Mudauer Bauernmarkt trotzte dem Regen

Mudau. (lm) Man hatte tatsächlich versäumt, für den 8. Mudauer Bauernmarkt einen Schirmherrn zu berufen – Fazit: Es regnete was das Zeug hielt und es gab Schirmfrauen und –herren en masse. Ganz sicher hatten auch die Mudauer Trachtenkapelle und die Schoßauer Musikanten noch nie so „beschirmt“ und „behütet“ den Markt bereichert und doch hatte keiner seine gute Laune verloren.

Das galt auch für die Aussteller, die wie die zahlreichen Besucher natürlich lieber trocken durch den Tag gekommen wären, aber sich nicht wirklich von den Schauern abhalten ließen. Tatsächlich nahmen sie die äußeren Bedingungen mit viel Humor genauso gelassen und stoisch auf wie die Alpakas, die sich zwar nicht so wuschelig wie sonst präsentierten, aber dennoch nichts von ihrem Liebreiz verloren. Ein wahres Blumen- und Holzdekomeer lockte die Besucher ins Zentrum von Mudau, wo neben Ziegenkäse und den Produkten der unterschiedlichsten Hofläden auch das Landratsamt, die Stadt Buchen und natürlich der Geopark neben dem Verband „Wohneigentum“ vertreten waren. Nicht zu vergessen das unglaubliche Kuchenangebot der Mudauer Landfrauen.




Bei seiner Begrüßung unterstrich Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger stolz das breite regionale Angebot an Geflügelprodukten, Alpaka- und Schafwoll-Besonderheiten, Wurst- und Käsewaren, Schnaps, Dekomaterial sowie Imkereiprodukten und begrüßte die Ehrengäste, darunter neben Kreis-, Gemeinde- und Ortschaftsräten auch Ortsvorsteher a.D. Kurt Müller, Rektorin Sophie Klopsch und Cordula Samuleit als Geschäftsführerin des Naturparks Neckartal-Odenwald sowie am Nachmittag Landrat Dr. Achim Brötel und Reinhard Diehl als Geschäftsführer des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald, die zusammen die ersten Urkunden für Radwanderführer austeilten.  

Wie sein Vorredner dankte anschließend auch Ortsvorsteher Klaus Erich Schork den unerschütterlichen Beschickern und für die Organisation des Marktes Christoph Müller und Helmut Maier. Er ging noch einmal auf die traditionelle Bedeutung der Märkte in Mudau ein und erinnerte daran, dass schon 1926 schriftlich überliefert ist, dass eben die Märkte das einzige wirtschaftliche Rückgrat in der Odenwaldgemeinde waren und noch immer – wenn auch nicht mehr einzig – bis heute von großer Bedeutung sind.  Cordula Samuleit meinte, dass der Mudauer Bauernmarkt für sie zwar eine Premiere und damit eine neue Erfahrung sei, aber hundertprozentig der Zielsetzung des Naturparks entspreche, der die Nähe schaffen will „zwischen denen, die hier leben, und denen, die hier arbeiten“. Sie appellierte an die Besucher, diese Vernetzung und das Angebot des Naturparks zu nutzen, bevor Bürgermeister Dr. Rippberger unter den Klängen des Badnerliedes das original Mudauer Mostfass anstach und mit einem Prosit den 8. Mudauer Bauernmarkt eröffnete .

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