Regionale Schulentwicklung soll vorangetrieben werden

Landrat Reinhard Frank und Staatliches Schulamt stellen Arbeitspapier vor

Schulkonferenz OB begruesst

Landrat Reinhard Frank und Schulamtsleiterin Ursula Stock hatten zu einer Konferenz über die regionale Schulentwicklungsplanung im Main-Tauber-Kreis in das Bad Mergentheimer Rathaus eingeladen. Oberbürgermeister Udo Glatthaar begrüßte die anwesenden Schulleiterinnen und Schulleiter, Bürgermeister und weitere Vertreter der Städte und Gemeinden im Sitzungssaal des Rathauses. (Foto: pm)

Bad Mergentheim. (pm) Die Schulstruktur im Main-Tauber-Kreis soll weiterentwickelt werden. Im Rahmen der regionalen Schulentwicklungsplanung und im Konsens mit den betroffenen Schulen und Schulträgern sollen hierzu Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Landrat Reinhard Frank und die Leiterin des Staatlichen Schulamtes Künzelsau, Leitende Schulamtsdirektorin Ursula Stock, haben deshalb kürzlich zu zwei regionalen Schulentwicklungskonferenzen nach Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim eingeladen. Teilgenommen haben alle Schulleitungen der öffentlichen Schulen sowie Vertreter der Städte und Gemeinden, in der Regel die Bürgermeister und Oberbürgermeister. Landrat Frank und Schulamtsdirektorin Stock stellten in den Konferenzen ein gemeinsames Arbeitspapier vor, das nun als Grundlage für den weiteren Planungsprozess dient.

Laut Landrat Frank ist die regionale Schulentwicklungsplanung unerlässlich, um die Schulstruktur im Main-Tauber-Kreis auf ein qualitativ noch hochwertigeres pädagogisches Niveau weiter zu entwickeln und gleichzeitig die bauliche Infrastruktur für die Schulträger dauerhaft finanzierbar zu machen. „In das Verfahren müssen auch wichtige Themen wie Inklusion und die Weiterentwicklung der beruflichen Schulen eingebunden werden“, erklärte Landrat Frank. Schulamtsdirektorin Ursula Stock wies die Teilnehmer der Gespräche darauf hin, dass das Planungsverfahren in die schulgesetzlichen Vorgaben eingebunden ist, so dass es sich somit nicht um ein ganz offenes Planungsverfahren handeln könne.




Stock erläuterte im Rahmen der Konferenzen die Eckwerte der Planung: Für die Neueinrichtung einer Schule der Sekundarstufe 1, beispielsweise Gemeinschaftsschulen, müssen künftig mindestens 40 Schüler in der Eingangsstufe zu erwarten sein. Bei bestehenden Schulen muss die Klassengröße mindestens 16 Schüler betragen. Wird diese Klassengröße zwei Jahre in Folge nicht erreicht, muss die Schulaufsicht die Schule schließen.

Schulen und Schulträger haben nun die Möglichkeit, bis Ende November Änderungsvorschläge für das Arbeitspapier einzubringen. Nach Abschluss des Abstimmungsprozesses mit Schulen, Schulträger und Regierungspräsidium soll das Papier auch dem Kreistag des Main-Tauber-Kreises zur Beratung vorgelegt werden.

In den vergangenen Jahren hat sich die Schullandschaft in Baden-Württemberg und damit auch im Main-Tauber-Kreis deutlich verändert. Viele Hauptschulen wurden in Werkrealschulen umgewandelt, um den Schülern die Möglichkeit eines mittleren Bildungsabschlusses zu geben. Gleichzeitig wurden die Schulbezirke für die weiterführenden Schulen aufgelöst. Schließlich fiel nach dem Regierungswechsel die verbindliche Grundschulempfehlung, Gemeinschaftsschulen wurden eingeführt. Im Main-Tauber-Kreis gibt es inzwischen Gemeinschaftsschulen in Külsheim, Ahorn und Weikersheim.

Vor diesem Hintergrund und aufgrund der daraus resultierenden Veränderungen der Schülerströme fordern Landkreise, Städte und Gemeinden seit langem vom Kultusministerium eine Schulentwicklungsplanung für die Regionen. Dieser Forderung hat das Kultusministerium Anfang des Jahres Rechnung getragen und die Regierungspräsidien sowie die staatlichen Schulämter damit beauftragt, gemeinsam mit den Schulträgern die regionale Schulentwicklungsplanung auf den Weg zu bringen. 

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