Jazz-Konzert im Ganztagsgymnasium

Jazzkonzert am GTO

(Foto: pm)

Osterburken. (pm) Jazz-Musik ist des Öfteren in der Aula des Ganztagsgymnasiums Osterburken (GTO) zu hören, doch zum ersten Mal fanden sich  am vergangenen Freitagabend sechs hochkarätige, junge Jazzer zusammen, um dort zu musizieren. 

Gemeinsam gaben Veronika Zunhammer (Gesang), Christian Elsässer (Piano), Johannes Ludwig (Saxophon), Janning Trumann (Posaune), Max Leiß (Kontrabass) und Julian Fau (Schlagzeug) ihr Können zum Besten. Alle sechs sind im Rahmen des 27. Jazz-Symposiums am GTO als Dozenten tätig. Schon zuvor brachten sie in einem Werkstattkonzert am Nachmittag interessierten Schülerinnen und Schülern ihre Musik nahe.

Facettenreich. Ob virtuos und gar wild oder ruhig und zart – verschiedenste Charaktere waren zu hören. Der Klang wurde zum Spielball, den sich die Musiker gegenseitig zuwarfen. In „Ey, come on, let’s face it“, eine Komposition von Johannes Ludwig, konnte man dies in dem improvisierten Dialog zwischen Posaune und Saxophon anschaulich verfolgen. Gleichzeitig verschmolzen bei den einzelnen Stücken die verschiedenen Klangfarben der beteiligten Instrumente und die wunderbare Stimme von Veronika Zunhammer zu einem homogenen Ganzen. Bei dem Lied „It never entered my mind“ glänzte sie gefühlvoll. Auch Max Leiß bewies in diesem Stück, dass er mit seinem Kontrabass nicht nur die Basstöne zugrunde legt, sondern ebenso als Melodieinstrument in der Improvisation brilliert.




Jazz des 21. Jahrhunderts. Die Musiker stellten auch einige Eigenkompositionen vor. Darunter war der „Herbsthymnus“ von Janning Trumann, der dabei die Klangvielfalt seiner Posaune ausreizt oder auch „Above all“ von Christian Elsässer. Dieses Stück komponierte der ECHO-Preisträger aus dem Jahr 2012 ursprünglich für die Big Band des Hessischen Rundfunks.

 „Die Zeit verheilt, verweilt und eilt.“, so lautete eine Zeile aus Veronika Zunhammers  Stück „Zeitlang“. Ein sehnsüchtiges, zartes Stück für Gesang und Piano, das im oberbayrischen Dialekt verfasst ist. Die kurze, besonnene Stille am Ende verdeutlichte, wie dieses Stück das Publikum berührte. 

Ein Klangerlebnis wurde dem Zuhörer geboten, ganz gleich ob in Form eines sonoren Saxophon- oder Posaunentons oder in leicht wirkenden, virtuos improvisierten Passagen. Besonders begeisterten die Sechs jedoch mit der spürbaren Leidenschaft, die in ihrer Musik steckt.

Der lange Applaus des Publikums forderte eine Zugabe, so dass sich die Musiker mit dem Stück „It could happen to you“ verabschiedeten.

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