Theater-AG präsentiert Kästner-Komödie

„Verwandte sind auch Menschen“ am HSG Eberbach

Theatergruppe HSG

Die Theatergruppe des HSG Eberbach. (Fotos: privat)

Eberbach. (pm) Dass Verwandte auch Menschen sind, ist die Erkenntnis in der Familie Blankenburg, die die Theater-AG des Hohenstaufen-Gymnasiums Eberbach schon Ende September zu einer seltsamen Testamentseröffnung für vier Tage in die Villa des angeblich verstorbenen reichen Stefan Blankenburg anreisen ließ – wo sie erkennen musste, dass so manche menschliche Schwäche und Eigenheit auch die Verwandten nicht zu bösartigen Monstern macht, wie man mitunter glaubt.

Nach einjähriger intensiver Probenarbeit unter der Leitung der Lehrerinnen Stefanie Pannes-Bayram, Sabine Kargl und Mathilde Stähle-Buchta, in der nicht nur am Stück selbst, sondern durch die Übernahme verschiedener Rollen und durch spezielle Übungen auch an der Ausdrucksfähigkeit allgemein geübt wurde, konnte sich das Ergebnis wahrlich sehen lassen. Mit großer Textsicherheit präsentierten die Schauspielerinnen und Schauspieler die Komödie, in der sie immer in ihren Rollen präsent blieben und viele komische Effekte erreichten, indem sie die von Kästner teils grotesk überzeichneten Rollen überzeugend ausfüllten.




Das galt für die mitwirkenden Sechstklässler ebenso wie für die angehenden Abiturienten, die zu einem harmonischen Zusammenspiel fanden. Hervorzuheben sind die differenzierte Gestaltung der Rolle Lothar Bildts durch Shana Swarat, die grotesk zugespitzte Verkörperung der exzentrischen Cäcilie Blankenburg durch Sarah-Gabriela Moißl und die durchweg überzeugende Darstellung des angeblichen Dieners Leberecht Riedel durch Sally-Jo Durney. Auch die Achtklässlerin Jasmin Tschida überzeugte als alte Dame.

Insgesamt konnte man die Freude der Akteure am Spielen deutlich spüren. Am Ende spendete das Publikum in der beide Male gut besetzten Aula des Hohenstaufen-Gymnasiums anhaltenden Applaus für einen rundweg gelungenen Theaterabend.

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