Dr. Attila Tóth verstärkt Neckar-Odenwald-Kliniken

Attila Toth

(Foto: pm)

Buchen. (lra) Dr. Andreas Zeugner, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie am Standort Buchen, weiß nicht, über was er sich mehr freuen soll: Über die Verstärkung seines Teams in Gestalt von Neurochirurg Dr. Attila Tóth oder über das brandneue MRT, das seit rund zwei Wochen an den Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen zur Verfügung steht. Beides, so der Wirbelsäulenspezialist, sei „ein Segen“. Ein Segen, der uneingeschränkt den Patientinnen und Patienten zugutekommt.

Schon lange ist Dr. Zeugner auf der Suche nach einem hochqualifizierten Neurochirurgen, der sein Team von Fachärzten komplettiert. In Ungarn ist er fündig geworden. Dr. Tóth (45) ist im Internet auf die Ausschreibung gestoßen – und hat zugegriffen. „Deutschland liegt mir am Herzen“, sagt der Facharzt für Neurochirurgie schlicht. Dass er neben Englisch und Russisch ausgesprochen gut deutsch spricht, liegt am Deutschunterricht in seiner Schulzeit, an insgesamt vier Jahren Famulatur (einer Art Praktikum) in einem Krankenhaus in Nördlingen und an der berühmten Berliner Charité und vielleicht auch ein bisschen an den Genen: Seine Großmutter war Donauschwäbin. Sein erster deutscher, von der Oma geprägter Satz jedenfalls sei „gemma schlofa“ gewesen.




Die letzten sechs Jahre hat der verheiratete Vater von zwei Kindern als Oberarzt und stellvertretender Chefarzt im Staatlichen Zentrum für Gesundheitswesen und zentralen Militärkrankenhaus in Budapest gearbeitet. Als „Facharzt für Militär- und Katastrophenmedizin“ und – seit 1997 – auch als Facharzt für Neurochirurgie war er ein Wunschkandidat Dr. Zeugners. Seit August ist er in Buchen tätig und überzeugt durch seine ruhige, unaufgeregte Art und seine Fachkompetenz innerhalb und außerhalb des OP-Saals.

Dass wenige Wochen später auch das neue MRT-Gerät (Magnetresonanztherapie) in Betrieb genommen werden konnte, ist ein weiterer Glücksfall. Das alte CT-Gerät war schon lange nicht mehr Stand der Technik, Patientinnen und Patienten mussten oft auswärtige Diagnostik in Anspruch nehmen. „Das können wir jetzt hier gleich vor Ort erledigen“, freut sich Dr. Zeugner. Ein MRT erzeugt ohne belastende Röntgenstrahlung Schnittbilder des menschlichen Körpers, die eine Beurteilung der Organe und vieler krankhafter Organveränderungen erlauben.

Was für eine Patientin aus Möckmühl, die mit unklaren Rückenschmerzen und immer weiter eingeschränkter Beweglichkeit auch gleich ein großer Segen war. Die Ursache ihrer starken Beschwerden, ein gefährlicher und möglicherweise zu lebensbedrohlichen Komplikationen führender Eiterherd in der Wirbelsäule, konnte so umgehend festgestellt werden – eine Diagnose, die ohne MRT kaum in der Kürze der Zeit hätte gestellt werden können. Dr. Tóth hat die Möckmühlerin erfolgreich behandelt, der es mittlerweile wieder richtig gut geht.

An diesem Beispiel verdeutlichte Dr. Zeugner, wie wichtig das von Radiologen bediente Gerät unter anderem für die Diagnostik im Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie ist.

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