerinnen und Schüler des Neigungsfaches Gemeinschaftskunde des GTO zusammen mit Ihrem Lehrer Tim Sonnenwald und zwei Fachreferenten vom 14. bis 15. Oktober intensiv mit dieser Thematik auseinander setzen.

Das Tagungshaus der LpB in Bad Urach bot hierfür, nicht zuletzt wegen seiner abgeschiedenen Lage, ideale Voraussetzungen. In einem ersten, einführenden Teil wurden zunächst zentrale Begriffe geklärt: Was bedeutet Globalisierung? Welche Dimensionen hat sie? Welche Folgen ergeben sich für die Lebensweise der Menschen in verschiedenen Regionen der Welt?


 


Selbst aktiv werden mussten die Schülerinnen und Schüler im zweiten Teil der Veranstaltung. Im Rahmen eines Planspiels wurden dabei die Rollen von Staaten, UNO-Vertretern oder der Presse übernommen. In simulierten Verhandlungsrunden musste dann über die Verteilung von 50 Milliarden US-Dollar zur Abmilderung von Globalisierungsfolgen beraten werden. Darüber hinaus galt es Pressekonferenzen abzuhalten, Wandzeitungen mit den wichtigsten Ergebnissen und Gerüchten zu erstellen und, ganz nebenbei, in informeller Runde Koalitionen zur Durchsetzung der eigenen Ziele zu schmieden. Im Ergebnis unterschieden sich die Beratungen des Planspiels kaum von der Realität: Die Konferenz musste – da sich die Vertreter nicht einigen konnten – vertagt werden und ein Repräsentant Südamerikas reichte nach unglücklichen Pressekommentaren seinen Rücktritt ein.

Für die Schülerinnen und Schüler boten die Politischen Tage, trotz intensiver Arbeit, die das Maß eines „normalen“ Schultages bei weitem überschritt, die Möglichkeit zu tiefer gehenden Einsichten in politische Prozesse zu gelangen. Und, wie es eine Schülerin formulierte, „es hat sehr viel Spaß gemacht“.

 

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