Fortbildung für Personal von Erdaushubdeponien

Zusammenarbeit des Neckar-Odenwald-Kreises und Hohenlohekreises

PM AWN 2013 Deponie Schulung

(Foto: pm)

Buchen. (pm) Erdaushubdeponien, im Neckar-Odenwald-Kreis alleine gibt es zwölf Standorte, dienen der Einlagerung von unbelastetem Erdaushub. Dieser fällt bei gewerblichen oder öffentlichen Baumaßnahmen genauso an wie beim privaten „Häuslesbauer“. Das Personal vor Ort, also die Deponiewärter, müssen in Baden-Württemberg regelmäßig alle zwei Jahre geschult werden. Diese Schulung findet bereits zum zweiten Mal in Zusammenarbeit des Neckar-Odenwald-Kreis mit dem Hohenlohekreis statt. So erreiche man nach den Worten der beiden Verantwortlichen Thomas Gambke von der AWN in Buchen und Joachim Specht vom Landratsamt des Hohenlohekreis nicht nur eine ideale Kursgröße, auch sei der gegenseitige Erfahrungsaustausch sehr wichtig. Gastgeber dieser Tage für die fast 40 Teilnehmer von über 20 Deponien war das Entsorgungszentrum Sansenhecken in Buchen, zwei Jahre zuvor hatte man sich auf der Erdaushubdeponie in Krautheim-Gommersdorf (Hohenlohe) getroffen. Bewährter Dozent und „Mann aus der Praxis“ war Prof. Horst J. Puscher des Ingenieurbüros Klinger und Partner (Stuttgart), der diese Schulungen im Auftrag des Landkreistages Baden-Württemberg durchführt.




Über den wichtigen Bereich Arbeitssicherheit und Gefährdungen auf Deponien wurde erst kürzlich ein Lehrfilm gedreht: Namhafte Deponiebetreiber aus Baden-Württemberg, unter anderem auch die AWN, hatten diesen Film zusammen mit der Stadt Berlin initiiert, betreut und auch finanziert. Neben Sicherheitsvorkehrungen ging es um ordnungsgemäßen Deponiebau und um die Stabilität von Deponieböschungen.

Ein wichtiger Bestandteil in der Schulung war, wie das angelieferte Erdaushubmaterial von den Deponiewärtern beurteilt und geprüft werden könne. Prof. Puscher machte dies anhand eines Beispiels aus dem Stuttgarter Raum deutlich: Material aus einem „ganz normalen“ Wohngebiet, das auf den ersten Blick eigentlich unkritisch sein sollte, stellte sich als kontaminiert heraus. Bei genauerer Betrachtung seien jedoch, so der Dozent, Verdachtsmomente zu erkennen. Eine große Hilfe seien hier die langfristige Historie eines Geländes. In diesem Fall handelte es sich um militärische Flächen, bei denen es in der Vergangenheit öfters Probleme mit Öl- und Benzineintragungen ins Erdreich oder sogar Munitionsfunde geben hätte. Insofern sei es wichtig, dass die Deponiewärter die Gegend und vor allem auch die dazugehörige „Geschichte“ rund um ihre Deponie kennen würden. Hier sei es oft notwendig, entsprechend der Annahmeerklärung vor Ort zu gehen und das Gelände des Erdaushubs zu begutachten. Den Abschluss dieser ganztägigen Veranstaltung bildete eine Besichtigung der Deponie Sansenhecken. Deponieleiter Hubert Kieser informierte die Lehrgangsteilnehmer über verschiedene Baumaßnahmen, beispielsweise die aufwändige Oberflächenabdichtung bestimmter Deponiebereiche, die aktuell durchgeführt werden.

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