Höhere Umlage für Seckach nicht machbar

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Der Seckacher Friedhof soll eine neue Satzung erhalten. (Foto: L. Merkle) 

Seckach. (lm) Für den aus persönlichen Gründen ausgeschiedenen langjährigen Gemeinderat Josef Ackermann aus Zimmern wurde im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung Jochen Kolb unter dem Beifall seiner Kollegen als neues Mitglied im Seckacher Gemeinderat durch Bürgermeister Thomas Ludwig verpflichtet. Gleichzeitig beschloss das Gremium auf Vorschlag der CDU-Liste die Neubesetzung von Ausschüssen sowie Änderung der Mitgliedschaft in den Verbandsversammlungen für das neue Gemeinderatsmitglied. Demnach wird Jochen Kolb die Stellvertreterfunktionen als Mitglied im Verwaltungs-, Technischen- und Sanierungsausschuss „Ortsmitte Seckach II“ sowie im Verwaltungsverband „Seckachtal“ übernehmen. Als ständiges Mitglied wird er zudem die Interessen von Seckach im Zweckverband „Gruppenkläranlage Seckachtal“ vertreten. Im Bereich Zweckverband „Regionaler Industriepark Osterburken“ wird künftig Martin Müller als ständiges Mitglied und Daniel Kohler als Stellvertreter fungieren.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde die aus dem Jahre 1985 stammende Friedhofssatzung der Gemeinde Seckach, sowie deren anlassbezogene Fortschreibung zur Kenntnis genommen und zur weiteren Beratung an die Ausschüsse und an die Ortschaftsgremien verwiesen. Hier wurden einige Diskussionen laut durch die Seckacher Gemeinderäte, die beklagten, dass es ja keinen Seckacher Ortschaftsrat zur Vordiskussion gibt. Diesem Argument steht entgegen, dass man jederzeit die Seckacher zur Diskussion einladen könnte und dass jedem Bürger auch der Besuch der öffentlichen Gemeinderatssitzung offen steht. Wie die zuständige Sachbearbeiterin der Gemeinde, Ann-Kathrin Lamla vorstellte, beinhaltet die neue Satzung neben zahlreichen rechtlichen und sonstigen Veränderungen u.a. auch die Ergänzung der Bestattungsarten. So ist künftig neben Reihen- und Wahlgrab auch die Möglichkeit zum Urnenreihen-, Urnenwahl- sowie „Baumgrab“ in Form von mit Baumreihen- und Baumwahlgräbern vorgesehen. Ein endgültiger Beschluss zur neuen Friedhofssatzung soll in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen, spätestens im Frühjahr, erfolgen und voraussichtlich nach den rd. 30 Jahren eine Gebührenerhöhung nach sich ziehen, die dann möglicherweise „Köpfe bezogen“ sein wird.




Seit dem Schuljahr 2000/2001 gibt es in der Gemeinde das Betreuungsangebot der Verlässlichen Grundschule, das die Schüler täglich vor und nach dem Unterricht nutzen können. Nunmehr wurde aus der Mitte der Elternschaft der Wunsch an die Schulleitung und an die Gemeinde herangetragen, das Angebot der Verlässlichen Grundschule flexibler buchen zu können. Als Begründung wurde angeführt, dass es mehrere Eltern bzw. Schüler gebe, die dieses Betreuungsangebot nur an einzelnen Tagen der Woche benötigen. Aus diesem Grund, aber in Kenntnis einer höheren finanziellen Belastung für die Gemeinde, beschloss der Gemeinderat folgende Änderung: Ab dem 1. November dieses Jahres kann das Angebot der Verlässlichen Grundschule an der Seckachtalschule an bis zu zwei Tagen in der Woche für 17 Euro pro Monat und an mehr als zwei Tagen in der Woche für 34 Euro pro Monat gebucht werden. Alle übrigen getroffenen Regelungen hierzu bleiben unverändert.

Weiter bevollmächtige der Gemeinderat die Verwaltung zur Anschaffung eines gebrauchten Atlas Mobilbaggers mit entsprechendem Zubehör zum Bruttopreis von 111.000 Euro als überplanmäßige Ausgabe. Damit soll der bereits seit 20 Jahren in dienst befindliche alte Radbagger ersetzt werden, der schon damals als Gebrauchtfahrzeug angeschafft wurde. Baumamtsleiter Roland Bangert berichtete zusammen mit seinem Mitarbeiter Stefan Alter von den Erfahrungen in 34 Betriebsstunden zum Test. Demnach ist das Gerät für die Gemeinde überaus tauglich bei sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Nachdem die Gemeinderäte davon überzeugt waren, dass ein solcher Bagger der Gemeinde die notwendige Flexibilität sichert, sollen die aufzubringenden Kosten aus dem Haushaltsplan und aus dem Wirtschaftsplan der Wasserversorgung gedeckt werden.

Abschließend informierte der Bürgermeister über die Mehrkosten bezüglich der Kreisumlage für Seckach in Höhe von 107.000 Euro, wenn der Kreistag dies so beschließt, was die Gemeinde nach Meinung des Gremiums auf Jahre hinaus nicht durchhält und was auch im Vergleich zu privaten Konkurrenzen nicht verständlich oder auch nur erklärbar ist.

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